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Heute gegen Sandhausen: Erras als finaler Club-Baustein?

Rückkehrer könnte beim 1. FC Nürnberg endlich die Abwehr dicht bekommen - 02.12.2017 05:44 Uhr

Der ehemalige Langzeitverletzte Patrick Erras ist auf dem Weg zu alter Stärke vorangekommen. © Foto: Sportfoto Zink


"Für uns wird es auch darum gehen, Konter zu unterbinden und nicht im Hurra-Stil nach vorne zu rennen", versucht Michael Köllner sein Team vor dem Heimspiel (13 Uhr, im Live-Ticker auf nordbayern.de) gegen den SV Sandhausen wieder für eine aufmerksamere Defensivarbeit zu sensibilisieren. In den vergangenen drei Partien musste der 1. FC Nürnberg jeweils zwei Gegentore hinnehmen. Zuletzt gegen Braunschweig konnte die Durchlässigkeit des Defensivverbunds noch kompensiert werden, gegen Kiel reichte es nur zu einer Punkteteilung, und gegen Ingolstadt stand der Zweitligist ganz ohne Punkte da.

Auf der Suche nach der richtigen Balance kann es dem Trainer deshalb nur recht sein, dass Patrick Erras seine muskulären Probleme auskuriert hat. Die Gegentorquote ist auch nach dem Geschmack des Abwehrspezialisten viel zu hoch: "Wir wissen um unsere Qualität im Sturm. Wir wissen auch, dass wir immer für mindestens ein Tor gut sind. Aber wir sprechen intern schon immer wieder an, dass wir in der Defensive kontrollierter spielen und besser stehen wollen, um weniger Gegentore zu kriegen."

Endlich wieder Fußball

Gegen Kiel und Braunschweig musste der gebürtige Amberger erstmals nach seinem am sechsten Spieltag geglückten Saisondebüt wieder passen. "Ich hatte mich ein bisschen durchgeschleppt und die Sache nie richtig auskuriert", erklärt der 22-Jährige die Zwangspause. Seine Serie von sieben Startelfnominierungen beendeten die hartnäckigen Folgen eines Schlags auf die Wade. "Das hatte mit der Knieverletzung aber nichts zu tun", beruhigt Erras jene, die befürchteten, seine erfolgreiche Wiedereingliederung nach fast eineinhalbjähriger Verletzungspause wegen einer schweren Knieverletzung sei nur von kurzer Dauer. Mit seiner körperlichen Verfassung ist er nach dieser kurzen Erholungsphase inklusiver intensiver medizinischer Betreuung sehr zufrieden, mit der Leistung noch nicht so ganz. Mit seiner stets anspielbereiten Präsenz im defensiven Mittelfeld hatte er für Furore gesorgt.

Sein präzises Kurzpassspiel, seine Ballverarbeitung mit dem ersten Kontakt, das suchte seinesgleichen. Mit zunehmender Spieldauer schwindet bei ihm aber noch die Konzentration, und die Genauigkeit leidet. "Ich weiß, dass ich noch besser spielen muss." Den Anfang könnte er heute gegen Sandhausen machen, sofern Köllner den Spielaufbau vor der Abwehrkette ihm anvertraut.

Drei Ligaspiele und die Begegnung im Viertelfinale des DFB-Pokals stehen noch aus. In Zahlen will Erras die angestrebte Ausbeute bis zur Winterpause nicht definieren. Vor den Partien gegen Sandhausen und dann in Düsseldorf sowie Kaiserslautern gibt er aber eine Richtung vor: "Wir wollen so viel wie möglich rausholen, wir haben schon noch einiges vor. Den Abstand nach oben wollen wir ja auch nicht zu groß werden lassen." 

Stefan Jablonka

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