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"Geiles Spiel" am Millerntor: FCN freut sich auf St. Pauli

Top-Torschütze Burgstaller warnt vor zu viel Laissez-faire - 31.10.2016 17:57 Uhr

Im Vorjahr gewann der Club am Millerntor souverän mit 4:0 - ein Flutlichtspiel an einem Montagabend wird für den FCN allerdings eine andere Hausnummer. © Sportfoto Zink / DaMa


Gegen den FC Schalke 04 beim 2:3 im DFB-Pokal am vergangenen Mittwoch sei man gewissermaßen der Verlockung des Fußballspielens erlegen, zog Coach Alois Schwartz einen Schlussstrich unter den Vergleich mit dem Erstligisten. Während in der Beletage gerne das schöne Spiel gepflegt wird, versteht man sich eine Klasse tiefer vornehmlich darauf, Fußball zu arbeiten. "Wir haben mitgespielt, obwohl wir das eigentlich gar nicht wollten", sagte Schwartz, dessen Team dem Starensemble qualitativ klar unterlegen war.

Gegen das aktuelle Schlusslicht der Zweiten Liga, den FC St. Pauli, will man nun wieder zu seinem zweikampfbetonten Spiel zurückkehren. "Flutlich an, nasser Rasen, volles Stadion: geiles Spiel", sieht der Coach der Partie mit Vorfreude entgegen. So viele Räume wie im Pokalspiel, in denen man sich verirren kann, werden diesmal sicher nicht geboten – jeder Zentimeter Rasen wird am Millerntor umkämpft sein. "Wenn wir so spielen wie gegen Schalke in der ersten Halbzeit, fliegt uns auch das Spiel gegen St. Pauli um die Ohren", warnt Nürnbergs Toptorjäger Guido Burgstaller vor zu viel Laissez-faire.

Respekt vor dem Top-Scorer des FCN

Der Kärtner führt mit acht Saisontreffern die Kategorie der treffsichersten Spieler der Liga an. Ein Fakt, den die Paulianer in ihrer Vorschau auf das heutige Duell voller Respekt nicht unerwähnt lassen. Der Kiezklub drehte das obligatorische Faktenkarussell und erkannte einen hohen Unterhaltungswert in den Partien mit Nürnberger Beteiligung – weil bei ihnen die meisten Tore fallen. Vermutlich nicht ganz zufällig kramten die Paulianer exemplarisch auch die beiden spektakulären Auswärtsniederlagen des Clubs in Braunschweig (1:6) und in Bochum (4:5) hervor.

Nicht mehr als ein mutmachendes Zahlenspiel. So instabil wie bei diesen beiden Schützenfesten ist die seit drei Spielen unbezwingbare Abwehr des 1. FCN nicht mehr. Man habe sich als Mannschaft gefunden, meinte Schwartz. Allerdings bröckelt das Kollektiv: Vom vakanten Trio ist nur Offensivkraft Kevin Möhwald von seiner Wadenblessur genesen. Innenverteidiger Dave Bulthuis (muskuläre Probleme) und Hanno Behrens (Schulter) wurden nicht rechtzeitig fit. Bulthuis’ Part wird erneut Lukas Mühl übernehmen. Um die Behrens-Position im Mittelfeld buhlen ein nicht ganz fitter Tim Leibold sowie Youngster Patrick Kammerbauer. 

Stefan Jablonka

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