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Comeback im Kleeblatt-Camp? Ideguchi ist ungeduldig

Der verletzte Japaner hat bei der SpVgg große Ziele - 12.12.2018 13:22 Uhr

Da war es schon passiert. Yoduke Ideguchi verzieht wegen der Schmerzen das Gesicht. © Sportfoto Zink / MeZi


Er sitzt da leicht gekrümmt, seine Blicke wandern unstet umher. Auch der schwarze Basketballpulli aus der Merchandising-Kollektion der US-Legende Air Jordan lässt ihn nicht größer erscheinen. Auf Fragen antwortet Yosuke Ideguchi leise, ja beinahe einsilbig. Und dennoch betont der derzeit verletzte japanische Nationalspieler, wie gut aufgehoben er sich doch fühle bei der SpVgg Greuther Fürth.

Kulturell unterschiedlich mögen Asien und Europa sein. Hier stets dezente Zurückhaltung, da liberale Offenheit. Auch zwischen Äußerungen in der Öffentlichkeit und dem Treiben in der Kabine herrschen bekanntlich feine Unterschiede. Und doch sind Fußballer, die ihrem Beruf gerade nicht nachgehen können, latent unzufrieden. Ideguchi, der von sich selbst sagt, "nicht besonders" geduldig zu sein, bildet da keine Ausnahme.

Reha in Japan

"Wenn die Mannschaft im Januar ins Trainingslager fliegt, will ich dabei sein und im Training voll mitmachen können", formuliert der 22-Jährige ein Ziel, das sich doch einigermaßen ambitioniert ausnimmt. Am 30. September hatte er sich bei seinem erst vierten Zweitligaeinsatz im Ligaspiel in Dresden das hintere Kreuzband gerissen. So etwas behandeln Mediziner konservativ, ohne Operation flog Ideguchi in seine Heimat und unterzog sich am international renommierten "Japan Institute for Sport & Science" den gängigen Rehamaßnahmen.

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Einen Affront soll das nicht darstellen, bemüht sich Ideguchi schnell, aufkommende Fragen gleich abzubügeln. Nichts gegen deutsche Ärzte, nur wisse der japanische Kniespezialist eben besser Bescheid über die Konstitution eines Japaners. Folgt man dem Tenor, dürfte die Geburt des Stammhalters Go in diesem Zeitraum also nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben.

Die Auftritte der Kollegen in Fürth hat der von Leeds United ausgeliehene Mittelfeldspieler so weit wie möglich verfolgt. Inklusive der 0:5-Schlappe zuletzt gegen Aue. "Ich bin nicht in der Position, darüber ein Urteil zu fällen", entgegnet er mit aller höflichen Zurückhaltung. Eine Meinung dazu hat er selbstredend, weiß sie aber geschickt zu verpacken: "Ich möchte so schnell wie möglich wieder bei der Mannschaft sein, um ihr zu helfen."

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Dagegen spricht momentan auch noch eine Reizung des lädierten rechten Knies. "Nicht so erfreulich, aber kein großes Problem", schätzt Ideguchi, der sich in den kommenden Wochen vorwiegend mit Radfahren und Stabilitätsübungen beschäftigen muss. Und mit etwas PR-Arbeit in eigener Sache: Am Freitag gibt er ab 15.30 Uhr im Sportheim am Stadion Autogramme. Allzu häufig haben ihn die Fürther Fans ja noch nicht
gesehen. 

Florian Pöhlmann

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