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Ibisevic bringt Stuttgart auf Europa League-Kurs

2:0 gegen Kuranyis Moskauer - Leidenschaftslose Partie der Schwaben - 22.08.2012 20:26 Uhr

Stuttgart  - Mit einem Doppelpack hat Vedad Ibisevic dem VfB Stuttgart den Weg in die Gruppenphase der Europa League geebnet. Bei der Rückkehr von Kevin Kuranyi in seine Heimat traf der bosnische Nationalstürmer beim 2:0 (0:0) zweimal gegen Dynamo Moskau und verschaffte dem Bundesligisten damit eine gute Ausgangsposition für das Playoff-Rückspiel am kommenden Dienstag.

Ibrahima Traore, Vedad Ibisevic und Tunay Torun vom VfB Stuttgart feiern das 2:0 gegen Dynamo Moskau.
Ibrahima Traore, Vedad Ibisevic und Tunay Torun vom VfB Stuttgart feiern das 2:0 gegen Dynamo Moskau.
Foto: Marijan Murat, dpa
Ibrahima Traore, Vedad Ibisevic und Tunay Torun vom VfB Stuttgart feiern das 2:0 gegen Dynamo Moskau.
Ibrahima Traore, Vedad Ibisevic und Tunay Torun vom VfB Stuttgart feiern das 2:0 gegen Dynamo Moskau.
Foto: Marijan Murat, dpa

Der VfB bot am Mittwoch allerdings eine über weite Strecken leidenschaftslose Vorstellung gegen defensiv starke Gäste aus Russland. „Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Wichtig war, dass wir geduldig waren“, resümierte Ibisevic. „Wir dürfen uns nicht zu sicher fühlen“, mahnte er aber mit Blick auf das Rückspiel.

Vor 20 400 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena war Ibisevic (72. Minute) zur Stelle, nachdem Dynamo-Keeper Anton Schunin einen Fernschuss von Tim Hoogland aus 25 Metern nur hatte abprallen lassen. In der ersten Minute der Nachspielzeit schlug der 28-Jährige nach Vorarbeit von Ibrahima Traoré wieder zu.

VfB-Coach Bruno Labbadia nahm im Gegensatz zum 5:0 im DFB-Pokal gegen den SV Falkensee-Finkenkrug zwei Änderungen in der Startelf vor: Maza ersetzte in der Innenverteidigung Georg Niedermeier, auf dem linken Flügel erhielt Shinji Okazaki den Vorzug vor Traoré. Moskaus neuer Trainer Dan Petrescu vertraute den früheren Bundesligaspielern Kuranyi als Kapitän, Zvjezdan Misimovic und Gordon Schildenfeld von Beginn an.

„Wir wollen ganz klar diese Runde weiterkommen“, hatte Labbadia vor dem Duell gefordert. Die Schwaben taten sich jedoch schwer. Nach dem kapitalen Fehlstart in der russischen Meisterschaft mit null Punkten und erst einem Treffer in fünf Partien konzentrierte sich Dynamo auf seine Deckung, stand tief und ließ Stuttgart kommen.

Kuranyi wollte an alter Wirkungsstätte eine erfolgreiche Rückkehr feiern. Der frühere Fußball-Nationalspieler, der zwischen 2001 und 2005 für die Schwaben in 99 Bundesligapartien 40 Tore erzielt hatte, hatte rund 80 Tickets für Familie und Freunde reserviert.

Von VfB-Seite bekamen die Zuschauer zunächst viele Unkonzentriertheiten und schwache Abspiele zu sehen. Alleinunterhalter Kuranyi erntete dagegen Pfiffe nach einem Foul an Stuttgarts Kapitän Serdar Tasci. Erst in der 27. Minute sorgte Martin Harnik nach einer Flanke des emsigen Arthur Boka für etwas Gefahr – Dynamo-Keeper Schunin musste bei dessen Kopfball nachfassen. Petrescu reagierte noch vor der Halbzeit auf die behäbige Vorstellung seines Teams: Für den blassen früheren Wolfsburger Misimovic kam Igor Semschow (38.).

Mehr Tempo im VfB-Spiel forderte der gesperrte Mittelfeldmann Zdravko Kuzmanovic zur Halbzeit im TV-Sender Kabel 1. „Wir wollen gewinnen, wir müssen gewinnen“, sagte der Profi der Schwaben. Auf die leidenschaftslose und langweilige Darbietung seiner Spieler reagierte Labbadia: Er brachte Traoré für den zumindest bemühten Okazaki (61.) und Tunay Torun für den enttäuschenden Harnik (62.).

Die Maßnahme zahlte sich bereits wenige Minuten später aus, als Torjäger Ibisevic nach einem Hammer von Hoogland zur Stelle war und in der 90.+1 nochmals – Traoré hatte geflankt. 

Von Elmar Dreher, dpa


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