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BVB zu stark: Club verliert hochverdient mit 0:3

Dortmunder Führung aus Abseitsposition - 01.03.2014 17:38 Uhr

Nürnberger Frust: Dortmund erzielte in der 51. Minute die Führung.

Nürnberger Frust: Dortmund erzielte in der 51. Minute die Führung. © afp


Es hätte ein harmonischer Nachmittag werden können. „Echte Liebe“ - so wirbt Borussia Dortmund derzeit für sich. In Nürnberg wiederum haben die Fans nach einer freudlosen Vorrunde beschlossen, die Liebe zu ihrem Verein trotzdem nicht zu bereuen. Als sich die Borussia und der Club vor 80.545 Zuschauern im Westfalenstadion gegenüberstanden, ging es dann aber nicht immer ganz so nett zu, besonders unschön war die Angelegenheit für Nürnberg: Viele Nürnberger Anhänger verbrachten das Spiel vor dem Block, und diejenigen, die im Block waren, sahen einen nach anfänglichen Problemen verdienten 3:0 (0:0)-Sieg der Dortmunder.

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Dass der 1. FC Nürnberg bei Borussia Dortmund leer ausgehen würde, war zu erwarten. Trotzdem sahen User und Sportredakteure die Leistung der Club-Profis kritisch - die Noten fielen schlecht wie lange nicht mehr aus.


Jürgen Klopp, Dortmunds bisweilen etwas wilder Trainer, hatte die Pressekonferenz vor der Partie genutzt, um ausgiebig zu schwärmen – vom 1. FCN und seinem fabelhaften Trainer Gertjan Verbeek. Seinerseits hatte Verbeek auch Klopp gelobt als klugen Coach, der wohl schon wisse, was Nürnberg im Westfalenstadion vorhat. Wusste er: Klopp tippte auf einen Einsatz von Tomas Pekhart und lag richtig. Nach seinem glanzvollen Auftritt vor einer Woche gegen Braunschweig rückte der Tscheche ins Sturmzentrum, Josip Drmic durfte sich anstelle des verletzten Timo Gebhart auf der Außenbahn versuchen. Bei Dortmund feierte Nationalverteidiger Mats Hummels sein Comeback.

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Die erste Halbzeit ließ schon nichts gutes ahnen: Der Club wirkte unkonzentriert, Dortmund scheiterte allein an der Chancenverwertung. Nach dem Seitenwechsel feierten die Borussen Hummels (51.), Lewandowski (64.) und Mkhitaryan (83.) ein Torfest. Der FCN konnte sich bei Keeper Raphael Schäfer bedanken, dass es am Ende nicht noch schlimmer.


Dass Klopp den Club nicht umsonst gelobt hatte, sah man in den ersten 45 Minuten zumindest ab und an. Nürnberg begann in Deutschlands beeindruckendstem Fußballstadion erstaunlich mutig, die besseren Möglichkeiten hatte dennoch Dortmund. Die Gastgeber machten den etwas zielstrebigeren Eindruck, als Schäfer nach vier Minuten gegen Henrik Mkhitaryan rettete und kurz danach Piszczek aus zwölf Metern knapp verzog.

Einen ersten Eindruck von Nürnbergs neuer Gefährlichkeit, bekam das Publikum nach acht Minuten, als Drmic bei einem Konter Adam Hlousek übersah. Die beste Gelegenheit der Gastgeber ermöglichte dann nach einer Viertelstunde Schiedsrichter Christian Dingert, der eine Rettungsaktion von Martin Angha einigermaßen eigenwillig als Rückpass zu Schäfer interpretierte: Robert Lewandowski scheiterte mit seinem Freistoß aus fünf Metern an der versammelten Club-Mannschaft auf der Torlinie.

24 Minuten waren absolviert, als der Club in Führung hätte gehen können. Nach einem Fehler der Dortmunder Innenverteidigung, kam Pekhart im Strafraum an den Ball – und traf nur den Pfosten. Bis zur Pause tat sich dann bis auf ein paar Dortmunder Halbchancen nicht mehr sonderlich viel. Einziges Kuriosum: In der 36. Minute wechselten beide Trainer einen Innenverteidiger aus, beim Club musste Javier Pinola Platz machen für Emanuel Pogatetz. Kurz vor dem Pausenpfiff handelte sich Markus Feulner die fünfte Gelbe Karte ein, er fehlt damit in Bremen.

Der zuletzt so überzeugende Pinola sah also von der Bank aus, wie Dortmund in Führung ging: Nach einem Freistoß konnte Schäfer den Kopfball von Lewandowski zwar noch abwehren, der Ball aber landete vor den Füßen von Hummels – 1:0 nach 50 Minuten. Es wurde nun mitunter so turbulent in Nürnbergs Strafraum, wie man das von Beginn an hatte erwarten können. 64 Minuten waren gespielt, als Lewandowski die Verwirrung nutzte und unbedrängt aus 16 Metern zum 2:0 traf. Der Club ergab sich nun der Dortmunder Übermacht, Niklas Stark durfte sein Comeback feiern, Mkhitaryan gegen desillusionierte Gäste noch das 3:0 schießen (83.). Liebe kann manchmal schmerzhaft sein – an diesem Nachmittag mussten das wieder einmal die Nürnberger erfahren.

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Hummels, Sokratis (36. Friedrich), Schmelzer - Kehl, Sahin - Aubameyang (71. Hofmann), Mkhitaryan (85. Jojic), Großkreutz - Lewandowski.

1. FC Nürnberg: Schäfer - Angha, Petrak, Pinola (36. Pogatetz), Plattenhardt - Frantz (78. Stark) - Drmic, Feulner (61. Campana), Kiyotake, Hlousek - Pekhart.

Tore:  1:0 Hummels (51.), 2:0 Lewandowski (64.), 3:0 Mkhitaryan (83.) | Gelbe Karten: Feulner, (5, gesperrt), Pogatetz | Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle) | Zuschauer: 80.645 (ausverkauft). 

keb

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