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Club siegt dank Balitsch und Schäfer beim HSV

Hecking-Elf beim 1:0-Erfolg über 90 Minuten die bessere Mannschaft - 25.08.2012 17:22 Uhr

Nürnberg  - In einer über weite Strecken niveauarmen Partie stellte der 1. FC Nürnberg zum Auftakt der 50. Bundesligasaison in Hamburg über 90 Minuten die bessere Elf und gewann verdient mit 1:0 (0:0) beim HSV. Im Duell der "Pokaldeppen" war es Hanno Balitsch, der seine zweite dicke Chance zum Siegtreffer nutzte.

Die ersten drei Punkte sind auf dem Konto: Die Club-Spieler jubeln in Hamburg über den Siegtreffer von Hanno Balitsch.
Die ersten drei Punkte sind auf dem Konto: Die Club-Spieler jubeln in Hamburg über den Siegtreffer von Hanno Balitsch.
Foto: dpa
Die ersten drei Punkte sind auf dem Konto: Die Club-Spieler jubeln in Hamburg über den Siegtreffer von Hanno Balitsch.
Die ersten drei Punkte sind auf dem Konto: Die Club-Spieler jubeln in Hamburg über den Siegtreffer von Hanno Balitsch.
Foto: dpa

Dieter Hecking tauschte im Vergleich zum blamablen 2:3 n.V. im DFB-Pokal beim TSV Havelse auf zwei Positionen Personal aus. Per Nilsson verteidigte an Stelle von Marcos Antonio, Neuzugang und Hoffnungsträger Kiyotake lief statt Timo Gebhart von Beginn an im Mittelfeld auf. Auf Hamburger Seite gab Thorsten Fink Diekmeier und Sala den Vorzug vor Lam und Beister, die noch beim Pokalaus in Karlsruhe in der Startelf gestanden hatten.

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Alles in allem schnitten die Profis des 1. FC Nürnberg nach dem 1:0 Auswärtssieg beim HSV in der Einzelwertung der Fans durchwegs positiv ab - aber es gibt natürlich auch Ausnahmen.

Beiden Teams war die Nervosität zu Beginn deutlich anzumerken. Hamburg war um Spielkontrolle bemüht, kam über den Versuch, dem Match seinen Stempel aufzudrücken, aber nicht hinaus. Der Club begann abwartend und lauerte auf Konter, Gefahr ging zunächst aber auch von den Franken nicht aus. Einziger Aufreger der Anfangsphase: Nach einem Rückpass von Chandler schoss Schäfer Son ab, hatte aber Glück, dass der Südkoreaner das Leder nicht kontrollieren und im leeren Tor versenken konnte (2.).

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Die Wiedergutmachung nach der Pokal-Pleite gegen Havelse ist dem 1. FC Nürnberg geglückt: Gegen den Hamburger SV gewann der Club auswärts mit 1:0 - es war der erste Sieg gegen die Hanseaten seit 1992.

Gut eine Viertelstunde tat sich kaum etwas in der Imtech-Arena, ehe der Club langsam zulegte. Zwar stieg das Niveau der Begegnug nicht stark an, Nürnberg kam aber immerhin wiederholt zum Abschluss. Frantz' Versuch wurde geblockt (17.), Kiyotakes Distanzschuss stellte kein Problem für Adler dar (18.).

Doch gerade als der FCN die Partie zu kontrollieren schien, hätten die Hanseaten beinahe zugeschlagen. Schäfer war jedoch auf dem Posten und entschärfte Westermanns Kopfball mit einem tollen Reflex (24.).

Per Nilsson gegen Marcus Berg.
Per Nilsson gegen Marcus Berg.
Foto: dpa
Per Nilsson gegen Marcus Berg.
Per Nilsson gegen Marcus Berg.
Foto: dpa

Gleiches Bild auch in der Folge. Der Club machte mehr, kam durch Kiyotake (28.) und Polter (36.) zum Abschluss, Adler präsentierte sich jedoch weiter sicher. Auf der anderen Seite tauchte der HSV nicht oft, wenn dann aber brandgefährlich auf. Nur weil Klose noch irgendwie den Fuß dazwischen bekam, landete Aogos Schuss nicht im Tor (41.).

In der letzten Aktion vor der Pause hatten die mitgereisten Nürnberger Anhänger dann gleich zweimal den Torschrei auf den Lippen. Kloses guten Kopfball wehrte Adler zu Esswein ab, der prompt wuchtig abzog. Doch Hamburgs neue Nummer eins präsentierte sich im ersten Durchgang unüberwindbar und entschärfte auch dieses Geschoss (45.).

Nicht die Begegnung, sondern lediglich die Torgelegenheiten der Hecking-Elf gewannen nach dem Seitenwechsel weiter an Qualität. Nach Kiyotakes mustergültiger Vorarbeit tauchte Frantz frei vor Adler auf und konnte sich die Ecke aus elf Metern praktisch aussuchen, schoss aber den verdutzten HSV-Schlussmann an (47.). Eine knappe Viertelstunde später war dann selbst Adler geschlagen, statt ins Tor köpfte Balitsch jedoch aus fünf Metern am verwaisten Gehäuse vorbei (61.).

Hecking reagierte, brachte Pekhart für den glücklosen Polter (64.) und durfte sich wenig später endlich freuen. Nach einer Ecke köpfte Nilsson aus wenigen Metern an die Latte, der Abpraller landete bei Balitsch, der diesmal besser zielte und aus der Nahdistanz erfolgreich abstaubte (68.).

Fink brachte mit Beister und Rudnevs prompt frisches Offensivpersonal (70.) und zwang seine Elf nach vorne. Um ein Haar wäre dem HSV die schnelle Antwort geglückt, doch Schäfer hatte etwas dagegen. Als Westermann nach einer Freistoßflanke aus zentraler Position zum Kopfball kam, parierte der Club-Keeper sensationell (72.), einen Konter der Hausherren beendete er entschlossen (74.).

Viel mehr hatte der Bundesliga-Dino nicht zu bieten. Die ein oder andere Halbchance musste der Club noch überstehen, dann war die reguläre Spielzeit vorbei. In der Nachspielzeit stockte dem fränkischen Anhang dann aber doch noch eimal der Atem, als Jansen die Latte traf, letztlich brachte der Club den verdienten Dreier aber mit etwas Glück über die Zeit.

Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Bruma, Aogo - Westermann, Skelbred (70. Rudnevs) - Sala (58. Tesche), Son (70. Beister), Jansen - Berg

1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler, Klose, Nilsson, Pinola - Balitsch, Simons - Esswein (90. Mak), Kiyotake, Frantz (76. Gebhart) - Polter (64. Pekhart)

Schiedsrichter: Fritz (Korb) - Zuschauer: 50 123

Tor: 0:1 Balitsch (68.)

Gelbe Karten: Beister (1), Jansen (1), Tesche (1), Westermann (1) / Balitsch (1), Pinola (1) 

Bastian Eberle


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Gründungsdatum:
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Kurzbeschreibung:
Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

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