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Club: Unglückliche Niederlage auf Schalke

0:1-Pleite in Gelsenkirchen - Jefferson Farfan erzielt den Treffer des Tages - 27.10.2012 17:59 Uhr

NÜRNBERG  - Lange konnte der 1. FC Nürnberg gegen Schalke 04 mithalten, der Club zeigte eine konzentrierte Leistung in der Defensive. In der zweiten Hälfte wurden die Nürnberger deutlich mutiger, doch Schalke nutzte den Freiraum eiskalt zum Siegtreffer. Rakovsky verhinderte in der Nachspielzeit noch eine höhere Niederlage.

Zu dritt versuchen Markus Feulner, Patrick Rakovsky und Timm Klose vor dem Schalker Fuchs an den Ball zu kommen.
Zu dritt versuchen Markus Feulner, Patrick Rakovsky und Timm Klose vor dem Schalker Fuchs an den Ball zu kommen.
Foto: dpa.
Zu dritt versuchen Markus Feulner, Patrick Rakovsky und Timm Klose vor dem Schalker Fuchs an den Ball zu kommen.
Zu dritt versuchen Markus Feulner, Patrick Rakovsky und Timm Klose vor dem Schalker Fuchs an den Ball zu kommen.
Foto: dpa.

Die Gelsenkirchener schafften durch den Siegtreffer des peruanischen Nationalspielers in der 77. Minute zumindest vorübergehend den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Vor 61 673 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena hatten die Königsblauen zwar mehr Ballbesitz, waren im Angriff gegen den geschickt verteidigenden Club aber lange Zeit nicht durchschlagskräftig.

Nach den beeindruckenden und kraftraubenden Siegen in Dortmund (2:1) und beim FC Arsenal (2:0) ließen es die Schalker gegen den Tabellen-15. aus Nürnberg gemütlich angehen. Aus einer gesicherten Abwehr versuchte der Revierclub nur gelegentlich, schnell in die Spitze zu spielen. Meist wurden die Angriffe - wie zuletzt häufig - über die starke rechte Seite mit Atsuto Uchida und Farfán vorgetragen.

Doch die erste Chance der Partie hatten schon nach wenigen Sekunden die Gäste, als Torhüter Lars Unnerstall von Hiroshi Kiyotake geprüft wurde. Der Japaner spielte beim FCN neben dem Tschechen Tomas Pekhart diesmal zweite Spitze. Dem nach dem Husarenstück in London für Marco Höger in die Startelf gerückten Jermaine Jones bot sich in der 14. Minute eine gute Kopfball-Möglichkeit, die aber der junge Nürnberger Torwart Patrick Rakovsky vereitelte.

Der 19-Jährige spielte noch in der Jugend für Schalke und vertrat den verletzten Stammkeeper Raphael Schäfer insgesamt zuverlässig. Pech für die Nürnberger war, dass Mike Frantz schon früh ausfiel. Trainer Dieter Hecking ersetzte ihn durch Markus Feulner (23.).

Erst nach gut einer halben Stunde erhöhte der Champions-League- Teilnehmer etwas den Druck und erspielte sich bessere Chancen. Doch Rakovsky war gegen Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (36.) zur Stelle, als dieser nach feinem Pass von Roman Neustädter frei vor ihm auftauchte, den Ball aber nicht kontrolliert verarbeiten konnte.

Danach warf sich Feulner in einen Schuss von Ibrahim Afellay, der kurz nach dem Wechsel Rakovsky mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade zwang.

Geduld war gefragt bei den Schalkern, die erst spät das Tempo gegen die offensiv harmlosen Nürnberger forcierten. Doch der Club, der letztmalig vor 19 Jahren in Gelsenkirchen gewann, behielt defensiv die Ordnung und verteidigte das eigene Tor tapfer. Das Stevens-Team tat sich schwer, weil viele Pässe nicht ankamen und der letzte Wille zum erfolgreichen Abschluss nicht sichtbar wurde. Mit den Einwechslungen von Julian Draxler und Tranquillo Barentta kam noch einmal Schwung in die Aktionen. Farfán erlöste die Schalker Fans nach einer Maßflanke von Christian Fuchs mit einem tollen Volleyschuss.

Hier finden Sie unserer Liveticker zum Nachlesen! 

dpa


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Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

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