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Der 1. FC Nürnberg will endlich mal wieder gegen Schalke 04 gewinnen, die Bayern kämpfen in Dortmund gegen den Totalabsturz. „Wir müssen gewinnen, um die Bundesliga aus unserer Sicht wieder spannend zu machen“, sagte Vereinspräsident Uli Hoeneß vor der Partie beim Tabellenzweiten am Sonntag (17.30 Uhr/Sky). Elf Jahre liegt der letzte Nürnberger Sieg (3:0) gegen Schalke zurück, aber die Durststrecke soll am Samstag (15.30 Uhr) im eigenen Stadion enden. „Statistiken sind dazu da, um widerlegt zu werden“, erklärte Trainer Dieter Hecking.
Man müsse „alles aufbieten, um bestehen zu können“, betonte Manager Martin Bader und meinte neben dem Einsatz der Mannschaft auch „die Unterstützung von den Rängen“. Angeschlagen sind bei den Franken Offensivspieler Christian Eigler (Zerrung) und Linksverteidiger Javier Pinola (Muskelverhärtung). „Wir müssen agieren und uns die Chance erarbeiten, ähnlich erfolgreich zu sein wie gegen Stuttgart“, erinnerte Hecking an den jüngsten 2:1- Heimsieg gegen den VfB. Besonders achtgeben muss der „Club“ auf die namhafte Schalker Offensive um Torjäger Klaas Jan Huntelaar. „Schalke hat Qualität“, sagte Hecking, „aber auch erst vier Punkte.“ Acht Zähler nach sechs Spieltagen sind auch für den FC Bayern viel zu wenig.
Und ohne einen Sieg in Dortmund „wird es sehr schwer, die große Punktdifferenz bis Weihnachten noch aufzuholen“, warnte Hoeneß mit Blick auf die Tabelle. Der Tabellenzweite BVB wäre bei einer Münchner Pleite schon zehn Punkte voraus, auf Spitzenreiter Mainz 05 könnte der Rückstand am 7. Spieltag sogar auf 13 Zähler anwachsen. Bei einer weiteren Niederlage sei „die Hölle los“, prophezeite Stürmer Ivica Olic. Beim Wiesn-Besuch der Mannschaft am Montag wären dann eher ein paar Frust-Maß angesagt. „Wir haben keine Ausreden, wir müssen gewinnen“, sagte Kapitän Mark van Bommel. An einen Pluspunkt glauben die Bayern: Während sie am freien Donnerstag die Beine hochlegen durften, kassierten die Dortmunder in der Europa League beim 0:1 gegen den FC Sevilla nicht nur einen Dämpfer, sondern sie verpulverten in Unterzahl auch sehr viel Kraft. „Wir können uns mehr erholen, das wird ein Vorteil sein“, sagte Miroslav Klose überzeugt.
„Wir müssen mal in Führung gehen“, forderte WM-Torschützenkönig Thomas Müller: „Dann wird soviel einfacher für uns und unser Spiel.“ Bei den Münchner „Löwen“ ist im Zweitliga-Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Union Berlin „Nachlegen“ angesagt. „Nach dem Sieg in Augsburg ist für uns die Erwartungshaltung sehr hoch“, sagte Trainer Reiner Maurer am Freitag. Der Tabellenachte hat drei Punkte gegen den Hauptstadt-Club fest eingeplant. „Es ist jetzt wichtig, nicht nachzulassen“, forderte Maurer, „um den Sprung ins obere Tabellendrittel zu schaffen.“ Angeschlagen und fraglich sind die Mittelfeldspieler Alexander Ignjovski und Daniel Bierofka. Beim Bundesliga-Absteiger VfL Bochum steht der Tabellendritte Greuther Fürth vor einer weiteren Reifeprüfung.
Die Bochumer haben mit zwei Siegen in Serie den Saisonfehlstart etwas korrigiert. In Bochum hat die Fürther Mannschaft von Trainer Mike Büskens noch nicht verloren (ein Sieg, zwei Unentschieden). „Es läuft gut“, sagte der formstarke Mittelfeldspieler Nicolai Müller zuversichtlich vor der schweren Auswärtsaufgabe am Samstag (13.00 Uhr). Nach nur einem Punkt aus den letzten drei sieglosen Partien will der FC Augsburg unbedingt eine Wende einleiten. Beim heimstarken FC Erzgebirge Aue muss Trainer Jos Luhukay dieses Unterfangen jedoch ohne den verletzten Kapitän Uwe Möhrle (Sprunggelenk) angehen. Luhukay fordert von seinem Team „mehr Konzentration“, um den Absturz des Aufstiegskandidaten in der Tabelle zu stoppen.