Montag, 19.11.2018

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Bezirksmeister im Gerätturnen aus Stein und Fürth

Turntalente des TV Fürth 1860 und des TSV Stein als Favoriten - 19.04.2018 09:54 Uhr

Die siebenjährige Felia Theisejans (rechts) vom TV 1848 Erlangen turnte unter Anleitung ihrer Trainerin Anja Färber und qualifizierte sich für die bayerische Einzel-Landes-Turntalentiade. © Foto: Sebastian Zelada


"Fürth ist bei den älteren Jahrgängen im Mannschaftsturnen in jedem Fall Favorit", lautete Kai Meisters Prognose vor dem Start der Bezirksmeisterschaft im Gerätturnen. Der Bezirksfachwart der männlichen Konkurrenz dieser Disziplin im Turnbezirk Mittelfranken hatte unter anderem die Talente Hendrik Zimmermann (Jahrgang 2000) und Toni Bausewein (JG 2002) vom TV Fürth 1860 als Favoriten ausgemacht.

Und die beiden wurden ihrem Status gerecht. Zimmermann ließ in seiner Wettkampfkategorie (Jahrgänge 1999-2001) der Konkurrenz keine Chance. Im Sechskampf (Boden, Pferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck) sicherte er sich mit 73,35 Punkten in der Gesamtwertung souverän Rang eins. Der zweitplatzierte Julian Flögel der TG Röttenbach (64,70) folgte mit gehörigem Abstand.

Toni Bausewein holte im Wettkampffeld 2, das die Jahrgänge 2002 bis 2003 umfasste, ebenfalls den ersten Platz. Mit 65,70 Punkten setzte er sich vor Elias Degen (58,05) und Jonas Treiber (48,40), die den TV Heilsbronn repräsentierten. In den fünf stattfindenden Wettkämpfen des Tages, die allesamt verschiedene Altersgruppen zwischen 2011 und 1999 abdeckten, gelang es lediglich Yannik Höfner vom TV Heilsbronn die Fürther Dominanz zu brechen.

Er setzte sich im Jahrgang 2006-07 gegen die Konkurrenz durch. Der TV holte sich ansonsten in sämtlichen Wettbewerben die ersten Plätze, mit Ausnahme des Jahrgangs 2011, in dem Dominik Illing alleine an den Start gehen musste. Parallel dazu zeigten auch die Damen ihr Können und boten damit den knapp 300 Zuschauern in der Coubertinstraße ein rares Privileg: Es kommt äußerst selten vor, dass sowohl der Damen- als auch der Herrennachwuchs an einem Turniertag turnt. Für die Besucher auf den Rängen war also einiges geboten.

Steiner Duo ganz vorne

Anja Färber, die zuständige Trainerin für die Mädchenriege Leistungsturnen des TV 1848 Erlangen, zog nach dem intensiven Wettkampftag ein äußerst positives Fazit. Vor allem für ihre erst siebenjährigen Schützlinge Anna Dreßel und Felia Theisejans (beide Jahrgang 2011) hatte sie lobende Worte übrig, und das, obwohl beide letztlich hinter dem Duo Elisa Tretter und Vanesa Frankovic vom TSV Stein landeten.

"Beide haben sich enorm gesteigert", resümierte Färber. Gerade Anna, die am Barren zunächst stürzte, jedoch tapfer ihre Übung beendete, bewies Kampfgeist. "Andere hätten in dem Alter schon lange aufgegeben", erklärte Färber. Mit Platz drei (Dreßel) und vier (Theisejans) in der sogenannten Talentiade, in der olympische Anforderungen gestellt werden, qualifizierten sich beide Mädchen für die bayerischen Meisterschaften und werden am 12. und 13. Mai in Unterföhring bei der bayerischen Einzel-Landes-Turntalentiade AK6-8 vertreten sein.

Das Niveau konnte sich also auch dieses Jahr sehen lassen. Die dominanten Sportlerinnen aus der Region kamen vorrangig aus den Vereinen TV 1848 Erlangen und TSV Stein. Neu am Start waren dieses Jahr erstmals die Turnerinnen des SK Hadrcany Prag. Das Team aus der Tschechischen Republik lobte nicht nur die Spannung und Qualität der Fürther Veranstaltung, sondern bewies auch, dass es gegenüber den mittelfränkischen Vereinen keinesfalls zurückstecken muss.

Veranstalter Toralf Wolf vom Turnbezirk Mittelfranken freute sich dementsprechend über ein gelungenes Wochenende: "Wir hatten knapp 150 Turner und eine Bandbreite von den ganz Kleinen bis hin zu Übungen, die auch international geturnt werden."

Besonderes Lob richtete Wolf an die Prager Gäste, die ihre Pflicht-Turnübungen erst vor drei Wochen erhalten hatten: "Die Übungen müssen genau wie vorgeschrieben geturnt werden. Man darf nicht vergessen: Das sind Fünf- bis Sechsjährige. Sie haben das ganz toll gemacht." Auf ein Wiedersehen im Jahr 2019 freuen sich deshalb nicht nur die Tschechen. 

SEBASTIAN ZELADA

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