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Johannis muss sich in der Südgruppe warm anziehen

Neugliederung der Ringer-Bundesliga - 29.02.2012 16:56 Uhr

Starke Gegner erwartet Abteilungsleiter Guido Fischer (links, neben Johannis-Urgestein Fred Pscherer) in der neu eingeteilten Ringer-Bundesliga. © Roland Fengler


Die Krise der Eliteklasse in der eigentlich so schönen Sportart Ringen ist seit Jahren evident. Die Regeln wurden regelmäßig geändert, immer wieder zogen Vereine aus finanziellen Gründen ihre Mannschaften zurück (aktuell der RV Thalheim, der TSV Musberg und die KSK Konkordia Neuss), es wurden Aufstiegskämpfe absichtlich verloren, oder es gab Vorwürfe wegen angeblich ungesetzlicher Beschäftigungsverhältnisse bei einigen Klubs.

Mit der Neueinteilung in eine Nord- und Südgruppe wollte der DRB vor allem die großen Leistungsunterschiede der beiden bisherigen Gruppen Ost und West ausgleichen. Die Johanniser werden sich also anstrengen müssen im Kampf um den Klassenerhalt (die jeweils Achten und Letzten steigen ab, die Siebten sind gerettet): „Mit dem deutschen Meister Weingarten und dem Titelaspiranten Nendingen bekommen wir starke Gegner“, sagt SV-Abteilungsleiter Guido Fischer und bedauert: „Wir verlieren das Frankenduell gegen Lichtenfels.“ Gegner der „07er“ wird auch der KSV Aalen 05 sein, der neue Klub des „Ur-Johannisers“ Tim Schleicher. Geändert wurde zudem der Play-off-Modus; künftig gibt es eine Zwischenrunde mit den Dritt- bis Sechstplatzierten.

Nach diversen Vorwürfen hat der DRB neue Richtlinien zu den Beschäftigungsverhältnissen erlassen. Demnach können in der Bundesliga nur noch Nachwuchsringer (bis 18 Jahre) als Amateure eingestuft werden. Athleten über 18 Jahre müssen als Geringverdiener, Selbstständige oder Arbeitnehmer angemeldet werden. Ausländische Athleten erhalten grundsätzlich keinen Amateurstatus.

Die zweite Bundesliga indes behält ihre Struktur mit drei Gruppen – hier wurde Aufsteiger Johannis 07 II in die Nordgruppe eingeteilt. „Somit dürfen wir das gesamte Bundesgebiet bereisen“, kommentierte Fischer süffisant.

Bundesliga Nord: ASV Mainz, Luckenwalder SC, SV Luftfahrt Berlin, KSV Köllerbach, WKG Leipzig/Taucha, RWG Mömbris-Königshofen, TKSV Bonn-Duisdorf, AC Lichtenfels / Gruppe Süd: SV Johannis 07, SV Siegfried Hallbergmoos, TuS Adelhausen, SV Triberg, ASV Nendingen, KSV Aalen 05, SV Wacker Burghausen, SV Germania Weingarten.

Zweite Bundesliga Nord: SV Johannis 07 II, SC Unterföhring, RSV Greiz, AC Werdau, TuS Jena, FC Aue, AV Germania Markneukirchen, WKG Pausa/Plauen, WKG Mansfelder Land, RC Potsdam.

Silber für Tim Stadelmann,

„nur“ Bronze für Fabian Schmitt

Kein erster Platz sprang für die jungen „Grizzlys“ bei den deutschen Juniorenmeisterschaften in Hallbergmoos (Freistil) und Witten (griechisch-römisch) heraus. Bester „07er“ war Tim Stadelmann (55kg/Freistil), der mit einer gewonnenen Silbermedaille voll überzeugen konnte. Fabian Schmitt (55kg/griechisch-römisch) musste sich dagegen mit Rang drei zufriedengeben, Marc Pöhlmann (84kg/Freistil) wurde Fünfter. Ex-Johanniser Kevin Hermann (jetzt SC Oberölsbach) wurde in der Klasse bis 74kg/Freistil Dritter. 

Hermann Hempel

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