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FCN heute in Heidenheim: Warum Köllner Sorgen plagen

Club-Trainger bangt um den Einsatz der ein oder anderen Stammkraft - 29.10.2017 06:00 Uhr

Hat nach langer Verletzungspause immer noch Probleme: Nürnbergs Mittelfeldspieler Patrick Erras zwickt es in der Wade.


Nach dem Pokalausflug nach Osnabrück geht der 1. FCN an diesem Wochenende erneut auf Reisen. Allerdings mit dem eigenen Mannschaftsbus und nicht mit der Bahn, die ihm heimwärts einigen Kummer bereitet hatte. Der 3:2-Sieg bei dem Drittligisten ließ die Unannehmlichkeiten – einige Spieler mussten in dem überfüllten Zug auf dem Boden sitzen – aber leicht verschmerzen.

Für den Ausflug auf die Ostalb (Anstoß um 13.30 Uhr) haben sich die Kicker um Kapitän Hanno Behrens viel vorgenommen: Beim Tabellenvorletzten 1. FC Heidenheim soll die Erfolgsserie mit sechs Siegen in den letzten sieben Begegnungen fortgesetzt werden. Der Club kann mit einem Sieg den Rückstand auf Holstein Kiel auf einen Zähler verkürzen. Der kecke Aufsteiger ist bei Darmstadt 98 über ein 1:1 nicht hinausgekommen und hat Punkte liegengelassen. Doch Trainer Michael Köllner steckt nach außen das Ziel nicht so hoch. "Wir wollen aus Heidenheim etwas Zählbares mitnehmen", hält er sich zurück.

Pokalsieg beim Jahn

Aus gutem Grund, denn die Gastgeber haben mit einem 5:2-Pokalsieg bei Jahn Regensburg aufhorchen lassen und Selbstvertrauen getankt. Doch ihr Trainer Frank Schmidt, der als Spieler einst in fränkischen Breitengraden – er war beim 1. FCN, dem TSV Vestenbergsgreuth und auch bei der SpVgg Greuther Fürth aktiv – zu Hause war, übt sich auch in Zurückhaltung: "Wenn wir gegen den Club etwas holen, haben wir einen Schritt nach vorne getan."

Die Köllner-Truppe flößt ihm Respekt ein: "Sie hat derzeit ein Selbstbewusstsein wie ein Elefant, der gegen eine Maus kämpfen muss und kassiert Gegentore nur aus Standardsituationen. Sie lässt nicht viel zu, egal ob sie mit einer Vierer-, Dreierkette oder einer Raute spielt." Dem 43-Jährigen imponiert beim Club aber auch die Torgefährlichkeit mit dem Duo Ishak/Teuchert.

Der Kollege Köllner weiß, dass Heidenheim zu Hause enorm kampfstark ist und den Club als idealen Kontrahenten für einen Befreiungsschlag sieht. Bei seiner Formation steht fest, dass Patrick Kammerbauer nicht zum Zuge kommen kann: Der Nachwuchsmann war in Osnabrück nicht aufgrund wenig erbaulicher Leistung, sondern wegen einer Gehirnerschütterung ausgewechselt worden. Ein Fragezeichen schwebt über Patrick Erras, bei dem sich die lange Verletzungspause jetzt bemerkbar macht: Ihn plagen Probleme mit der Wade. "Es wird sehr eng mit einem Einsatz", fürchtet Trainer Köllner, der wieder auf Ondrej Petrak zurückgreifen kann. Und er muss auch nicht auf Enrico Valentini verzichten, der sich in Osnabrück nach seinem ersten Tor für den 1. FCN wie ein Schneekönig gefreut hat.

Es spricht für die Truppe vom Valznerweiher, dass der Kader gut besetzt ist und Ausfälle keine tiefen Spuren hinterlassen. Auch wenn die Partie für beide Vereine wichtig ist, liegt Frank Schmidt mit einer Aussage absolut richtig: "Am 11. Spieltag ist noch keine Mannschaft ab- oder aufgestiegen. 

Dieter Bracke

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