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Jetzt spricht Meeske: "Mein Fokus liegt auf dem Club"

Der Finanzvorstand über Wolfsburg und die aktuelle Situation - 20.07.2018 05:57 Uhr

Legt den Fokus voll und ganz auf die neue Saison und den 1. FC Nürnberg: Michael Meeske. © Sportfoto Zink / DaMa


Woanders, zum Beispiel in Wolfsburg, könnte er ganz anders arbeiten - Gerüchte über einen bevorstehenden Wechsel zum VW-Club lassen Meeske aber kalt. Sein Fokus liegt auf Nürnberg. 


Herr Meeske, am 30. Juni endete das Geschäftsjahr 2017/18 - können Sie grob skizzieren, ob es ein gutes oder weniger gutes Geschäftsjahr für den 1. FC Nürnberg war?

Meeske: Es war nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich ein für den Club gutes Geschäftsjahr, welches wohl erstmals seit einigen Jahren wieder ein positives Ergebnis bringen dürfte.

Die Zahlen können sich also sehen lassen - hat der Club, zum 30. Juni 2017 immerhin mit 20,8 Millionen Euro verschuldet, damit wirtschaftlich das Schlimmste erst mal hinter sich?

Meeske: Das Schlimmste sicherlich, allerdings gilt es nun, diesen Kurs auch als einer der wirtschaftlich kleinsten Vereine in Liga eins fortzuschreiben. Was aufgrund der dortigen Dynamik ebenfalls sehr herausfordernd sein wird.

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Es läuft auch finanziell so gut wie lange nicht, trotzdem kursieren Gerüchte über Ihren zeitnahen Wechsel zum VfL Wolfsburg - was ist da dran?

Meeske: Ich habe mich bereits mehrfach zu diesem Thema geäußert und auch heute kann ich dem nichts Neues hinzufügen.

Sind es eher berufliche oder private Gründe, die Sie darüber nachdenken lassen, den 1. FC Nürnberg wieder zu verlassen? Ihre Familie lebt nach wie vor in Hamburg...

Meeske: Die Frage stellt sich so nicht, denn mein Fokus liegt auf der neuen Saison und auf dem Club.

Im November vermeldete diese Zeitung, dass Ihr Vertrag und der des Vorstandskollegen Andreas Bornemann vom Aufsichtsrat vorzeitig verlängert worden seien, mindestens bis Juni 2020 - weil der Verein, wie es in einer Stellungnahme hieß, "mittelfristig Planungssicherheit" haben wollte. Hat er die jetzt noch, mittelfristig?

Meeske: Der Verein ist - davon bin ich überzeugt - grundsätzlich zukunftsweisend aufgestellt, was eine ausreichende Planungssicherheit mit sich bringt.

Vor ein paar Monaten hielten Sie es für nicht ausgeschlossen, dass noch heuer eine Außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden könnte, um über die vom Verein geplante Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine Kapitalgesellschaft abstimmen zu lassen. Sind die Pläne und der Zeitrahmen denn immer noch aktuell?

Meeske: Das hängt, wie auch seinerzeit betont, von den passenden Rahmenbedingungen ab - gelingt es, diese herzustellen, dann ja, wenn dies aber nicht möglich ist, wird es eben auch zunächst keine diesbezügliche Versammlung geben.

Passende Rahmenbedingung heißt: mögliche Investoren.

Meeske: Dabei geht es für uns um die Frage der Passgenauigkeit der Höhe des Engagements und der gemeinsamen Ziele.

Die geplante Ausgliederung wird vor allem mit Ihrem Namen in Verbindung gebracht – wäre eine Umsetzung zeitnah auch ohne Sie möglich?

Meeske: Bei den passenden Rahmenbedingungen sollten andere Themen im Vordergrund stehen als die Frage des Finanzvorstands.  

Fragen: Wolfgang Laass

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