Mit absoluter Selbstsicherheit geht der 1. FC Nürnberg selten in ein Bundesliga-Auswärtsspiel, diesmal war aber allen Beteiligten noch einmal ein bisschen mulmiger. Zu holprig verlief die Vorbereitung, zu schwach präsentierte man sich vor einer Woche beim mühevollen Pokalsieg in Trier. Der Gegner aus Mönchengladbach war da mutiger: Gegen den 1. FC Nürnberg, so der allgemeine Tenor im Vorfeld, sollte es zu einem Sieg reichen – gegen wen sonst.
Dann aber waren es überraschend die Gäste, die vor 42.202 Zuschauern zunächst das Spiel bestimmten. Erst traf Mehmet Ekici aus 20 Metern den Pfosten (Schieber scheiterte mit dem Nachschuss), dann besorgte Neuzugang Jens Hegeler nach einer Viertelstunde die Führung: Juri Judt hatte aus vollem Lauf geflankt, Hegeler per Kopf keine Schwierigkeiten Logan Bailly im Tor der Hausherren zu bezwingen.
Gladbach wirkte geschockt, Nürnberg kontrollierte das Geschehen. Erst nach einer halben Stunde wurde Nürnberg wieder „zu passiv“ (Trainer Dieter Hecking). Mönchengladbach kam folgerichtig zum Ausgleich als Marco Reus und Mohamadou Idrissou die Verteidigung düpierten und der Angreifer sein erstes Saisontor für die Gladbacher ezielte.
In der Folge entwickelte sich eine durchaus ansehnliche Partie mit vielen Gelegenheiten, die beste hatte Julian Schieber, der nach 72 Minuten freistehend an Bailly scheiterte. Auf der Gegenseite entschärfte Raphael Schäfer großartig einen Versuch von Herrmann aus der Distanz.
„Wir haben uns auswärts einen Punkt verdient“, resümierte Kapitän Andreas Wolf, „wir brauchen aber auch noch Zeit, uns auf die Bundesliga einzustellen, aber die Abstimmung wird besser werden.“ Zumindest die größte Angst um den 1. FC Nürnberg ist jetzt einmal verflogen.

Fr. 03.02.12
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Fr. 03.02.12
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