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"Das ist Fußball": Edelreservist Petrak plant den Absprung

Gespräche im Winter: Die Zukunft des Club-Tschechen ist unklar - 30.11.2017 05:52 Uhr

Fußballtennis? Für Ondrej Petrak ist das keine Perspektive. Er denkt über einen Wechsel nach. © Sportfoto Zink / DaMa


Seit fast vier Jahren spielt Ondrej Petrak nun schon für den 1. FC Nürnberg, entscheidende Offensivaktionen des mittlerweile dienstältesten Club-Profis sind aus dieser Zeit aber kaum erinnerlich. Zwei Tore hatte Petrak bis zum vergangenen Wochenende erzielt, zwei weitere vorbereitet – eine überschaubare Quote, auch wenn die Kernkompetenz des Tschechen natürlich im defensiven Bereich liegt. 

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Durchatmen, liebe Club-Fans! Das 3:2 in Braunschweig war vielleicht technisch keine Offenbarung, bot dafür aber jede Menge Spannung und letztlich sogar das bessere Ende für den 1. FC Nürnberg. Auf nassem Geläuf drehte der FCN dabei einen 1:2-Rückstand und belohnte sich nicht nur mit dem Sieg, sondern auch mit dem Sprung auf den Relegationsplatz.


Als Trainer Michael Köllner Petrak in Braunschweig beim Stand von 2:2 in der 73. Minute für den Gelb-Rot-gefährdeten Patrick Kammerbauer aufs Feld schickte, schien die Marschroute denn auch klar: Petrak sollte mithelfen, das Remis zu sichern. Dass sich just jener Mann, dem mitunter ein gewisses Phlegma nachgesagt wird, wenige Minuten später auf der rechten Seite couragiert durchsetzen und mit einer gefühlvollen Flanke auf Mikael Ishak den Siegtreffer vorbereiten sollte, hätte sich wohl selbst Köllner so kaum zu erträumen gewagt.

"Es hat sich einfach so ergeben", beschrieb Petrak schmunzelnd die Szene, "Mikael hat das dann super gemacht. Wichtig war, dass wir gewonnen haben." Dass er dazu einen Beitrag leisten durfte, wertete der 25-Jährige als angenehmen Nebeneffekt: "Es war gut, mal wieder 20 Minuten zu spielen." Nur dreimal stand Petrak in dieser Saison über die volle Distanz auf dem Platz, dazu kamen sechs Kurzeinsätze. Im defensiven Mittelfeld, Petraks erklärter Lieblingsposition, setzt Köllner lieber auf Patrick Erras, Kammerbauer, Hanno Behrens oder Eduard Löwen. Und in der Innenverteidigung bilden derzeit Georg Margreitter und Ewerton ein schwer zu sprengendes Duo, Lukas Mühl oder Löwen gelten als erste Alternativen.

"Jeder Fußballer will spielen" 

"Das ist Fußball. Ich bin nicht sauer und nehme es, wie es ist", sagt Petrak und beteuert, dennoch irgendwie zufrieden zu sein in Nürnberg, "ich fühle mich hier zu Hause." Allerdings wohl nicht mehr lange. "Jeder Fußballer will spielen", räumt Petrak ein, in der Winterpause will er deshalb das Gespräch mit Sportvorstand Andreas Bornemann suchen. Einen ernsthaften Interessenten für den Edelreservisten, dessen auslaufenden Vertrag der Verein per Option verlängern könnte, soll es bereits geben. "Schauen wir mal, was passiert. Ich weiß es noch nicht", blockt Petrak entsprechende Nachfragen ab, zunächst wolle er sich ganz auf die restlichen vier Spiele des Jahres konzentrieren. Und dabei vielleicht sogar seine Offensivbilanz noch ein bisschen aufpolieren? "Ein Stürmer", sagt Petrak lachend, "wird aus mir sicher nicht mehr." 

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Uli Digmayer

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