Montag, 10.12.2018

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Hoch hinaus in der Hauptstadt: Bamberg trifft auf Berlin

Die Domstädter müssen sich bei Alba beweisen - 16.11.2018 17:07 Uhr

Einige schöne Angriffe reichte Bamberg gegen Jerusalem nicht zum Sieg. In Berlin wollen die Domstädter wieder etwas zählbares mitnehmen. © Sportfoto Zink / HMI


Beide Mannschaften liegen aktuell nach sechs absolvierten Partien mit jeweils nur einer Niederlage gleichauf auf den Rängen zwei (Berlin) und drei (Bamberg). Beide Niederlagen kamen dabei etwas überraschend zustande. Während Brose vor zwei Wochen bei den Basketball Löwen Braunschweig unter die Räder kam (66:92), erwischte es die Albatrosse am vergangenen Wochenende. Ausgerechnet bei Aufsteiger Rasta Vechta erlebte der Hauptstadtklub seine erste Bruchlandung (69:80).

Offensivstark und verletzungsgeplagt

Bis dahin rauschten die Berliner durch die Liga und überzeugten vor allem mit ihrer bärenstarken Offensive - die Spreestädter haben aktuell einen Punkteschnitt von 94,8 Zählern pro Partie, Bamberg nur 88,8. Auch vereinzelte personelle Ausfälle konnte die Mannschaft von Erfolgscoach Alejandro Garcia Reneses bis dato bestens kompensieren. Zuletzt erwischte es die Haupstädter aber extrem. Mit Joshiko Saibou (Fußprobleme), Peyton Siva (Rippenbruch) und Martin Hermannsson (Bänderriss) fallen aktuell drei Guards aus, im letzten Euro-Cup-Spiel unter der Woche, das Alba auch ohne Bennet Hundt (krank) absolvieren musste, verletzte sich dann noch Kenneth Ogbe (Gehirnerschütterung). Ob Coach "Aito" am Sonntag auf einen davon zurückgreifen kann, ist noch fraglich.

Dass Berlin aber dennoch weiterhin attraktiven und erfolgreichen Basketball spielen kann, zeigte die Partie am Mittwoch. Auch wenn es gegen Zagreb nicht zum Sieg reichte (102:109), gaben sich die Berliner trotz eines zwischenzeitlichen hohen zweistelligen Rückstands nie auf und verlangten den Kroaten alles ab. Auch am Sonntag werden die Albatrosse um ihre Liga-Topscorer Rokas Giedraitis (15,5) und Luke Sikma (13,5) wieder bis zur letzten Sekunde fighten, um ihren Homecourt gegen Bamberg zu verteidigen.

"Berlin unser Spiel aufdrücken"

"Berlin ist eine starke Mannschaft, die ebenso wie wir ein paar Verletzungsprobleme hat. Nichtsdestotrotz sind sie qualitativ sehr stark besetzt", zollt Broses Headcoach Ainars Bagatskis dem Gegner Respekt. Der Lette weiß aber natürlich auch, dass seine Mannschaft nicht ohne Siegchance nach Berlin fährt. "Für uns ist es wichtig, dass wir sie nicht ins Laufen kommen lassen. Mehr noch, wir müssen versuchen ihnen unser Spiel aufzudrücken. Das gelingt aber nur, wenn wir aus einer kompakten Defensive kommen und unsere Systeme bis zum Ende ausspielen."

Dass die Oberfranken, die zuletzt lediglich noch auf Louis Olinde (Knöchelverletzung) verzichten mussten - Bryce Taylor wärmte sich zwar auf, kam aber noch nicht zum Einsatz -, gegen die Topteams mithalten können, stellten sie vergangene Woche gleich zweimal unter Beweis. Sowohl gegen Gießen (109:101 nach Verlängerung) als auch in der Champions League gegen Jerusalem (85:88) zeigten Tyrese Rice & Co. ansprechende Leistungen. Der Unterschied lag vor allem im Umgang mit dem Ball. National erlaubte man sich gegen Gießen nur vier Ballverluste und holte den Sieg, international schenkte man gegen Jerusalem 13 Mal das orangene Leder her und unterlag am Ende. Dabei hatte Tyrese Rice mit dem letzten Wurf die Verlängerung auf der Hand, traf aber nur den Ring.

Somit dürfen sich die Fans beider Lager am Sonntag auf ein weiteres packendes Duell dieser beiden Spitzenteams freuen. Seit der digitalen Datenerfassung 1998 wurden 61 Aufeinandertreffen gezählt, Berlin führt 34:27.

Von der Hauptstadt aus, geht es für Brose Bamberg weiter nach Prag, wo am 20.11. die Champions League-Partie bei CEZ Nymburk ansteht. In der BBL kommt am 25.11. Science City Jena in die Brose Arena. 

Benjamin Strüh

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