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Fürth: "Hirngespinst" ist nun Büskens’ große Hoffnung

Neuzugang Edu absolvierte erstes Training im Ronhof - 03.09.2012 20:43 Uhr

Spaß bei der Arbeit: Neuzugang Edu nahm am Montag das Training auf bei der SpVgg Greuther Fürth. Trainer Mike Büskens schaut gespannt zu.

Spaß bei der Arbeit: Neuzugang Edu nahm am Montag das Training auf bei der SpVgg Greuther Fürth. Trainer Mike Büskens schaut gespannt zu. © Sportfoto Zink


Den 30-Jährigen hatte Büskens zwar schon geraume Zeit im „Hinterkopf“, eine Einigung im Bemühen um den Stürmer, der nur noch bis Sommer vertraglich an den Bundesligakonkurrenten FC Schalke 04 gebunden ist, war alles andere als realistisch.

Möglich wurde das Leihgeschäft des Angreifers, der zuletzt eine Saison an Besiktas Istanbul ausgeliehen war, erst, als Schalke Bereitschaft signalisierte. Und vermutlich hat Edu nicht mit der Beharrlichkeit gerechnet, mit der Fürths Klubboss Helmut Hack Überzeugungsarbeit leisten kann. „Er hat einen fantastischen Job gemacht und wahnsinnig viel bewegt in so kurzer Zeit“, war Büskens froh, dass ein wichtiges Steinchen für sein Personal-Puzzle gefunden werden konnte.

Vier Monate ist Edu nun fester Bestandteil im Fürther Angriff. Ein Stammplatz bei einem Aufsteiger war für ihn sogar reizvoller als die Möglichkeit, mit Schalke in der Champions League aufzulaufen. „Ich will spielen. Das wäre bei Schalke nicht so einfach gewesen“, gab Edu offen zu. 15 Partien bleiben ihm bis zur Winterpause noch. Und selbst ein Verbleib bis Saisonende ist nicht ausgeschlossen: „Man weiß nie, was kommt“, ließ sich der Brasilianer die Option offen.

Nachdem er am Morgen leistungsdiagnostische Test absolviert hatte, betrat er nachmittags mit den Kollegen erstmals das Trainingsgelände. Nach einem Aufwärmprogramm und einem Übungsspiel auf drei Tore war der erste 90-minütige Auftritt des Neuzugangs wieder beendet: „Ich bin sehr glücklich hier zu sein.“ Mindestens genauso glücklich ist sein Trainer Büskens: „Er ist ein Spieler, der über Jahre seine Qualitäten in der Bundesliga bewiesen hat und internationale Erfahrung hat.“

Mit der Verpflichtung Edus ist Fürth womöglich ein ähnlicher Coup gelungen wie in der Winterpause. Damals zauberten die Verantwortlichen Gerald Asamoah aus dem Hut. Der Königstransfer zahlte sich aus. Asamoah pflanzte der Mannschaft das erhoffte Sieger-Gen ein und verhalf ihr außerdem mit ein paar Treffern zum Aufstieg. Einen ähnlichen Effekt erhofft man sich im Ronhof nun von Edu.

Der 30-Jährige soll das hausgemachte Offensivproblem lösen, dass seit dem Wechsel von Olivier Occean zu Eintracht Frankfurt offensichtlich ist. In den ersten beiden Bundesligaspielen kam Fürth kaum zum Torabschluss. „Er hat einen guten Zug zum Tor und wird Zielstrebigkeit in unsere Aktionen bringen“, ist sich Büskens sicher, dass sich Fürth nun gefährlicher präsentieren wird. An Willen mangelt es dem vielgereisten Neuzugang nicht: „Ich möchte helfen und mein Bestes geben“, sagte Edu. 

Stefan Jablonka

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