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Club-Geflüster: Gegen Bielefeld darf's wieder rappeln

Stefan Jablonka über Ishaks Fehlen und Mintals Aufenthalt im Gefängnis - 08.03.2018 15:43 Uhr

"Meine Mannschaft hat nichts verbrochen. Wir spielen eine Bombensaison." Coach Michael Köllner stellt sich nach dem verlorenen Derby vor seine Mannschaft. © Sportfoto Zink / WoZi


Wer wird vermisst: Ein Sieg. Respektive einer, der Tore erzielt, um den ersten Sieg nach zwei sieglosen Spielen zu gewährleisten. Doch mit dem Ausfall von Toptorjäger Mikael Ishak ist die Maschinerie ins Stocken geraten, auch wenn das Trainer Michael Köllner nicht so gerne hört. Des Trainer vollmundige Ankündigung, dass es, statistisch gesehen, nach sieben Schüssen auf des Gegners Tor spätestens "rappelt" dürfen seine Spieler gegen Arminia Bielefeld gerne wieder mit Leben füllen. Zuletzt blieb der Club aber in drei von vier Partien ohne einen einzigen Treffer.

Spruch der Woche: "Ja, meine Mannschaft hat sich erlaubt, nach elf Spielen mal wieder zu verlieren. Ein Unding - Nein, meine Mannschaft hat nichts verbrochen. Wir spielen eine Bombensaison, sind gut unterwegs und liegen voll im Soll. Unsere Ausgangssituation ist nach wie vor sehr gut. Dass wir ein prestigeträchtiges Spiel zu Recht verloren haben, ändert daran überhaupt nichts." (Trainer Michael Köllner) 

Mitarbeiter der Woche: Marek Mintal. Das Tor-Phantom des Clubs ging ins Gefängnis – als Botschafter wohlgemerkt. Für die Aktion des Clubs "Nürnberg gewinnt" stattete er der Justizvollzugsanstalt in der Mannertstraße einen Besuch ab und kickte mit jugendlichen Strafgefangenen und gab anschließend Autogramme. 

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Nervensäge der Woche: Daniel Steininger, der mit diesem Titel sicherlich sehr gut leben kann, macht er ihn doch zu einem Helden – jenseits der Stadtgrenze. Der 22-jährige Angreifer der SpVgg Greuther Fürth traf schon zum zweiten Mal in einem Derby, beide Male in Nürnberg, beide Male siegte Fürth.

Lügt die Tabelle? Mit Kiel, Duisburg und Regensburg stehen drei Aufsteiger unter den ersten sechs. Da könnte man schon die Frage stellen, ob das tatsächlich sein kann. Aber so lange der Club noch auf einem der ersten beiden Plätze steht, ist das Gesamtbild des Tableaus doch wirklich nicht weiter der Rede wert. 

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Was soll besser werden? Zuletzt wirkte der Club doch arg pomadig in seinem Spielaufbau. Ein wenig mehr Tempo würde den nicht mehr ganz so entschlossen wirkenden Angriffen sicherlich gut tun. Sie dann auch zum Abschluss zu bringen, wäre vermutlich schon die halbe Miete. Immerhin trifft der Club, statistisch betrachtet, ja nach sieben Schüssen auf das Tor einmal...

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Und sonst so? Ist schon eine Weile her, aber 2004 machte der Club mit einem 3:1-Auswärtssieg die Rückkehr in die Bundesliga perfekt. Robert Vittek, Sven Müller und Jacek Krzynowek trafen – gegen Arminia Bielefeld, den kommenden Gegner.  

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