24°C
Mittwoch, 19.06. - 08:17 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Der Sieger joggte locker auf die Zugspitze

Schweizer Schoch auf Platz eins - Kathrin Schambeck und Silke Dietrich unter den besten Frauen - 09.07.2012 12:20 Uhr

EHRWALD  - Selbst erfahrenen Bergläufern verlangt die Zugspitze noch immer alles ab. Über weite Passagen stürmte der Kenianer Isaac Torotich Kosgei beim Zugspitzextremberglauf auf der knapp 18 Kilometer langen Route vor dem Feld, dann musste er sich auf den 2235 Höhenmetern auf Deutschlands höchstem Berg doch noch knapp dem Schweizer Woody Schoch geschlagen geben.

Am Gatterl überquerten die Teilnehmer die Landesgrenze. Früher sicherten Grenzer den Abschnitt, beim Lauf die Helfer der Bergwacht.
Am Gatterl überquerten die Teilnehmer die Landesgrenze. Früher sicherten Grenzer den Abschnitt, beim Lauf die Helfer der Bergwacht.
Foto: Peter Ehler
Am Gatterl überquerten die Teilnehmer die Landesgrenze. Früher sicherten Grenzer den Abschnitt, beim Lauf die Helfer der Bergwacht.
Am Gatterl überquerten die Teilnehmer die Landesgrenze. Früher sicherten Grenzer den Abschnitt, beim Lauf die Helfer der Bergwacht.
Foto: Peter Ehler

Der wiederum verpasste mit seiner Zeit von 2:03:32 Stunden den Streckenrekord um lediglich 30 Sekunden. Michael Barz aus Durach im Allgäu, der ebenfalls schon gewonnen hatte, belegte Rang drei.

Freilich, zurück am Dorfbrunnen in Ehrwald war der knapp geschlagene Kenianer schon wieder zu Späßen aufgelegt und kühlte vor der Siegerehrung mit den Mitläufern seiner Laufgemeinschaft die geschundenen Zehen. Derweil trugen viele Amateursportler, die sich zum ersten Mal auf das Abenteuer Zugspitze eingelassen hatten, stolz ihre Finisher Medaille.

Abwechslung von Cityläufen

Aber nicht nur in Afrika oder dem Alpenraum gewinnt das Trailrunning zusehends an Attraktion, auch in der mittelfränkischen Region suchen immer mehr Sportler Abwechslung von überfüllten Stadtläufen und Citymarathons. So sah auch die zwölfte Auflage des Zugspitzextremberglaufes wieder viele Läufer aus Franken und der Oberpfalz. 

Kathrin Schambeck aus Eckental holt sich in ihrer Altersklasse, Frauen 30, Rang zwei und kam insgesamt als 15. Frau am Gipfel an. Mit Platz 19 und Rang vier der Altersklasse rangierte Silke Dietrich aus Nürnberg ebenfalls unter den zwanzig besten Frauen. Christoph Zitzmann aus Nürnberg, der wieder in einem Superman-Kostüm auf den 2992 hohen Berg gerannt war, war dabei ebenfalls ein begehrtes Model für ein Erinnerungsfoto.

Der Zugspitzextremberglauf gehört nach wie vor zu den schönsten Bergläufen in den Alpen. Gestartet wird der Lauf in Ehrwald in Tirol auf der österreichischen Seite des Wettersteinmassives, von dort geht es entlang der Route der Erstbesteigung durch den Tiroler Leutnant Josef Naus 1820 über das Gatterl auf deutsches Gebiet und über das Bergrestaurant Sonn Alpin auf das Zugspitzplatt zum Gipfel.

Bergwacht statt Zöllner

Früher standen hier oben tatsächlich Zöllner, die ihren Dienst schoben und den Wettersteinblick genießen konnten. Beim Lauf sicherten Helfer der Bergwacht den alten Grenzübergang, der heute aus einem einfachen Drahtzaun und einem quietschenden Weidetor besteht. Schließlich musste am Gatterl einige Meter geklettert werden, ehe es über Geröll und schon weit über der Baumgrenze zur Knorrhütte und damit der nächsten Verpflegungsstation ging.

Bilderstrecke zum Thema
Der Zugspitzlauf war auch 2012 nichts für Anfänger. Bei hochsommerlichen Temperaturen ging es in Ehrwald an den Start. 2235 Meter weiter oben hatte es noch acht Grad.

Während die Topathleten die Steinwüste, die kleinen Schneefelder und die Überreste des früher riesigen Gletschers noch im Laufschritt meisterten, war für die meisten der Hobbyathleten hier die Luft schon dünn. Gleich einer Karawane ging es deutlich langsamer auf die letzten vier Kilometer. Denn für viele Amateursportler waren vor allem die letzten 1,2 Kilometer die ultimative Herausforderung, schließlich musste man hier über Klettersteige und hochalpines Gelände zum Ziel kraxeln - während der Sieger noch leicht und locker hoch joggen hatte können.

Und mancher Läufer benötige für die letzten Höhenmeter rund 45 Minuten und länger an Zeit. Zum Vergleich: Bei einem Stadtmarathon ist die Distanz in kaum mehr als fünf Minuten zu laufen – freilich ohne wie am Zugspitzmassiv auch nur einen Meter auf Schotterreisen einen Schritt vor und zwei zurück gehen zu müssen. Schließlich waren viele Teilnehmer eine solch extreme Strecke noch nie gelaufen. Dennoch gaben lediglich sieben Männer und Frauen unterwegs auf. 

Neuer Melderekord

Mit 788 Meldungen meldeten die Veranstalter nicht nur einen neuen Starterrekord, sondern konnten sich auch über eine Vielzahl von Nachmeldungen am Sonntagmorgen freuen, da das ideale Berg- und Laufwetter noch Dutzende von erfahrenen Bergläufern kurzfristig die Laufschuhe schnüren hatte lassen. Im Tal war es hochsommerlich warm, im Ziel wurden die Läufer dann mit frischen acht Grad empfangen.

Während eine Wanderung auf die Zugspitze gewöhnlich sechs bis sieben Stunden dauert, liegt der Rekord beim Extremberglauf bei 2:03:02 Stunden – gelaufen 2005 vom Engländer Martin Cox. Für die Teilnehmer der zweiten Disziplin, Extrem Nordic Walking bzw. Running, war das Gletscherrestaurant Sonn Alpin auf dem Zugspitzplatt nach 16,6 Kilometern und 1836 zurückgelegten Höhenmetern das Ziel. Die schnellsten Läufer wurden mit Sachpreisen und Preisgeldern geehrt. 

Für TV-Doku portraitiert

Zwei Athleten, die sich zum ersten Mal auf die Zugspitze gewagt hatten, dürfen sich in Kürze über einen TV-Auftritt freuen . Das TV Wissenschaftsmagazin „Welt der Wunder", plant einen Beitrag zum Thema „Extrem Belastungen". In dem Zusammenhang soll dargestellt werden, zu welchen Leistungen der menschliche Körper fähig ist.

Unterstützt wurde der Lauf von der Tourismusregion Tiroler Zugspitz Arena. Sie liegt auf der österreichischen Seite der Zugspitze im Tiroler Außerfern, eingebettet zwischen der Zugspitze im Norden und der Mieminger Kette sowie dem Wettersteingebirge im Süden.  

Peter Ehler


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Nachrichten aus dem Sport

Fupa Banner

Fußball in der Region
Fußball in der Region
Spielberichte, Statistiken und Hintergründe von der Regionalliga bis zur B-Klasse. Umfassend, aktuell und kompetent.
User-Kommentare
Suche wird durchgeführt...

Fußballtippspiel

Themen Infobox 1. FC Nürnberg
Logo 1. FC Nürnberg
Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
14.000
Kurzbeschreibung:
Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs.
Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte.
Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.
Deutscher Meister:
1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968
DFB-Pokalsieger:
1935, 1939, 1962, 2007
Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13:
Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12
Internet:

Themen Infobox SpVgg Greuther Fürth
Logo SpVgg Greuther Fürth
Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550
Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren. Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangenheit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Seit 1910 trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, seine Heimspiele im Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen. Bis mindestens 2040 spielt das Kleeblatt in seiner traditionellen Heimat am Ronhof.
Deutscher Meister:
1914, 1926, 1929
Internet: