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"Hawaii wäre was ganz anderes"

Bei Triathletin Katja Bartsch steigt die Vorfreude auf ihren Start beim Rother Challenge - 04.07.2012 06:58 Uhr

Das Knie, das Knie... trotz stark reduziertem Trainingspensum ziepft und zwickt es zwischendurch immer noch. Doch Katja Bartsch nimmt es gelassen. "Ich habe ja erst im Oktober wieder angefangen richtig zu trainieren nach einer längeren Ruhephase, da ist es normal, dass die Sehnen und Bänder sich melden. Die passen sich nicht so schnell an die Belastung an wie die Muskulatur", erklärt die 28-Jährige.

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Katja Bartsch Ziel challenge2012_rundherum - rundherum_3.jpg Bartsch trinken
Katja Bartsch: Eine junge Frau will es wieder wissen

Als Kind war es ihr zu viel, mit den Rennrad-begeisterten Eltern mitzustrampeln. Als 14-Jährige begann Katja Bartsch allerdings mit Triathlon - um nach Erfolgen im Jugendbereich dann erstmal dem Job Vorrang zu geben. Seit 2005 bestritt die 28-Jährige, die in Schwanstetten aufgewachsen ist und jetzt in Wolkersdorf lebt, keinen Wettkampf mehr. Doch jetzt will sie es wieder wissen - und trainiert für den Challenge in Roth, ihren ersten Langdistanz-Wettkampf.


Insgesamt beeinträchtigt sie das Knie aber kaum, mit Problemen rechnet sie deswegen nicht. Wie schon vergangene Woche wird sie sich in den letzten fünf Tagen vor dem Wettkampf schonen, ihre Trainingseinheiten hat sie auf gut eine Stunde pro Tag begrenzt. "Ab und zu ein kleiner Antritt auf dem Rad, oder ein 2-Minuten-Intervall beim Laufen ist schon drin, mehr aber nicht", sagt Katja.

Körperlich fühlt sie sich fit. Der Arztbesuch mit Blutbild, EKG und einer kleinen Routineuntersuchung, den sie letzte Woche hinter sich gebracht hat, hat sie zuversichtlich gestimmt. Die Ergebnisse des Gesundheits-Checks formuliert die Wolkersdorferin kurz und bündig: "Alles ok". Kurz vor dem großen Tag hört man so eine Bewertung natürlich gern.

Mit ihrer Vorfreude wächst gleichzeitig aber auch die Nervosität. "Hoffentlich habe ich keine Panne mit dem Rad", ist ihre größte Sorge. Doch solche Gedanken halten sich nicht lang in ihrem Kopf. Zu viele Erinnerungen an frühere Zeiten kommen hoch: Die Stimmung in Roth während des Challenge, die Spannung in der Luft, die kämpfenden Athleten, jubelnde Zuschauer, Erschöpfung, Erleichterung, die oft bekannten Gesichter von Helfern am Rand - und all das wird sie am Sonntag wieder erleben.

Aber diesmal als Einzelteilnehmerin. "In Roth zu starten ist für mich etwas ganz Besonderes. Die Atmosphäre ist einzigartig, würde ich in Hawaii starten, wäre es ganz anders", so Katja. Auf der Laufetappe wird sie, etwa bei Kilometer 13,  auch am Haus ihrer Eltern vorbeikommen - wo ihre Leidenschaft für Sport und den Challenge ihren Anfang genommen hat.

  

Tanja Toplak

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