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Das Kleeblatt klaut Magaths Wölfen einen Punkt

Gut gespielt, viel gekämpft: Die SpVgg Greuther Fürth holt beim VfL Wolfsburg ein 1:1 - 22.09.2012 17:24 Uhr

Die Fürther feierten nach dem 1:0 Ilir Azemi, obwohl das Tor ein Eigentor des Wolfsburgers Pogatetz war.

Die Fürther feierten nach dem 1:0 Ilir Azemi, obwohl das Tor ein Eigentor des Wolfsburgers Pogatetz war. © Sportfoto Zink / WoZi


Im Vergleich zur Niederlage gegen Schalke 04 veränderte Mike Büskens seine Startelf auf zwei Positionen: Für den mit einer Brustkorbprellung kurzfristig ausgefallenen Felix Klaus rückte Sercan Sararer ins rechte Mittelfeld vor. Für ihn kam im Sturm Ilir Azemi zu seinem Startelfdebüt in der Bundesliga. Im defensiven Mittelfeld sorgte Büskens für eine Überraschung: Anstelle von Milorad Pekovic durfte Thanos Petsos von Beginn an auflaufen.

Und die SpVgg Greuther Fürth startete gut in die Partie: Das Kleeblatt machte viel Druck, spielte aggressives Pressing und und versuchte das Team von Felix Magath mit schnellen Vorstößen in die Bredouille zu bringen. Doch zunächst mangelte es an echten Torchancen. Es war Sercan Sararer, der für den ersten Weckruf des Spiels sorgte, seinen strammen Schuss aus zehn Metern konnte Benaglio aber glänzend klären.

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Wolfsburg steht sich selbst im Weg

Der Wolfsburger Hintermannschaft gelang dann in der 27. Minute, was den Fürther Angreifern bis dahin verwehrt geblieben war. Nach einem langen Abschlag von Kleeblatt-Torwart Max Grün stießen Wolfsburgs Abwehrspieler Pogatetz und Keeper Benaglio konfus im Strafraum zusammen, von Pogatetz' Schulter prallte der Ball ins Tor. Ilir Azemi hatte versucht mit dem Kopf an den Ball zu kommen, musste letztlich aber nichts mehr machen - das Kleeblatt lag verdient in Führung.

Und Fürth hätte sogar noch erhöhen können: In der 35. Minute spielte sich Sararer durch die Wolfsburger Abwehr und scheiterte aus kurzer Distanz am glänzend parierenden Benaglio.

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Kurz vor der Pause kassierte das Kleeblatt dann doch wie aus dem Nichts den Ausgleich: Zunächst bugsierte Kahlenberg den Ball aus acht Metern an die Latte, dann staubte Olic per Kopf ab und glich aus. Die bis dahin stabile Abwehr der SpVgg sah bei dem Gegentreffer nicht gut aus, die Zuordnung stimmte nicht. Obwohl die Fürther das Spiel bis dahin dominiert hatten, mussten sie mit einem 1:1 in die Pause gehen.

In der zweiten Halbzeit kamen die Wolfsburger zunehmend besser ins Spiel, auch eine Folge der beiden Wechsel, die Magath vorgenommen hatte. Knoche kam zur Pause für Kjaer und Vieirinha für Marcel Schäfer. Nachdem sich beide Teams zunächst gegenseitig neutralisierten, machten die Wölfe zunehmend offensiv Druck. Vom Kleeblatt waren dagegen kaum noch Aktionen nach vorne zu sehen, die für Entlastung hätten sorgen können.

Sararers 25-Meter-Hammer

Allerdings stand die Defensive weiterhin stabil und die Wolfsburger Angreifer waren nicht kreativ genug, um sie vor größere Probleme zu stellen. Und wenn sie doch gefährlich vors Tor kamen, war Max Grün stets zuverlässig zur Stelle. In der 83. Minute wäre dann fast aus dem Nichts doch die Führung für die SpVgg gefallen: Sararer packte einen 25-Meter-Hammer aus und traf mit viel Wucht den Pfosten, Benaglio hätte keine Chance gehabt.

So blieb es bei einem verdienten Punktgewinn für die SpVgg Greuther Fürth, die damit auswärts noch ungeschlagen ist. Vier Punkte aus vier Spielen bedeuten augenblicklich Platz 12 in der Tabelle: Das Kleeblatt liegt im Soll, hat aber noch Luft nach oben, wie vor allem die starke erste Halbzeit in Wolfsburg unter Beweis gestellt hat.
 

Die Aufstellungen:

 VfL Wolfsburg: Benaglio – Fagner, Naldo, Pogatetz, Rodriguez - Kjaer, Kahlenberg – Diego – Olic, Schäfer – Dost.

SpVgg Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Sararer, Fürstner, Petsos, Prib - Azemi, Edu.

Tore: 0:1 Pogatetz (27., Eigentor), 1:1 Olic (42.).

 Hier gibt es den Spielverlauf zum Nachlesen.

  

apf

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