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Mittwoch, 25.04.2018

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Erlanger Sieger-Bockwurst an der Tankstelle

Der TV 61 Bruck führt in der Handball-Bayernliga nach zwölf Partien ungeschlagen die Tabelle an, nun gab es ein 40:39 - 18.12.2017 14:48 Uhr

Sebastian Duscher vom TV 61 Bruck. Foto: Sippel


Herr Duscher, es heißt, ich sollte Sie besser zu allererst fragen, ob es Ihnen überhaupt möglich ist, schon ein kurzes Interview zu führen . . .

Ja, das ist wieder möglich. Gestern Abend haben wir kräftig den Sieg gefeiert. Aber nach einem Frühstück an der OMV-Tankstelle mit Bockwurst und Käsebrezel bin ich schnell wieder fit.

 

Wann waren Sie denn nach den Feierlichkeiten zu Hause?

Bei mir wurde es halb sechs Uhr morgens, bis ich aus dem Zirkel kam.

 

Oh, ok. Ist das auch einer der Gründe, weshalb Ihre Mannschaft heuer so stark ist: Teamgeist? Im Studentenclub wie auf dem Handballfeld?

Definitiv. Wir treffen uns eben nicht nur zum Handballspielen, sondern auch privat gerne. Und auf dem Feld haben wir eine gute Tiefe, ich denke, wir sind schwer ausrechenbar, die Torschützen verlagern sich immer auf drei Viertel der ganzen Mannschaft.

 

405 Tore hat Bruck in zwölf Partien geworfen, das sind 35 mehr als der Zweitbeste, der VfL Günzburg . . .

Die Offensive ist schon echt einmalig bei uns, das schnelle Umschaltspiel. Dafür hapert es noch zu sehr in der Defensive.

 

Ein 40:39 spricht nicht gerade für zwei starke Abwehrreihen . . .

Nein, gar nicht, da haben Sie Recht. Da müssen wir uns dringend steigern.

 

Auch bei Ihnen persönlich sieht es mehr so aus, als lägen die Stärken klar im Angriff.

Acht Tore, ja, das war ein Offensivspektakel. In der Deckung habe ich zwei, drei Mal zu langsam hingelangt.

 

Deshalb war auch nach 45 Minuten Schluss – dritte Zeitstrafe, Rote Karte. Das muss man ja auch erst einmal schaffen: Acht Tore in sechzig Minuten sind ja schon stark.

Ganz ehrlich: In Erlangen ist mir das noch nie gelungen. Das letzte Mal habe ich noch in der Heimat acht Tore in einem Spiel geworfen, das war noch für Neunburg vor dem Walde an der tschechischen Grenze.

 

Stimmt es, dass einer aus dem Team die 40 Tore in Regensburg vorhergesagt hat?

Das ist wirklich so, ja. Unser Keeper, Marcello Miranda-Jahn, meinte vor der Partie in der Kabine: Jungs, wenn wir 40 Tore werfen, gewinnen wir das Spiel. Ich glaube aber, er hatte das nur aus Spaß gesagt. Dass es dann wirklich so gekommen ist, ist schon gespenstisch.

 

Hat Miranda-Jahn schon häufiger Ergebnisse exakt vorausgesagt?

Ich glaube nicht. Das heißt: Ich weiß es gar nicht. Wir werden das beobachten die nächsten Wochen.

 

Können Sie kurz erklären, wie es zu einem 40:39-Sieg überhaupt kommen kann?

Naja, wir haben gut begonnen, zur Pause 23:18 geführt und die Führung weiter ausgebaut auf zwischenzeitig acht Tore. Dann kam mal wieder ein Schlendrian in unser Spiel und zwei Minuten vor dem Ende führt Regensburg mit zwei Toren. Dann haben wir uns eben nochmal reingehängt und das Ding heimgefahren.

 

Können Sie sich noch daran erinnern, wie es ist auch mal zu verlieren?

Oh ja, wir haben einen Test gegen den HC Erlangen II gespielt, da haben wir ordentlich auf die Mütze bekommen. Aber klar, das haben wir nicht so erwartet, wie es bisher läuft. Schauen wir mal, ob wir das weiter durchhalten ohne Niederlage. Das wäre natürlich schon eine mega geniale Sache. 

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