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Eisbären Berlin verteidigen Meistertitel

Im fünften Finalspiel die Adler Mannheim mit 3:1 besiegt - 24.04.2012 21:49 Uhr

Der Berliner Florian Busch (l) freut sich über das 2:1. Mannheimer Torhüter Frederick Brathwaite und Mannheimer Marcus Kink konnten das Tor nicht verteidigen.

Der Berliner Florian Busch (l) freut sich über das 2:1. Mannheimer Torhüter Frederick Brathwaite und Mannheimer Marcus Kink konnten das Tor nicht verteidigen. © dpa


Den Gästen aus Mannheim, die ihre siebte Meisterschaft verpassten, reichte der Führungstreffer von Ronny Arendt (14.) im entscheidenden fünften Playoff-Finale nicht.

Das Team von Coach Harold Kreis muss nach dem bis dato letzten Erfolg 2007 damit weiter auf den erneuten Sprung auf den Eishockey-Thron warten. Im Duell der beiden besten Sturmreihen der Liga stahl zudem das Berliner Trio Tallackson, Olver und Florian Busch ausgerechnet im wichtigsten Spiel der Saison den Mannheimer Top-Angreifern die Show. Waren Ken Magowan, Adam Mitchell und allen voran Playoff-Topscorer Christoph Ullmann in den ersten vier Partien von den Eisbären noch kaum zum stoppen, so versagten den Dreien diesmal die Nerven.

Euphorisierte Eisbären

Den Gastgebern war die Euphorie aus dem famosen Erfolg zwei Tage zuvor von Beginn an anzumerken, mit fast überfallartigen Angriffen startete Berlin in die Partie. Außerdem besannen sich die Eisbären offenbar auf ihr Erfolgsrezept aus Match vier, nämlich aus allen Lagen auf das Tor zu schießen – in Mannheim hatten die Statistiker nicht weniger als 55 Schüsse auf das Tor von Fredrick Brathwaite gezählt.

Die Marschrichtung der Mannheimer änderte sich im Vergleich zu den vorigen Finalmatches ebenso nicht: Sicher in der Abwehr stehen und dann blitzschnell Gegenstöße einleiten. Beim Führungstreffer profitierten die Adler von einem Fehler des zuletzt bärenstarken Rob Zepp. Einen Schuss von Frank Mauer lenkte der Nationalkeeper direkt vor die Kelle von Arendt, der den Puck ins Netz bugsierte. „Ich hatte den Rebound und hatte ein leeres Tor“, sagte Arendt in der ersten Drittelpause und meinte zum Auftreten seines Teams: „Das waren wir uns nach Sonntag schuldig.“ Eisbären-Verteidiger Frank Hördler forderte: „Wir müssen weiter so machen, dann ergeben sich Chancen. Wir müssen ein bisschen mehr auf das Tor bringen.“

Mannheim wurde aggressiver

Das gestaltete sich im zweiten Abschnitt aber schwieriger, weil die Gäste aggressiver verteidigten und Berlin sich schwertat, aus der eigenen Hälfte hinauszukommen. Eine der wenigen zwingenden Chancen vergab Tallackson, der direkt von Brathwaite freigespielt wurde, Mannheims Routinier aber nicht überwand (29.). Wenige Minuten später machte es der Torjäger besser, als er einen schnellen Angriff nach Vorlage von Busch mit einem Schuss in den Winkel abschloss.

Nur wenige Augenblicke danach brandete in der vollbesetzten Arena erneut Jubel auf, als John Sim einen Schlagschuss scheinbar einnetzte – der Puck knallte aber an die Latte (34.). Immerhin war die Aktion Initialzündung für einen Schlussspurt, in dem zunächst Olver nach starker Vorarbeit von Busch und Tallackson vorbeischoss (37.) und auf der anderen Seite Matthias Plachta den Puck nicht im leeren Tor unterbrachte (39.). Als Olver einen überragenden Sololauf mit einem Schuss durch die Beine von Brathwaite zum zweiten Tor abschloss, Mauer allein vor Zepp scheiterte (51.) und Talbot einen Penalty nach Foul von Shawn Belle sicher verwandelte, konnte die Party auf den Rängen beginnen. Ein Berliner hatte am Dienstag doppelten Grund zum Feiern: Club-Ikone Sven Felski bestritt sein 1000. Erstliga-Match im Eisbären-Trikot. 

dpa

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