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DEG ringt Ice Tigers im Penaltyschießen nieder

Nürnberg rettet sich erst 20 Sekunden vor Schluss in die Verlängerung - 17.02.2017 22:30 Uhr

Yasin Ehliz (Archivbild) beförderte die Ice Tigers in Düsseldorf immerhin in die Overtime. Im Penaltyschießen mussten sich die Nürnberger dann jedoch der DEG beugen.

Yasin Ehliz (Archivbild) beförderte die Ice Tigers in Düsseldorf immerhin in die Overtime. Im Penaltyschießen mussten sich die Nürnberger dann jedoch der DEG beugen. © Sportfoto Zink / MaWi


Fünfte Jahreszeiten gibt es verschiedene in Düsseldorf, die Playoffs im Eishockey gehören dazu – aber noch ist alles andere als sicher, ob die Düsseldorfer EG da überhaupt dabei ist. Für den Karneval muss man sich hingegen nicht qualifizieren, weshalb man sicherheitshalber im Eisstadion gute Laune zelebrierte: Alina Kappmeier und Christian Erdmann, das Düsseldorfer Prinzenpaar, wagte sich aufs Eis – und empfing die Teams der DEG und der Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg.

13.035 Zuschauer erlebten einen langen Eishockey-Abend, der Nürnberg als klaren Sieger auswies – in der Torschussstatistik (78:40).

Das Spiel aber gewann Düsseldorf nach Penaltyschießen mit 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 0:0, 1:0) – für die DEG war es der dritte Heimsieg in Folge, für Nürnberg die fünfte Auswärtsniederlage hintereinander – und die volle Halle feierte  ungeahnte Karnevalsgefühle am Ende einer Nacht, in der Nürnberg erst zwanzig Sekunden vor dem Schlusssignal durch Yasin Ehliz’ 2:2 die Verlängerung erzwungen hatte.

Das reine Vergnügen, das hatte Patrick Reimer vorher geahnt, würde es aber nicht werden. "Wir dürfen uns keine Schwächen erlauben, das nutzt die DEG eiskalt aus", prophezeite der Nürnberger – und behielt recht, nach einem etwas zu verhaltenen Start geriet Nürnberg prompt ins Hintertreffen, als Henry Haase den Puck halbhoch von der blauen Linie zum 1:0 ins Tor schlenzte.

Lange hielt die Führung aber nicht, Nürnberg wurde agiler, und Oliver Mebus traf über den Umweg von Andrew Kozeks Knie zum Ausgleich. Auch in Unterzahl war Nürnberg fortan die bessere Mannschaft, die DEG hielt Mut und Kampfgeist dagegen, konnte sich aber nur phasenweise vom Nürnberger Druck befreien. Nach 33 Minuten fehlten den Gästen nur Zentimeter: Phil Dupuis düpierte Tim Schüle, traf aber frei vor Keeper Niederberger bloß den Pfosten, nur vier Minuten später wiederholte sich das Spielchen: Sasa Martinovic bediente Patrick Reimer präzise, wieder endete der Versuch am Pfosten.

Sich weiter wehren, "dagegenhalten und ein dreckiges Tor machen" – das war Haases Rat an seine Düsseldorfer für das letzte Drittel, Martin Jiranek hatte natürlich auch einen. "Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht frustrieren lassen", sagte der Sportdirektor (und ehemalige Top-Torjäger) im Blick auf die ausgelassenen Chancen und empfahl, ein bisschen genauer zu zielen – was dann aber die Düsseldorfer taten, Marcel Brandts präziser Gewaltschuss zum etwas überraschenden 2:1 war von Keeper Andreas Jenike nicht zu entschärfen.

Es war der Auftakt zu einer turbulenten Schlussphase, die DEG wankte unter der Nürnberger Wucht, verteidigte den Vorsprung aber geschickt – bis 20 Sekunden vor Schluss, als Yasin Ehliz den Puck an Niederberger vorbei zum 2:2 ins kurze Eck schob. Ihre geballte Enttäuschung investierten in der Verlängerung die Düsseldorfer in neuen Elan, auf einmal wirkten Rob Wilsons Nürnberger beeindruckt, die Intensität stieg noch einmal an, Tore fielen aber keine mehr, entscheiden mussten die Penaltys – mit dank Robert Collins 3:2 dem besseren Ende für die DEG. Die schöpft jetzt wieder Hoffnung auf die Playoffs, an der Spitze hingegen wird es nach dem Sieg der Mannheimer Adler in München immer  enger. München 99 Punkte, Mannheim 97, Nürnberg 95, Köln 94: So geht es in die letzten vier Spieltage.

Nürnberg: Jenike; Blecker/Fensterling, Syvret/Torp, Martinovic/Mebus, Weber – Segal/Dupuis/Kozek, P. Reimer/Reinprecht/Ehliz, Prust/Steckel/Pföderl, Pfleger/Buzas/Möchel. – Tore: 1:0 Haase (8:51), 1:1 Kozek (13:02), 2:1 Brandt (50:02), 2:2 Ehliz (59:40), 3:2 Collins. – Schiedsrichter: Aumüller/Rohatsch. – Zuschauer: 13.035. – Strafminuten: 13 / 16. 

Hans Böller

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