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Ein Punkt gegen den Meister: Der Club auf Augenhöhe

Pekhart traf zur Nürnberger Führung - Kurioses Ausgleichstor des BVB - 01.09.2012 16:53 Uhr

Huckepack: Tomas Pekhart und Robert Mak freuen sich über das 1:0.

Huckepack: Tomas Pekhart und Robert Mak freuen sich über das 1:0. © Sportfoto Zink / JüRa


 Vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison nahm Trainer Dieter Hecking zwei Veränderungen an seiner Startelf vor: Für den an einem grippalen Infekt erkrankten Mike Frantz rückte Robert Mak in die Anfangsformation. Anstelle des in den ersten beiden Pflichtspielen noch torlos gebliebenen Neuzugangs Sebastian Polter durfte Tomas Pekhart von Beginn an stürmen.

BVB-Trainer Jürgen Klopp ließ seinen Star Mario Götze erneut auf der Bank, das gleiche Schicksal ereilte dieses Mal auch Kevin Großkreutz. Dafür liefen Ivan Perisic und Lukasz Piszczek (für Oliver Kirch) für den Meister von Anfang an auf.

In den ersten Minuten bestimmten die Dortmunder die Partie und versuchten sich mit schnellen Kombinationen in den Nürnberger Strafraum zu spielen. Vor allem Marco Reus war ein ständiger Gefahrenherd, einen ersten Schussversuch des Ex-Gladbachers in der 3. Minute konnte Raphael Schäfer noch parieren. Eine gute Freistoßgelegenheit aus rund 18 Metern setzte Reus drei Minuten später über das Tor. Der Club bemühte sich mit Kontern aus der Dortmunder Umklammerung zu lösen, scheiterte aber zunächst an der Ungenauigkeit der eigenen Zuspiele.

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1:1 gegen den Meister: So bewerteten Sie die Club-Spieler

Der 1. FC Nürnberg hat gegen den amtierenden Meister Borussia Dortmund einen Punkt geholt - und bei dem 1:1-Unentschieden ein starkes Spiel abgeliefert. Phasenweise waren die ansehnlich kombinierenden Cluberer dem BVB sogar überlegen. Wie hat sich das in Ihren Spielernoten niedergeschlagen?


Doch mit zunehmender Spieldauer stellten die Nürnberger den BVB zunehmend vor Probleme, indem sie schon weit in der Dortmunder Hälfte konsequent die Pass- und Laufwege zustellten. Der Meister verlegte sich daher auf Distanzschüsse: BVB-Kapitän Sebastian Kehl zog in der 18. Minute aus über 20 Metern stramm auf die linke Ecke ab, Raphael Schäfer parierte mit einer sehenswerten Flugeinlage. In der 27. Minute schaffte es Ex-Cluberer Ilkay Gündogan nicht, sich für einen couragierten Alleingang in den Club-Sechzehner zu belohnen, sein Schuss wurde zur Ecke abgefälscht.

Die Konterversuche des 1. FC Nürnberg wurden aber weiterhin zu ungenau zu Ende gespielt. Es war dementsprechend eine Standardsituation, die den Club in Führung brachte. Nach einer hohen Ecke von Neuzugang Hiroshi Kiyotake sprang Tomas Pekhart in der 31. Minute am zweiten Pfosten höher als Mats Hummels – und köpfte mit einem Aufsetzer an Roman Weidenfeller vorbei zum 1:0.

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Dortmund bemühte sich um eine schnelle Reaktion. Über die rechte Seite kombinierten sich Reus und Piszczek an den Strafraum, in der Mitte konnte Lewandowski aus kurzer Distanz und im Zweikampf mit Timothy Chandler den Ball jedoch nicht mehr platzieren und schoss Schäfer an. In der 40. Minute fiel dann doch der Ausgleich für den Meister: Nach einer Flanke von Schmelzer kam Schäfer etwas zu spät aus seinem Kasten und unterlief den Ball. So konnte Perisic abziehen, der Kroate traf aber nur die Latte. Doch der Nachschuss von Blasczykowski ins leere Tor saß – mit einem 1:1 gingen beide Teams in die Pause.

Der Club kam mit viel Elan aus der Kabine und spielte zunächst mit dem Meister auf Augenhöhe. Nach einem Traumpass von Hiroshi Kiyotake lief Tomas Pekhart frei aufs Tor von Roman Weidenfeller zu, wurde von BVB-Verteidiger Neven Subotic aber noch eingeholt. In der 55. Minute versuchte der Tscheche dann Weidenfeller aus der Distanz zu überraschen, der konnte den strammen Schuss aber gerade so festhalten.

Vor allem Kiyotake machte auf Seiten der Nürnberger ein starkes Spiel: In der 61. Minute legte er Mak mit der Hacke auf, der erst einen Dortmunder Verteidiger aussteigen ließ, dann aber über das Tor verzog. Eine Minute später schickte erneut Kiyotake Mak, der im Zweikampf mit Piszczek an der Strafraumgrenze zu Fall kam. Schiedsrichter Tobias Welz gab zu Recht keinen Elfmeter.

Der Club war in dieser Phase dem Meister sogar überlegen, der nur über Standardsituationen für Gefahr vor dem Kasten von Raphael Schäfer sorgte. In der 63. Minute konnte Pinola nach einer Ecke einen Kopfball von Hummels gerade noch auf der Linie klären. BVB-Trainer Jürgen Klopp versuchte mit zwei Wechseln die Offensive der Dortmunder zu beleben: Mario Götze kam für Perisic (63.), Ex-Clubspieler Julian Schieber für Marco Reus (72.) ins Spiel. Der BVB erhöhte daraufhin zwar den Druck, doch es war der 1. FC Nürnberg der dem Führungstreffer näher war. In der 86. Minute flankte Mak fast von der Torauslinie in den Strafraum und traf aus spitzem Winkel den Außenpfosten. Von dort flog der Ball in den Fünfmeterraum, doch dort war Kiyotake zu überrascht, um reagieren zu können.

Am Ende war der Punktgewinn für den Club hochverdient - und nach dem Sieg in Hamburg ist auch der Saisonstart für den FCN geglückt.

 

 

 

 Hier gibt es unseren Live-Ticker zum Nachlesen.

Die Aufstellungen:

1. FC Nürnberg: Schäfer – Chandler, Klose, Nilsson, Pinola - Balitsch, Simons – Mak (89. Feulner), Kiyotake, Esswein (87. Gebhart) – Pekhart (80. Polter).

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer – Gündogan, Kehl – Blaszczykowski (78. Großkreutz), Reus (71. Schieber), Perisic (63. Götze) - Lewandowski.

Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden).

Tore: 0:1 Pekhart (31.), 1:1 Blaszczykowski (40.).

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Alexander Pfaehler

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