-3°

Mittwoch, 23.01.2019

|

zum Thema

Ex-Fürther im Gespräch: Ackert Klaus bald für den FCN?

Wolfsburgs Offensivkraft soll beim Club ein Thema sein - 04.01.2019 20:33 Uhr

Früher spielte Felix Klaus in der Bundesliga gegen den späteren Nürnberger Constant Djakpa. Und vielleicht spielt Felix Klaus demnächst selbst im Nürnberger Trikot in der Bundesliga. © Wolfgang Zink


"Es ist einfach geil, mal wieder so lange zu ackern, mal wieder kaputt zu sein. Das Gefühl kannte ich gar nicht mehr." Mit diesen Worten gab Felix Klaus vor eineinhalb Monaten dem kicker Einblick in sein Innenleben. Das mit dem Lange-Ackern und dem Sich-auf-dem-Feld-völlig-Verausgaben hatte der Wolfsburger, den die Bild als potentiellen Nürnberger Neuzugang ins Spiel bringt, im Test gegen klassentiefere Paderborner erleben dürfen. 1:3 hieß es am Ende. Felix Klaus wird das ziemlich egal gewesen sein.

Schambein war gestern 

Der verletzungsgeplagten Offensivkraft ging es vor allem darum, sich auf dem Platz und in der Wettkampfsimulation wieder einmal beweisen zu dürfen. 80 Minuten gab Bruno Labbadia, der Wölfe-Dompteur, dem 26-Jährigen Mitte November die Gelegenheit dazu. Im Bundesliga-Betrieb kam Klaus, der im Dezember nach seiner hartnäckigen Schambein-Malaise wieder vollumfänglich mit den Niedersachsen üben konnte, nachfolgend zwar nicht mehr zum Einsatz. Das könnte sich - greift man das Gerücht der Bild auf - vielleicht beim Club aber ändern.

Der Sommerzugang des Autoklubs - von diesem mit Arbeitspapieren bis 2022 ausgestatttet, nach seiner Schambein-OP in der Hinrunde aber kein einziges Mal aufgeboten - soll, so schreibt das Blatt, ein Thema beim Tabellenletzten sein. Der FCN könne sich eine Leihe vorstellen, heißt es im Folgesatz recht unverbindlich weiter. Dass sich der Club ein Leihgeschäft mit dem dem VfL vorstellen kann, kann man sich schließlich auch - nunja - zumindest vorstellen. Zwar ist Klaus, der 122 Bundesliga-Spiele auf dem Buckel hat, ein Akteur, der auf dem von ihm bevorzugten rechten Flügel in Nürnberg mit Virgil Misidjan - also einem der wenigen Lichtblicke in einer am Ende doch recht düsteren Hinserie – konkurrieren würde. Zwar ist Klaus ein Akteur, der sich in der Vergangenheit oft mit Verletzungen herumschlagen musste. Helfen könnte der gebürtige Osnabrücker, der im Vorwärtsgang auch auf andere Positionen ausweichen kann und einen großen fränkischen Background hat, dem FCN vielleicht aber trotzdem.

Sein fußballerisches Rüstzeug erhielt der Sohn von Ex-Club-Spieler Fred Klaus nach der Rückkehr seines zwischenzeitlich bei Preußen Münster beschäftigten Vaters in heimische Gefilde in Weismain. Von der C-Jugend arbeitete sich der junge Klaus beim Fürther Kleeblatt anschließend bis in die U19 hoch, bevor er im November 2010 in Duisburg sein Debüt für die Profis gab und im Januar 2011 gegen Union Berlin prompt den ersten Torerfolg auf hochklassiger Bühne für sich verbuchen konnte. Ein besonderes Erlebnis für das Kleeblatt und Klaus war sicher auch, als dieser mit einer abgefälschten Bogenlampe den 1:0-Siegtreffer in Mainz und damit das erste Tor in der jungen Fürther Bundesliga-Geschichte markierte - die erste von 14 Buden des laufstarken Offensivquirls in Deutschlands Eliteklasse übrigens.

Club-Schreck mit Abstiegserfahrung 

Nach dem Abstieg der Spielvereinigung 2013 ging‘s für Klaus beim SC Freiburg weiter, der in der nachfolgenden Saison auch deshalb die Klasse hielt, weil Klaus sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde gegen den Club traf. Der Abstieg der Breisgauer war damit jedoch nur aufgeschoben. Nachdem es die Streich-Schützlinge in der Folgesaison erwischte, wechselte der ehemalige Juniorennationalspieler nach Hannover. Und stieg mit seinem dritten Erstliga-Klub zum dritten Mal ab. Der Verlust der Erstliga-Zugehörigkeit könnte Klaus natürlich auch mit Nürnberg drohen. Ob er wirklich ein Thema beim Club ist, muss abgewartet werden. Die Möglichkeit beim FCN "lange zu ackern, wieder einmal kaputt zu sein" dürfte sich ihm im Klassenkampf bestimmt aber bieten. 

Bilderstrecke zum Thema

Komfort an der Costa del Sol: Hier powern die Club-Stars

Sonne pur, ein riesiger Pool und Berglandschaften wie gemalt - das Leben in Benahavis könnte so schön sein, wenn man nicht gerade als Tabellenletzter zur Vorbereitung auf die Rückrunde gastiert. Die Club-Spieler dürfen sich in ihren Pausen dennoch auf eine luxuriöse Wellness-Oase freuen.


 

  

apö

16

16 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport