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Führung verspielt: Ice Tigers unterliegen Hannover

1:3 gegen die Scorpions - Ehliz-Tor zu wenig gegen Tabellennachbarn - 18.01.2013 21:54 Uhr

Nürnberg  - Mit sieben Siegen aus elf Spielen liest sich die Bilanz von Tigers-Coach Bengt Ake Gustafsson imposant. Die letzten drei Partien ließen die Raubkatzen einige Punkte liegen. Am Freitag beim 1:3 gegen die Hannover Scorpions gingen die Nürnberger trotz Führung sogar gänzlich leer aus.

Jubel in der 8. Minute: Yasin Ehliz (hier nicht im Bild) trifft zum 1:0 für die Nürnberg Ice Tigers.
Jubel in der 8. Minute: Yasin Ehliz (hier nicht im Bild) trifft zum 1:0 für die Nürnberg Ice Tigers.
Foto: Sportfoto Zink / MaWi
Jubel in der 8. Minute: Yasin Ehliz (hier nicht im Bild) trifft zum 1:0 für die Nürnberg Ice Tigers.
Jubel in der 8. Minute: Yasin Ehliz (hier nicht im Bild) trifft zum 1:0 für die Nürnberg Ice Tigers.
Foto: Sportfoto Zink / MaWi

Tyler Weiman, bei dem anstatt einer anfangs befürchteten schweren Knieverletzung nur eine Reizung vorlag, wurde wieder von Andreas Jenike vertreten. Dass das für die Nürnberger kein Schaden sein muss, zeigte sich im Spiel gegen München, als er in einer dramatischen Partie zum Matchwinner mutierte.

Ein anderer Ausfall schmerzte umso mehr: Yan Stastny, einer der Stützpfeiler bei den Franken, lag mit Fieber flach und konnte am Freitag nicht aufs Eis.

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Mit der 1:3-Niederlage am Freitag gegen die Hannover Scorpions haben die Nürnberg Ice Tigers vorerst die Chance verspielt, den begehrten ersten sechs Plätzen ganz nahe zu kommen.

Nachdem die Hannoveraner die ersten Minuten dominierten, kamen die Ice Tigers ab der 4. Minute zu ihren ersten gefährlichen Angriffsaktionen. Die Belohnung für die zunehmende Offensivaktivität gab es in der 8. Minute: Ryan Bayda tankte sich links durch und servierte Yasin Ehliz die Scheibe mustergültig, der zum 1:0 für die Hausherren vollstreckte.

Hannover machte weiter Druck, im ersten Drittel kamen sie aber nichtmehr zum Ausgleich. Das Schussverhältnis sprach mit 16:8 indes eine deutliche Sprache zugunsten der Niedersachsen.

Ex-Nürnberger King trifft

In der 25. Minute traf ausgerechnet ein Ex-Nürnberger mitten ins Tiger-Herz: Einen unnötigen Scheibenverlust der Nürnberger bestrafte Scott King mit dem 1:1-Ausgleich. Ein ärgerliches Gegentor für die Gustafsson-Schützlinge.

In Folge kam Härte in die Partie: Zwischen der 10. und der 13. Minute wanderten drei Spieler auf die Strafbank, zwei Hannoveraner und mit Torschütze Ehliz ein Eistiger. Hüben wie drüben konnte daraus kein Kapital geschlagen werden. 1:1 nach 40 Minuten, so eng wie es die Tabelle ausdrückte, so eng auch das Spiel in der Arena nach 40 Minuten zwischen dem fränkischen Tabellenachten und den neunplatzierten Gästen.

Ciernik vergibt und trifft

Die Nerven der Ice-Tigers-Fans unter den 4190 Zuschauern wurden insbesondere in der 46. Minute strapaziert, als Hannover mit drei gegen einen auf das Nürnberger Tor zufuhr, Ivan Ciernik aber zu ungenau agierte und die Großchance damit zunichte war.

Vielleicht dachten die Ice Tigers, dass ihnen Ciernik an diesem Abend nichtmehr gefährlich werden könnte. Zumindest ließen sie in der 48. Minute den Slowaken freistehen und dieser bedankte sich mit dem 1:2 aus fränkischer Sicht.

Fünf Minuten später half den Hannoveranern das Aluminium. Casey Borer passte auf Jame Pollock und dieser setzte den Puck an den Außenpfosten. Den anschließenden Konter nutzten die Scorpions eiskalt. Morton Green traf mit einem Rückhandschuss zum 1:3 aus Sicht der Ice Tigers. Scott King lieferte die Vorlage.

Die Partie war gelaufen, die restlichen Nürnberger Chancen parierte Scorpions-Goalie Dimitri Pätzold souverän und als in der letzten Minute Jenike vom Eis fuhr und ein Hannoveraner auf die Strafbank musste, brachte das Heimteam die Scheibe auch nicht über die Linie.

Eine Niederlage die wehtut und die bei den Bemühungen um einen der ersten sechs Plätze in der Endabrechnung noch zu Buche schlagen könnte. 

Stefan Wölfel


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Kurzbeschreibung:
Die Nürnberg Ice Tigers sind ein Verein in der Deutschen Eishockey Liga DEL; seit Mai 2009 firmiert die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers. Hervorgegangen ist das Profiteam aus dem EHC 80 Nürnberg, der seit 2009 auch wieder als Stammverein fungiert. Heimspielstätte ist seit 2001 die Arena Nürnberger Versicherung.
Die größten Erfolge waren bislang die erreichten Meisterschafts-Finalserien in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Nürnberger jeweils an den Adler Mannheim scheiterten.
Nach der enttäuschend verlaufenen Saison 2011/2012, die die Tigers nur auf dem vorletzten Platz abschlossen, wollte die Mannschaft unter Trainer Jeff Tomlinson in dieser Saison wieder vorne angreifen, was bis in den Winter hinein jedoch misslang. Bengt-Ake Gustafsson sollte Nürnbergs Kufencracks als neuer Coach nun zurück in die Erfolgsspur bringen. Leider misslang dieses Vorhaben, die Ice Tigers scheiterten bereits in den Pre-Playoffs und Thomas Sabo hatte genug gesehen: Sportdirektor Lorenz Funk und Gustafsson mussten ihren Hut nehmen, am Kurt-Leucht-Weg standen die Zeichen auf Neuanfang.


Der Ice-Tigers-Kader in der Saison 2012/13

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