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"Dressierte Affen": Torhymne sorgt für Kopfschütteln bei Clubfans

Nicht neu, aber lang und laut: Song gibt es auch in der Münchner und Fürther Version - 19.08.2013 16:58 Uhr

Toooooor für den Club - für viele FCN-Anhänger zumindest musikalisch kein Highlight. © Sportfoto Zink / DaMa


Der Dance-Floor-Hit des DJ-Duos "Duck Sauce" ist bereits drei Jahre alt, in der Torhymnen-Version des FCN meldet sich im Refrain nun eine Stimme mit den Worten "Ich bin a Glubberer".

Einen Tag nach dem 2:2 gegen Hertha brandet im "Glubbforum" eine Diskussion über Sinn oder Unsinn dieser neuen Art von Beschallung auf. Die überwiegende Mehrheit lässt kein gutes Haar an der neuen Torhymne.
User "SyG 1987" wähnt sich schon bei anderen Sportarten: "Ich habe mich teilweise wie beim Eishockey oder Basketball gefühlt. Das Spiel läuft wieder und es dröhnen Electrobeats aus den Boxen."

In Bezug auf die missglückte und von den Fans abgelehnte Torhymne in der Vorsaison postet "chesserio": "Manchmal könnte man meinen, die Marketingabteilung des Glubbs hält die Fans für dressierte Affen, die man nur laut genug zududeln muss, damit die funktionieren. Einmal kann sowas ja passieren, wie letzte Saison am Anfang. Aber jetzt wieder, geht's noch??"
Kurz und knapp bringt hingegen "Platzwart02" seine Meinung zur Nürnberger Version von "Barbra Streisand" auf den Punkt: "Viel zu lange und viel zu laut. Kurzum, einfach nervig. Die kann der Club sich schenken!"

Stinken dürfte auch so manchem Fan, dass die Hymne vor einiger Zeit auch schon beim FC Bayern eingespielt wurde - ausgerechnet beim ungeliebten Rekordmeister aus dem Süden. In der Allianz-Arena schallte im Refrain allerdings "FC Bayern" durchs weite Rund. Und auch in Fürther Fankreisen  ist der Song kein Unbekannter, im Internet kursiert seit langer Zeit auch schon eine "Kleeblatt-Version".

Die Torhymne ist also in der Bundesliga nicht neu - und originell schon gar nicht. So kann auf der Internetseite www.gobarbra.com jeder User am heimischen PC in den Refrain statt "Barbra Streisand" seinen eigenen Text einsetzen und dazu noch eine entsprechende Sprache und Stimme auswählen - fertig ist der "individuelle" Song.

Doch es gibt auch einige Fans, bei denen die neue Beschallung im Nürnberger Stadion auf offene Ohren stößt. So schreibt User "Maddin" im Glubbforum: "Ich mach mich jetzt mal unbeliebt und sage, dass ich total froh bin, dass wieder eine Torhymne gespielt wird. Mir hat das letztes Jahr einfach überhaupt nicht gefallen."

FCN-Sportchef Martin Bader sagte am Montag, dass die Torhymne seinem Empfinden nach gegen Hertha zu lang gespielt worden sei. Beim nächsten Nürnberger Treffer solle sie etwas kürzer laufen. 

stw/acb

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