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Der 1. FC Nürnberg trennt sich von Alois Schwartz

Bornemann: "Es ist nicht gelungen Stabilität zu gewährleisten" - 07.03.2017 19:26 Uhr

 Der Club trennt sich von Alois Schwartz - auch, weil er laut Bornemann "die Stabilität nicht herstellen konnte".

Der Club trennt sich von Alois Schwartz - auch, weil er laut Bornemann "die Stabilität nicht herstellen konnte". © Sportfoto Zink / DaMa


Entdeckt hat man Alois Schwartz am Dienstag nicht mehr, zumindest nicht am Valznerweiher. "Wir haben den Trainer nicht mehr gesehen", sagt Verteidiger Dave Bulthuis. Eine Verabschiedung bleibt der Ex-Trainer seinem Team vorerst schuldig. Schon am Nachmittag übernahm der Neue an der Seitelinie, Michael Köllner, das Training.

Der Druck auf die Vereinsverantwortlichen nach dem verlorenen Frankenderby war zu groß. Der 1. FC Nürnberg trennte sich mit sofortiger Wirkung von seinem Cheftrainer Alois Schwartz. "Es ist leider nicht gelungen, die notwendige Stabilität zu gewährleisten, die wir uns erhofft hatten", sagt Sportvorstand Andreas Bornemann und meint damit auch die Krise der letzten Wochen. Der Club steht in der Rückrundentabelle auf dem vorletzten Platz, verlor zuletzt drei Spiele in Folge ohne eigenen Treffer.

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Schwartz ist raus! Kein Licht am Ende des Club-Tunnels

Drei Niederlagen in Folge besiegeln beim FCN das Aus von Alois Schwartz. Was nach der Flucht von René Weiler nach Anderlecht als interessantes Projekt begonnen hatte, entwickelte sich nach und nach zum Missverständnis. Nach dem 1:2 im Frankenderby, dem zweiten verlorenen Lokalvergleich in einer Saison, war der zusehends plan- und hilfos agierende Trainer nicht mehr zu halten. Rot-schwartze Bilder!


Bereits vor dem prestigeträchtigen Duell mit dem Stadtnachbarn als Fürth stand Schwartz unter Druck.  "Auch um den negativen Trend der letzten Spiele zu stoppen, haben wir uns nach eingehender Analyse und ganzheitlicher Betrachtung der sportlichen Situation für eine Veränderung auf der Cheftrainer-Position entschieden", sagt Bornemann. "Wir bedauern diese Entwicklung."

Michael Köllner (links, hier mit Aufsichtsrat Günther Koch) übernimmt beim Club.

Michael Köllner (links, hier mit Aufsichtsrat Günther Koch) übernimmt beim Club. © Sportfoto Zink


Unmittelbar nach dem verlorenen Derby warnte Schwartz noch vor Panik, wollte mit der Mannschaft "gemeinsam da raus". Der Club hat derzeit zwar noch acht Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsrang, gerade der Trend der letzten Spiele sorgte im Verein offenbar aber für ein Umdenken in der Trainerfrage. Der FCN steht vor schwierigen Wochen, die langfristigen Ausfälle von Sabiri, Parker und verschärfen die Lage zusätzlich.

Einen Nachfolger gibt es bereits, zumindest interimsmäßig. Michael Köllner, zuletzt Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Cheftrainer der U21, übernimmt die Profimannschaft. Der gebürtige Oberpfälzer ist seit März 2016 beim Club. "Er ist ein ausgewiesener Fußballfachmann", sagt Sportvorstand Bornemann über Köllner. Zuvor arbeitete er im Jugendbereich der SpVgg Greuther Fürth und beim DFB. Gegen Arminia Bielefeld (Sonntag 13.30 Uhr, im Live-Ticker auf nordbayern.de) wird Köllner erstmals auf der Club-Bank Platz nehmen.

Einer, der seine Vorstellungen und Ideen bereits seit Monaten im Verein einbringt sei Köllner, sagt Bornemann. Einer, dem der Verein jetzt erst einmal das Vertrauen schenkt, das Alois Schwartz zuletzt nicht mehr spürte. Besonders unter Fans galt der aus Sandhausen gekommene Trainer als umstritten.

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tl

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