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Club-Allrounder Löwen: Mit DFB-Schwung nach Darmstadt

20-Jähriger traf für die deutsche U20 und will seinen Fehler vergessen machen - 12.10.2017 16:59 Uhr

Patzer abhaken und weiter: Gegen Arminia Bielefeld sorgte eine Unachtsamkeit von Eduard Löwen für den Siegtreffer der Gäste. Dass ihn dieser Fehler nicht nachhaltig verstörte, bewies der 20-Jährige unter der Woche bei der deutschen U20. © Timm Schamberger/dpa


Zugegeben, die ganz große Bühne war es nicht, auf der Club-Talent Eduard Löwen am Montag glänzte. Das Edmund-Plambeck-Stadion in Norderstedt, etwa 20 Kilometer nördlich von Hamburg gelegen, ist keine Kathedrale des Weltfußballs. Dem 20 Jahre alten Löwen wird das Stadion an der Ochsenzoller Straße dennoch lange positiv in Erinnerung bleiben: Wenige Tage nach seinem Debüt erzielte der Allrounder beim 2:1-Sieg gegen die Schweiz seinen ersten Treffer für eine DFB-Auswahl.

Drei Schritte Anlauf reichten aus, um einen Freistoß an der Strafraumgrenze zu verwandeln. Frech ins kurze Eck geschlenzt, mit der auf diesem Level nötigen Portion Selbstvertrauen. Dabei endete sein letzter Einsatz für den Club weniger erfreulich: Gegen Bielefeld verlor Löwen wenige Minuten vor Abpfiff den Ball, Konstantin Kerschbaumer nutzte den Moment und schoss die Arminia zum Sieg.

"Zwei grobe Schnitzer haben uns heute auf die Verliererstraße gebracht", wütete FCN-Coach Michael Köllner nach der Partie. All das schien der Allrounder, der in der laufenden Saison für den Club bereits in der Verteidigung, im Mittelfeld und im Sturm zum Einsatz kam, schnell weggesteckt zu haben. Bei seinem U20-Debüt gegen die Niederlande behielt Löwen neben Dzenis Burnic vom VfB Stuttgart den Überblick im Mittelfeld, in selber Rolle gelang ihm dann gegen die Schweiz der sehenswerte Treffer, der den Weg zum 2:1-Sieg ebnete.

Wo Allzweckwaffe Löwen am kommenden Montag bei der Partie gegen Darmstadt 98 auflaufen wird, ist noch offen. In seinen letzten drei Partien begann der 20-Jährige im rechten Mittelfeld (gegen den VfL Bochum), als Zehner hinter den Spitzen (beim Derby in Fürth) und als Sturmspitze (gegen die Arminia).

Gerade diese Vielseitigkeit ist eines der Hauptargumente, das Löwen als Fußballer mitbringt und weshalb sich der als Innentverteidiger verpflichtete Youngster beim neunmaligen Deutschen Meister festspielte. "Schwung und Schub" sollte er dem Team verleihen, als er erstmals in offensiver Rolle agierte. Inzwischen bewies Löwen, dass er viel mehr als das ist: Eine verlässliche Option in fast allen Lagen. Auch wenn der Deutsch-Russe, wie in dieser einen Szene beim Spiel gegen Bieldfeld, dann doch einmal aussieht wie ein 20-Jähriger, der sich seine Zweitliga-Erfahrung noch mühsam erkämpfen muss. 

ama

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