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FCN-Abwehr: Zwei Schweden und Pogatetz im Gespräch

Club muss Innenverteidigerstellen neu besetzen - 96-Ösi pikante Personalie - 18.05.2012 11:20 Uhr

Nürnberg  - Laut einem Bericht des Fachmagazins "kicker" soll der 1. FC Nürnberg Emanuel Pogatetz von Hannover 96 als neuen Wunschkandidaten für die Innenverteidigung auserkoren haben. Daneben sollen zwei junge Schweden auf dem Einkaufszettel des FCN stehen.

Ende Januar kämpfte Pogatetz noch gegen den FCN. Nun soll er Wunschkandidat für die Abwehr beim Club sein.
Ende Januar kämpfte Pogatetz noch gegen den FCN. Nun soll er Wunschkandidat für die Abwehr beim Club sein.
Foto: dapd
Ende Januar kämpfte Pogatetz noch gegen den FCN. Nun soll er Wunschkandidat für die Abwehr beim Club sein.
Ende Januar kämpfte Pogatetz noch gegen den FCN. Nun soll er Wunschkandidat für die Abwehr beim Club sein.
Foto: dapd

Der 29-jährige Österreicher ist seit einem halben Jahr bei Hannover-Trainer Mirko Slomka scheinbar nicht mehr gut gelitten, seit dieser Pogatetz für ein Europa-League-Spiel wegen angeblicher Fitnessdefizite aus der Mannschaft nahm. Seitdem sieht Slomka den österreichischen Nationspieler äußerst kritisch. Ein Ortswechsel scheint aufgrund des getrübten Klimas durchaus realistisch.

Darüberhinaus wollen die Hannoveraner angeblich einen brasilianischen Verteidiger aus Lüttich verpflichten und brauchen für diesen Transfer Einnahmen aus einem etwaigen Pogatetz-Verkauf.

Pikantes Detail am Rande: Pogatetz rammte beim Gastspiel des Club Ende Januar FCN-Verteidiger Philipp Wollscheid seine Faust  in den Nacken und wurde nachträglich für drei Spiele gesperrt. Die Clubfans schäumten damals vor Wut über die Rüpel-Aktion des Abwehrspielers. Eine Versöhnung mit den rot-schwarzen Anhängern dürfte einem eventuellen Transfer entgegenkommen.

Engländer liebten "Mad Dog"

Die Anhänger des FC Middlesbrough riefen den Österreicher aufgrund seiner kompromisslosen, leidenschaftlichen Spielweise einst "Mad Dog". Den Spitznamen hat der 29-Jährige auch nach seiner Zeit in Nordostengland behalten. Auf den Fußballplätzen der Insel, aber auch jenseits des Ärmelkanals ist ein solches Etikett Lob und Warnung zugleich. Ein vehement agierender Verteidiger gefällt den eigenen Fans sehr, den gegnerischen Stürmern umso weniger. Pogatetz‘ Arbeitsnachweis in der vergangenen Saison legt nahe, dass er dabei mit meist fairen Mitteln auskommt. Bei 29 Einsätzen für Hannover kassierte der 1,89-Meter-Mann nur drei Gelbe Karten.

Seit 2010 verrichtet der gebürtige Grazer seine Abwehrarbeit dort, wo er bereits neun Jahre zuvor einen Anlauf genommen hatte – in der Bundesliga. Bayer Leverkusen hatte sich den 18-Jährigen 2001 vom FC Kärnten geangelt. An Lucio und Jens Nowotny gab es für das Defensivtalent beim ersten Aufenthalt in Deutschlands Elite-Klasse allerdings kein Vorbeikommen. Auf den Leihstationen FC Aarau, Grazer AK und Spartak Moskau avancierte Pogatetz, der 2002 ausgerechnet in Leverkusen gegen Deutschland sein Debüt in Österreichs Nationalmannschaft gefeiert hatte (2:6), anschließend jedoch zur Stammkraft.

Seinen Ruf als eisenharter Verteidiger hatte er schon weg, bevor er im Sommer 2005 vom Werksklub nach Middlesbrough transferiert wurde. Bei seinem letzten Auftritt für Spartak hatte er im Zweikampf mit Jaroslav Kharitonskij zunächst den Ball gespielt, dem Gegner durch sein rücksichtloses Einsteigen aber dennoch einen doppelten Beinbruch zugefügt. In der Premier League reifte Pogatetz zur Führungskraft, erzielte das erste Tor eines Österreichers in Englands höchster Spielklasse, führte "Boro" ab 2007/08 als Kapitän aufs Feld. Bei der Nationalmannschaft übernahm er die Binde im März 2009. Im Sommer darauf lotste ihn Hannovers Manager Jörg Schmadtke zu seinem niedersächsischen Noch-Arbeitgeber. Im Februar verlängerte Schmadtke Pogatetz‘ bis 2013 datierten Vertrag um zwei Jahre – "aber nicht, um ihn nun abzugeben. Wir werden die Sache intern noch einmal genau beleuchten", sagte der 96-Macher jüngst dem "kicker". Welche Auswirkung diese "Beleuchtung" auf einen möglichen Wechsel des Innenverteidigers nach Nürnberg hat, wird Dieter Hecking wohl genauestens beobachten. Bei seinem Ex-Verein ist der Club-Coach stets auf dem Laufenden.

Zwei junge Schweden auf dem Zettel

Neben dem erfahrenen Österreicher sind laut "kicker" zwei junge Schweden vom AIK Stockholm auf dem Einkaufszettel der Franken: Der 20-jährige Alexander Milosevic, der derzeit nach einem Fußbruch Rehatraining macht und Niklas Bakman (23), der bereits zwei A-Länderspiele für Schweden bestrtten hat.

Nach den Abgängen der ersten Innenverteidiger-Garde mit Philipp Wollscheid und Domenic Maroh braucht der FCN neue Innenverteidiger neben dem verletzungsanfälligen Per Nilsson und dem inkonstanten Timm Klose. 

stw/apö


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Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12