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Heute in Berlin: Mit Behrens gegen die Polter-Power

Für den Defensivstrategen baut Köllner seine Siegerelf wieder um - 20.03.2017 18:07 Uhr

Auf den zuletzt gelb-gesperrten Abräumer Hanno Behrens (links, im gelben Leibchen) will Coach Michael Köllner (rechts) in Berlin nicht verzichten.

Auf den zuletzt gelb-gesperrten Abräumer Hanno Behrens (links, im gelben Leibchen) will Coach Michael Köllner (rechts) in Berlin nicht verzichten. © Sportfoto Zink / WoZi


"Einen Spieler wie Behrens muss man natürlich einbauen", deutete Köllner an, dass er kaum freiwillig auf die Dienste des verlässlichen Abräumers verzichten möchte. Weil auch Ondrej Petrak zuletzt überzeugte und gegen die Arminia sogar den 1:0-Siegtreffer beisteuerte, muss wohl Youngster Eduard Löwen trotz eines ordentlichen Debüts wieder weichen.

In der Alten Försterei will Behrens mithelfen, dass seine Mannschaft den zarten Aufwärtstrend bestätigen kann und Köllners Spielidee noch ausdauernder umsetzt. "Gegen Bielefeld war es schon eine sehr gute erste Hälfte", sagte Behrens, "nun müssen wir schauen, dass wir das über 90 Minuten schaffen."

Club ist Berlins Angstgegner

Das wird auch nötig sein, um bei den ambitionierten Hauptstädtern bestehen zu können – auch wenn der Club bekanntlich als erklärter Angstgegner der Köpenicker gilt und in sieben Zweitliga-Duellen sechsmal als Sieger vom Platz ging (ein Remis). Mit jener Berliner Elf, die in der vergangenen Saison in Nürnberg trotz einer 2:0-Pausenführung noch mit 2:6 unterging, sei der aktuelle Tabellenzweite aber nicht mehr zu vergleichen, warnte Behrens: "Das ist diesmal eine ganz andere Konstellation", Union sei in der 2. Liga "so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Das wird ganz schwer."

Drittbeste Offensive, zweitbeste Abwehr – die seit sieben Partien ungeschlagenen "Eisernen" präsentieren sich unter Trainer Jens Keller seit Wochen als kompakte Einheit. Und dank Sebastian Polter, der in der Winterpause vom englischen Zweitligisten Queens Park Rangers in die Wuhlheide zurückgekehrt ist, haben die Berliner im Angriff noch an Power gewonnen: Der Publikumsliebling, neben Emanuel Pogatetz und Adrian Nikci einer von drei Ex-Nürnbergern in Berliner Diensten, war in sieben Einsätzen bereits fünfmal erfolgreich.

Ohne Gislason und Hovland

Einschüchtern lassen mag sich ein stets optimistischer Mensch wie Behrens aber nicht. "Wir fahren da hin, um was mitzunehmen", versprach der Blondschopf, schließlich wolle man die Saison nicht einfach ausklingen lassen, "sondern weiter Gas geben".

Allerdings ohne die Rekonvaleszenten Tim Leibold und Patrick Erras, die verletzten Cedric Teuchert, Shawn Parker, Abdelhamid Sabiri, Laszlo Sepsi und Thorsten Kirschbaum sowie – etwas überraschend – auch Rurik Gislason und Even Hovland. Die beiden Nationalspieler müssen laut Fifa-Statuten nämlich schon am Montag zu ihren Auswahlmannschaften reisen – Gislason gastiert mit Island am nächsten Freitag im Kosovo, Hovlands Norweger treten am Sonntag in Nordirland an. Zuvor halfen die Skandinavier dafür noch schnell am Samstag der Nürnberger "U 21", sich beim Regionalliga-Spitzenreiter SpVgg Unterhaching ein achtbares 0:0 zu erkämpfen. Ein Ergebnis, mit dem heute wohl auch die Profis in Berlin ganz gut leben könnten. 

Uli Digmayer

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