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Bamberg oder Bayern? BBL-Trainer setzen auf Favoriten

Wer wird BBL-Meister 2018? Die Coaches schwanken zwischen zwei Titelkandidaten - 26.09.2017 13:49 Uhr

In der vergangenen Saison gewann Brose Bamberg den BBL-Titel. © Sportfoto Zink / HMI


Titelverteidiger Brose Bamberg gegen Herausforderer FC Bayern - aus Sicht der Trainer kann es nur ein Finalduell um die Meisterschaft in der Basketball-Bundesliga geben. Die beiden Branchenführer starten als große Titelanwärter in die neue Saison. In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur setzen elf Coaches auf die Bamberger, zehn Trainer sehen die Münchner als Favoriten. Mehrfachnennungen waren möglich.

"Die Bayern haben aus meiner Sicht in dieser Saison den stärksten Kader in der Liga", sagt Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann, der mit s.Oliver Würzburg zum Auftakt am Freitag Bamberg empfängt. Thorsten Leibenath von ratiopharm Ulm sieht hingegen den Meister in der Rolle des heißesten Titel-Kandidaten: "Mit drei Meisterschaften im Rücken und einem starken und tiefen Kader ist Bamberg wieder Favorit." Andere Clubs wurden nicht als Meistertipp genannt. Lediglich Igor Jovovic vom Mitteldeutschen BC traut Ulm eine Überraschung zu - setzt aber auf die Bayern.

Beyer hatte noch nie so wenig Gefühl für eine Saison

Deren größter Kontrahent Bamberg musste nicht nur den deutschen Nationalspieler Daniel Theis zu den Boston Celtics in die NBA ziehen lassen, sondern gab in Janis Strelnieks, Darius Miller, Nicolo Melli und Fabien Causeur auch weitere Leistungsträger ab. "Ich hatte noch nie so wenig ein Gefühl für eine Saison. Es wird noch zwei Monate dauern, bis wir on track sind", prognostiziert Bambergs Geschäftsführer Rolf Beyer. "Es wird eine spannende, schöne Saison, weil viele Clubs in einem neuen Zyklus stecken."

Zwar verloren die Münchner ihren Kapitän Bryce Taylor an den Erzrivalen und gaben Maximilian Kleber zu Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks ab, konnten ansonsten aber den Großteil ihres Kaders zusammenhalten. Der Serbe Stefan Jovic und der frühere NBA-Profi Jared Cunningham sollen als Star-Neuzugänge die Probleme auf der Guard-Position lösen, neben Coach Sasa Djordjevic stammen nun gleich drei serbische Spieler aus dem Kader des aktuellen EM-Zweiten. Der Verein habe personell alle Wünsche erfüllt, betonte Club-Präsident Uli Hoeneß. "Ich hoffe, dass ich zu Weihnachten zufrieden bin, was damit gemacht wurde."

Hoeneß: "Wir wollen Meister werden"

Und noch einen weiteren Vorteil haben die Münchner aus Sicht ihrer Rivalen. "Sie müssen nicht wie Bamberg mit dem selbstmörderischen Spielplan der Euroleague zurechtkommen", analysiert Ludwigsburgs Trainer John Patrick. Bamberg muss allein 30 Vorrundenspiele in der europäischen Königsklasse bestreiten, die Bayern treten im zweitklassigen Eurocup an.

"Wir wollen Meister werden" - lautet nicht nur deshalb die klare Forderung von Vereinschef Hoeneß. Dieser Titel wäre auch eine Genugtuung für die Münchner, die in den vergangenen beiden Jahren jeweils 0:3 im Halbfinale gegen die Bamberger verloren. Die übermächtigen Franken holten sieben der acht möglichen Meisterschaften, nur die Münchner unterbrachen 2014 diese Serie.

Zuletzt kamen EWE Baskets Oldenburg 2009 als Champion nicht aus Bayern. Und so fasst Mladen Drijencic, Coach des Finalisten der Vorsaison, die Hoffnung im Rest der Basketball-Republik zusammen: "Ganz Deutschland würde sich über eine Überraschung freuen." 

dpa

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