Sonntag, 24.03.2019

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Die Club-Hoffnung in Hoffenheim: Stürmt Misidjan?

Der Niederländer gefiel im Hinspiel gegen die Kraichgauer - 06.03.2019 20:33 Uhr

Seine Schnelligkeit könnte dem Club in Sinsheim mutmaßlich helfen. Virgil Misidjan machte in der Hinrunde gegen Hoffenheim eine gute Figur. © Sportfoto Zink / DaMa


Kasim Adams, der wuchtige Innenverteidiger der TSG, wird am Sonntag nicht in Sinsheim spielen. Er ist gesperrt. Schade eigentlich, könnten einige FCN-Fans nun sagen. Wenn sie ein wenig gehässig wären oder sich an die Hinrunden-Begegnung mit Hoffenheim erinnern könnten. Dass man sich an die Partie vom 20. Oktober 2018 nicht so gerne erinnern mag, hängt vor allem mit dem damaligen Ergebnis zusammen. Der Club zog bei der Kraftprobe mit den Kraichgauern auf eigenem Platz mit 1:3 den Kürzeren, was sich in der Frühphase des Spiels jedoch nicht zwingend andeutete. Und wiederum mit Kasim Adams, dem wuchtigen Innenverteidiger der TSG, zu tun hatte.

Ein Rempler und die rechte Ecke 

Schon in der Anfangsviertelstunde hatte ein bei Offensivvorstößen durchaus vehement und zielstrebig agierender FCN die Hoffenheimer herausgefordert. In der 17. Minute prügelte Club-Keeper Christian Mathenia dann den Ball weit nach vorne, auf die linke Seite, wo Kasim Adams die Gefahr für den Gäste-Kasten nicht richtig antizipierte, erst zögerte und hernach dem in den Strafraum drängenden Virgil Misidjan in den Rücken rempelte. Der Club-Sprinter aus den Niederlanden, der seinem Gegenspieler schon davor den ein oder anderen Knoten in die Beine getrickst hatte, nahm die Einladung an. Der ungelenke Schubser des Hoffenheimers hatte den Elfmeter zur Folge, den Hanno Behrens anders als zuletzt gegen Leipzig verwandelte - sicher, ins rechte Eck. Der FCN führte und steuerte nach dem Remis gegen Mainz und dem Sieg gegen Hannover auf einem auf heimischer Spielwiese wirklich vielversprechenden Kurs.

 

Beim Wiedersehen mit den Kraichgauern am Sonntag (15.30 Uhr, Live-Ticker auf nordbayern.de) wird Kasim Adams, den der kicker nach dessen fataler Ampelkarte gegen Frankfurt aufgrund seiner erneut zu ungestüm eingesetzten Körperlichkeit wenig charmant als "Sicherheitsrisiko" bezeichnete, also nicht mitwirken. Stellt sich die Frage, ob Virgil Misidjan, der gegen den Ghanaer damals den Strafstoß herausholte, bei mittlerweile hart in der Erstklassigkeit und auf Platz 18 gelandeten Nürnbergern dabei ist. Dann, wenn der Vorzeigeverein der Stadt den 19. Anlauf nimmt, ein Bundesliga-Spiel siegreich zu gestalten.

In Düsseldorf wurde der Dribbler zuletzt nach Wiederbeginn eingewechselt, gegen Leipzig in Minute 66. In der laufenden Trainingswoche bremsten Leistenprobleme den Club-Turbo aus, am Donnerstag soll Misidjan jedoch - wie bei kicker online nachzulesen ist - wieder mit der Mannschaft trainieren. "Er ist auf einem guten Weg, aber noch nicht bei 100 Prozent", verrät Interimscoach Boris Schommers an gleicher Stelle mit Blick auf einen Einsatz des Niederländers, der in der Hinrunde einer der wenigen Nürnberger war, der dem Tempofußball der Hoffenheimer etwas entgegensetzen konnte. Die Läufe eines fitten und hochmotivierten Misidjan täten dem Club in Sinsheim sicherlich gut. Ganz egal, ob Kasim Adams spielt oder nicht. 

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apö

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