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Dschungelprüfung! Bamberg spielt in Tübingens Tigerkäfig

Brose-Boys spüren den Atem der Münchner und benötigen Pflichtsieg - 13.04.2017 08:05 Uhr

Bambergs Coach Andrea Trinchieri muss am Donnerstagabend auf Luca Staiger und Kapitän Elisa Harris verzichten. © Zink Sport-/Pressefoto


Die Mannschaft aus der Neckarstadt weißt unter der Federführung von Chefcoach Tyron McCoy aktuell sechs Saisonsiege auf. Damit finden sich die Tübinger im Niemandsland der Tabelle wieder - die Playoffs sind deutlich außer Reichweite, aber auch in Sachen Abstieg dürfte bei vier Siegen Vorsprung nicht mehr viel anbrennen. Daher können die Mannen um den Ex-Bamberger Jared Jordan befreit aufspielen und werden nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie alles daran setzen - vor allem in eigener Halle -, den Sieg einzufahren. Gerade die heimischen Fans wurden in dieser Saison nicht gerade mit Heimsiegen überschüttet, bislang stehen lediglich zwei Siege gegen Gießen und Vechta in der Heimbilanz.

Tübingens Offensive verteilt sich auf mehrere Schultern. An der Spitze steht Barry Stewart mit knapp 14 Zählern pro Partie. Dahinter folgen insgesamt sechs weitere Akteure, die im Schnitt zwischen neun und zwölf Punkte auflegen. Dirigiert werden die Tigers vom früheren Brose-Spieler Jared Jordan, der neben seinen 9,5 Punkten fast schon standardmäßig als bester Vorlagengeber in Erscheinung tritt. In der Zone haben in Tübingen Gary McGhee und Isaiah Philmore das Sagen. Während US-Center McGhee mit durchschnittlich 6,6 gesicherten Abprallern Toprebounder seines Teams ist, überzeugt BBL-Allstar Philmore mit einer 41,9 prozentigen Dreierquote und ist damit einer der besten Werfer auf den großen Positionen in der Liga.

Bamberg hat die Bayern im Nacken

Anhand der Tübinger Zahlen wird deutlich, dass sich Brose Bamberg vom aktuellen Tabellenstand der Schwaben nicht täuschen lassen darf. Schon über die gesamte Saison hinweg hat Tigers-Coach Tyron McCoy mit diversen Verletzungen seiner Akteure zu kämpfen - so wahrscheinlich auch am Donnerstag: Beim letzten Spiel in Berlin fehlte der im November als Ersatz für Anthony Myles verpflichtete Davion Berry (Bänderverletzung am Fuß). Sein Teamkollege Alvaro Muñoz knickte dazu in der 36. Minute mit dem linken Sprunggelenk um und kam nicht mehr zum Einsatz.

Youngsters springen in die Bresche

Zwei Spieler stehen derzeit auch in Bamberg auf der Verletztenliste: Elias Harris (Knie) und Lucca Staiger (Fuß) werden ihrem Coach beim vorletzten Auswärtsspiel der BBL-Hauptrunde wohl nicht zur Verfügung stehen, dafür hat Andrea Trinchieri zuletzt aber seine Youngster Leon Kratzer und Louis Olinde in die Rotation genommen. Im Oberfrankenderby (83:65-Sieg für Brose Bamberg) standen für Center-Talent Kratzer sieben Punkte und vier Rebounds in sieben Minuten Spielzeit in der Statistik. Olinde kam in neun Minuten auf fünf Punkte und einen Rebound, beide integrierten sich somit nahtlos in eine geschlossene Mannschaftsleistung. "Jeder war ein wichtiger Teil des Spiels", lobte Trinchieri sein Team nach der Partie.

Mit einer ähnlichen Leistung muss man auch beim Tabellen-15. zu Werke gehen. Im Kampf um Platz zwei ist der Atem des Verfolgers aus München in Bamberg deutlich zu spüren. Bislang konnten die Bamberger ihren Rivalen aus der bayerischen Landeshauptstadt dank des gewonnenen direkten Vergleichs aber auf Distanz halten. 

Benjamin Strüh

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