Dienstag, 19.02.2019

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Bamberg fokussiert sich voll auf den MBC

Oberfranken eröffnen am Freitag den 20. Spieltag gegen die Wölfe - 08.02.2019 09:39 Uhr

Trotz der geringen Vorbereitungszeit wollen die Bamberger Basketballer sich auch gegen die Wölfe durchsetzen. © Sportfoto Zink / HMI


Obwohl die derzeitige Tabellensituation eine glasklare Sprache zugunsten der Oberfranken spricht, müssen sie sich auf einen harten und schweren Gang vorbereiten. Zum einen bleibt den Bambergern gerade einmal eine Trainingseinheit am Donnerstag, um sich auf den Gegner vorzubereiten, zum anderen feiert beim MBC Cheftrainer Silvano Poropat sein Heimdebüt, was die Fans in Sachsen-Anhalt zusätzlich anheizen dürfte.

Poropat als "Feuerwehrmann" gegen den Abstieg

Der kroatische Basketball-Trainer Poropat stand bereits von 2011 bis 2015 in Weißenfels an der Seitenlinie und soll nun dabei helfen, den drohenden Abstieg noch zu verhindern. In der Mitteldeutschen Zeitung schickte der sehr beliebte zweimalige BBL-Trainer des Jahres dann auch gleich mal eine Kampfansage an die Konkurrenz: "Wir wollen jedes der verbleibenden Spiele gewinnen." Dafür ist der bisherige MBC-Headcoach Aleksandar Scepanovic freiwillig wieder ins zweite Glied gerückt und arbeitet fortan erneut als Assistant Coach. Als erstes gilt es für das neue Trainergespann der Wölfe, die Niederlagenserie schnellstens zu beenden – mit ihrer sechsten Pleite in Folge weißt der MBC aktuell die drittlängste Negativserie aller BBL-Teams auf.

Am vergangenen Wochenende, beim BBL-Comeback von Poropat, wurde aber bereits deutlich, dass der Kroate an den richtigen Stellschrauben gedreht hat, wenngleich die Defense nach wie vor die größte MBC-Baustelle ist (im letzten Monat kassierten die Wölfe fast 95 Punkte im Schnitt). Beim bärenstarken Überraschungsaufsteiger Rasta Vechta lieferte die Truppe aus dem Burgenlandkreis über 35 Minuten einen aufopferungsvollen Kampf und schnupperte an der Sensation. Dass dann am Ende dennoch ein 79:89 stand, spiegelt den Spielverlauf nicht korrekt wieder. Gegen Vechta zeigte bei den Saalestädtern vor allem Tremmell Darden, dass er trotz seiner inzwischen 37 Jahren noch nicht zum alten Eisen gehört. Satte 19 Punkte legte der erfahrene Routinier (u.a. Real Madrid, Olympiakos Piräus) auf und zeigte, was noch in ihm steckt und warum er nachverpflichtet wurde.

Verzichten muss Poropat aber weiterhin auf den bisherigen MBC-Topscorer und besten Vorlagengeber, Trevor Releford (15,3). Durch den Ausfall des US-Guards müssen bei den Wölfen andere in die Bresche springen. In erster Linie waren das bislang Lee Moore (12,1) und James Farr (10,7). Aber auch Jovan Novak, der bei seinem Debüt im Hinspiel in Bamberg 20 Punkte bei perfekter Quote auflegte, und Sergio Kerush kratzen mit 9,7 bzw. 9,3 an zweistelligen Punktausbeuten.

Respekt und Anerkennung für den Gegner

"Ich habe ihr letztes Spiel gesehen, es war ein ganz anderer Auftritt, als der, den wir in Bamberg gesehen haben“, konnte Bambergs Übungsleiter Federico Perego bereits Fortschritte beim kommenden Gegner erkennen. Der Italiener bezeichnet sein Gegenüber beim MBC als einen „sehr guten Coach" und weiß, dass dieser die einwöchige Vorbereitungszeit bestens genutzt hat. "Er hatte eine Woche Zeit, seine Mannschaft vorzubereiten. Und sie werden etwas für uns vorbereitet haben", so Perego weiter.

Durch die eigene sehr kurze Vorbereitungszeit – Bamberg war noch am Mittwoch in der Champions League aktiv und besiegte im letzten Hauptrundenspiel CEZ Nymburk – richtet sich die Konzentration der Bamberger wieder mehr auf die eigene Leistung. "Wir müssen sehr, sehr fokussiert in das Spiel gehen", fordert Bambergs Headcoach von seiner Mannschaft.

Unter der Woche verordnete Broses Coach seinem Anführer Tyrese Rice eine Pause. Ohne ihren Topscorer und besten Vorlagengeber mussten gegen die Tschechen andere Akteure das Scoring übernehmen. Angeführt von Augustine Rubit (13) und Nikos Zisis (11) leisteten alle eingesetzten Spieler ihren Beitrag und steuerten mindestens drei Zähler zum Erfolg bei. Dadurch mit frischem Selbstbewusstsein ausgestattet, macht sich Brose Bamberg komplett auf den Weg nach Weißenfels und peilt BBL-Sieg Nummer 13 an.

Obwohl die Champions League bis zum Start der Achtelfinalspiele nun eine knapp vierwöchige Pause einlegt, geht es für die Brose-Boys dennoch am kommenden Mittwoch weiter. In der BBL steht das Heimspiel gegen die Fraport Skyliners auf dem Plan, ehe dann am Sonntag (17. Februar) das Pokalfinale gegen Alba Berlin steigt. 

Benjamin Strüh

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