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Goldenes Buch, silberne Schale: Fürth feiert noch einmal

Mannschaft der SpVgg bekam in der Comödie die Meistertrophäe überreicht - 10.05.2012 22:43 Uhr

Fürth  - In der Fürther Comödie ist am Donnerstagabend der vorerst letzte Akt der Aufstiegsfeierlichkeiten der SpVgg Greuther Fürth über die Bühne gegangen. Nachdem sich die Mannschaft im Rathaus ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, nahm sie in dem Theater die Meisterschale für den Ersten Platz in der abgelaufenen Zweitliga-Saison in Empfang.

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Fürth kommt aus dem Feiern immer noch nicht heraus: Im Rathaus hat sich das Team der SpVgg Greuther Fürth ins Goldene Buch der Stadt eingetragen und anschließend in der Comödie die Meisterschale der 2. Bundesliga in Empfang genommen.

Harald Strutz, Präsident von Mainz 05 und Vizepräsident der Deutschen Fußball-Liga, übergab die Trophäe gemeinsam mit Holger Hieronymus von der Geschäftsführung der DFL. Strutz, der den Vereinspräsidenten Helmut Hack als „persönlichen Freund“ bezeichnete, sagte: „Wir wollen solche Vereine mit wirtschaftlicher Solidität in der Bundesliga haben. Ihr werdet eine grandiose Zeit erleben.“

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"Alle Blumen blühen, alle Blumen blühen, nur das Fürther Kleeblatt nicht", heißt es desöfteren in der Nachbarstadt. So sehr das auch stimmen oder nicht stimmen mag, beim Bäumepflanzen ist Fürth in jedem Fall erfolgreich und huldigt damit seinem sportlichen Aushängeschild.

In seiner phasenweise bewegenden Ansprache dankte Hack vielen anwesenden Weggefährten, unter anderem dem früheren Trainer Eugen Hach, der vor Jahren einen Schlaganfall erlitten hatte, sich aber ins Leben zurückkämpfte. Insgesamt waren mehrere Hundert Menschen zum Empfang der SpVgg geladen gewesen.

Zuvor hatte auch die Stadt ihren Aufstiegshelden ein weiteres Mal die Ehre erwiesen, indem sich Spieler und Verantwortliche des Kleeblatts im weiß-grün geschmückten Rathaussaal ins Goldene Buch eintragen durften. „In dem Buch stehen Könige, Henry Kissinger, Gerhard Schröder – und jetzt auch Sie“, schwärmte Oberbürgermeister Thomas Jung. Der Rathaus-Chef würdigte ein weiteres Mal die großen Verdienste, die sich die Berufsfußballer erworben hätten. „Sie haben vielen Menschen einen großen Traum erfüllt und in der Stadt eine neue Zeitrechnung ermöglicht.“

Einige der Spieler wirkten noch etwas gezeichnet von einem dreitägigen Mallorca-Aufenthalt. „Ich kann keinen Alkohol mehr sehen“, sagte Stürmer Gerald Asamoah. Der 33-Jährige gehört zu den Spielern, die sich wohl am meisten über die Vertragsverlängerung von Trainer Mike Büskens freuten. „Es ist der Grund, warum ich überhaupt hier bin.“

Büskens selbst bat nochmal um Verständnis dafür, dass er sich mit seiner Entscheidung wochenlang Zeit gelassen hatte. Umso mehr sei er jetzt „sehr erleichtert“, Klarheit über seine Zukunft zu haben. Präsident Hack sagte an die Adresse von Büskens: „Sie haben uns das Siegergen gegeben, damit wir das Wort unaufsteigbar endlich löschen können.“
  

KURT HEIDINGSFELDER


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13