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Das ist Darmstadt! Fürth trifft nicht nur Dursun wieder

Sportbotanik am Böllenfalltor: Die Lilien empfangen das Kleeblatt - 26.10.2018 05:52 Uhr

Alter Bekannter: Serdar Dursun begegnet heute Abend nicht rotgekleideten Paderbornern, sondern seinem weiß-grünen Ex-Verein aus Fürth. © Uwe Anspach/dpa


Das hatten sie sich eigentlich ganz anders vorgestellt - wieder einmal. Denn wie in der vergangenen Zweitliga-Saison ist der SV Darmstadt 98 nach einem fast optimalen Start in die Saison recht derbe abgestürzt. Zehn Punkte hatten die Lilien nach fünf Spieltagen auf dem Konto, hinzu kam der Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals nach einem 1:0 beim Ligarivalen 1. FC Magdeburg. Doch seitdem ging es bergab.

Schuster, bleib' bei deinen...

Viele Fans sehen denn auch Parallelen zur vergangenen Saison, als die Lilien zunächst ebenfalls in der Spitzengruppe zu finden waren, dann bis zum Winter aber bis auf Platz 16 fielen. Das kostete Trainer Torsten Frings damals den Job, Dirk Schuster kam zurück. Er rettete den SV Darmstadt 98 tatsächlich, am Ende fand man sich gar auf Platz zehn wieder. Klingt deutlich, doch bis zum letzten Spieltag kämpften die Lilien gegen den Abstieg. Genau wie die SpVgg Greuther Fürth.

Schuster hat im Sommer ausgemistet, nicht mehr benötigte, namhafte Spieler wie Kevin Großkreutz (KFC Uerdingen), Jan Rosenthal (Karriereende), der Weißenburger Markus Steinhöfer (VfB Eichstätt) oder auch Artur Sobiech (Lech Danzig) mussten trotz laufender Verträge gehen. Doch mittlerweile scheint es so, dass zu viele Akteure gehen mussten. Der Kader ist dünn, bis jetzt hat sich aber zumindest noch kein Stammspieler verletzt. 

Probleme haben die Lilien vor allem auf der Rechtsverteidigerposition, wo sich weder der vom FC Augsburg ausgeliehene Tim Rieder, Sandro Sirigu oder Immanuel Höhn unersetzlich gemacht haben. Und auch im Sturm klemmt es, zumal Felix Platte, 22 Jahre alter Hoffnungsträger und U21-Europameister 2017, seit Wochen verletzt ausfällt.

Franke kennt man auch in Franken 

Gute Bekannte in Fürth sind Stürmer Serdar Dursun, der bereits drei Treffer für die Lilien erzielt hat, und Marcel Franke, der sich einen Stammplatz in der Innenverteidigung erkämpfte. Diese beiden sind neben Rückkehrer Marcel Heller aber auch die einzigen Neuzugänge mit Stammplatzgarantie.

Stars hat der SV 98 keine, doch wenn Leistungsträger wie der Ex-Nürnberger Tobias Kempe, Joevin Jones und Aytac Sulu mal einen schlechten Tag erwischen, ist das Punkten immer schwer.

Sechs Spiele in Serie hat der SV 98 nicht mehr gewonnen, der letzte Sieg datiert vom 2. September (1:0) in Heidenheim. Trainer Schuster weist die Favoritenrolle am Freitag ganz klar den Gästen zu ("Fürth ist die Mannschaft der Stunde"), doch vor heimischem Publikum und unter Flutlicht haben die Lilien immer eine Chance.

"Ein völlig verdienter Punkt war das" 

Zumal sich Schuster gerne an sein erstes Spiel nach seiner Rückkehr nach Darmstadt erinnert. Das war am 17. Dezember 2017, am Ende hieß es in Fürth 1:1, weil Hamit Altintop in seinem letzten Spiel für den SV 98 Sekunden vor Schluss aus 30 Metern getroffen hatte. "Ein völlig verdienter Punkt war das", erinnert sich Schuster grinsend – und muss dann doch laut lachen. 

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3:2 in Bielefeld: Super-Noten für Reeses Rückkehr-Fürther

Nach 35 Minuten schaut es auf der Bielefelder Alm ganz schlecht aus für die Spielvereinigung. Zu sorglos verteidigende Fürther liegen mit 0:2 hinten. Dass man den Zwischenstand in der zweiten Hälfte noch in ein 3:2 dreht, hat nicht nur mit einem Doppelpacker zu tun. Oder doch? Hier sind die Noten für die Kleeblatt-Jungs:


 

Jan Felber (Darmstädter Echo)

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