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Falcons trainieren wieder: Es geht um die Feinjustierung

Ein Großteil der Mannschaft kennt sich, ein Neuer soll aber noch folgen - 12.08.2018 16:53 Uhr

Kapitän Sebastian Schröder (li.) spricht von den Playoffs, die kommende Saison wird für die Falcons aber ein hartes Stück Arbeit. © Sportfoto Zink / ThHa


Die Vorstellungsrunde fiel diesmal sehr kurz aus beim Trainingsauftakt der Nürnberg Falcons. Mit Marcell Pongo, dem Point Guard, der aus Ulm gekommen ist, musste sich lediglich ein Neuzugang die Gesichter der anderen merken – und vielmehr, das betonte Ralph Junge, werden es auch nicht mehr werden. 

Der US-Amerikaner Jackson Kent wird erst dazustoßen, wenn die Mannschaft zum zweiten Teil der Vorbereitung wie in den Vorjahren auf Einladung nach China fliegt. Einen dritten wird der Cheftrainer, Sportdirektor und Geschäftsführer wohl erst Anfang September verpflichten können, wenn es wieder bezahlbares Personal gibt. "Was den letzten freien Platz angeht", gibt Junge zu, "da zocken wir aktuell, weil das natürlich auch eine Frage des Budgets ist".

Der Kapitän spricht von Playoffs

Das Budget konnte der Verein auch in diesem Sommer nicht entscheidend steigern. "Wir gehören immer noch nicht zu den reichen Teams", sagt Junge, zumal Aufsteiger wie Schalke 04, die Rostock Seawolves oder die Artland Dragons gekommen sind, um zu bleiben. Realistisch betrachtet, wird es für die Falcons also auch in der kommenden Saison zunächst einmal darum gehen, die Liga zu halten, gleichzeitig wollen sich vor allem die Spieler damit nicht begnügen. Kapitän Sebastian Schröder, der trotz lukrativerer Angebote beschlossen hat, zu bleiben, nahm beim Trainingsauftakt das Wort "Playoffs" in den Mund, andere taten es ihm gleich.

Ein Vorteil könnte sein, dass sie tatsächlich nicht viele neue Spieler integrieren müssen. Junge setzt darauf, dass vor allem die jungen Spieler den nächsten Schritt machen. Im Sommer waren Nils Haßfurther, Moritz Sanders und Matthew Meredith mit den Nachwuchs-Nationalmannschaften unterwegs, auch Ben Gahlert und Manuel Feuerpfeil dürften noch mehr Minuten bekommen, mit dem 18 Jahre alten Anthony Bauer hat es ein weiterer Basketballer aus der eigenen Jugend ins Aufgebot der Profis geschafft.

Zählt man Schröder (29) nicht mit dazu, beträgt der Altersdurchschnitt 20,2 Jahre, die Falcons werden nun vor allem noch erfahrene Kräfte brauchen. Center Robert Oehle, vergangene Rückrunde von Erfurt ausgeliehen, soll nach dem Ende der Oettinger Rockets nun wieder festes Mitglied der Mannschaft werden, auch der potenzielle Nachfolger von Dan Oppland bringt am besten etwas Routine im europäischen Spielbetrieb oder sogar in der Pro A mit. So oder so: Die Nürnberg Falcons bleiben eines der spannendsten Projekte im deutschen Basketball.  

Sebastian Gloser Sportredakteur E-Mail

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