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Johanniser Ringer mischten in Burghausen mit

Eine Niederlage kann auch Mut machen - 23.09.2012 19:27 Uhr

Am Ende stand für die „07er“ eine Niederlage, die sich mit 14:23 sehr in Grenzen hielt und dem kommissarischen Abteilungsleiter Udo Schmitt (für Guido Fischer, der aus beruflichen Gründen kürzertreten muss) ein dickes Lob abrang: „Was die Mannschaft um den sportlichen Leiter Florian Böhm und Trainer Cornel Rusu vor den Kameras des Bayerischen Rundfunks trotz aller Rückschläge an Willen und Ehrgeiz auf die Matte zauberte, war aller Ehren wert“, sagte er.

Nach dem 3:34 vor einer Woche zu Hause gegen den aktuellen Spitzenreiter Nendingen – der ein Wörtchen um die deutsche Meisterschaft mitreden möchte – hatten die Johanniser manche Kritik einstecken müssen. Dabei ist die Verletzungsmisere noch nicht überwunden, und Rückschläge gab es auch vor dem Kampf in Burghausen. Nicht nur, dass Marco Dürmeier nach seiner gegen Nendingen erlittenen Knieverletzung passen musste, es fehlte auch noch Fredrik Schön, der beim Golden Grand Prix in Baku (Aserbaidschan) für sein Heimatland Schweden antrat und sich dort mit den Besten der Welt messen durfte.

Trotzdem gingen vier Kämpfe an den Außenseiter, der sogar lange Zeit in Front gelegen war. Den Auftakt machte Schmitts Sohn Fabian (in der Vorrunde im ungewohnten freien Stil) mit einem 3:0 über den ungarischen Juniorenmeister Csongor Knipli. Mit einer Meisterleistung und einem 3:0 über Andreas Maier (der im Vorjahr sogar Tim Schleicher besiegte) feierte Sportfördersoldat Deniz Menekse, der Neuzugang vom SC 04, bereits seinen dritten Bundesligasieg in Folge.

Jeweils mit 3:2 setzten sich Georgi Sredkov (gegen keinen Geringeren als das ungarische Ass Gergely Kiss) und Stoyan Iliev (gegen Martin Maier) durch. Sredkov, der offenbar langsam in Fahrt kommt, hatte Kiss sogar auf den Schultern, was Kampfleiter Andreas Sauer allerdings entgangen war; Iliev wiederum konnte auch eine Gewichtsklasse höher überzeugen.

Schön-Ersatz Philipp Vanek gab gegen den griechischen Routinier Theodoros Tounousidis die drei Runden nur knapp ab; Christian Fochtler (18) hätte gegen Maximilian Lukas (19) aus dem 2:3 auch ein 3:2 machen können. Sven Dürmeier (Trainingsrückstand wegen Ausbildung) verlor gegen den deutschen Meister Matthias Maasch ebenso 0:3 wie Mario Besold (eine Gewichtsklasse höher) gegen Nikolay Kurtev. Trotz Verletzung stellte sich auch Franco Besold (18) in den Dienst der Mannschaft, konnte aber die Schulterniederlage gegen den mehrfachen Olympiateilnehmer Emzarios Bentinidis nicht vermeiden.

„Es war ein sehr guter Auswärtskampf“, so das Fazit von Udo Schmitt – der sich zusätzlich darüber freute, dass die Johanniser gestern Abend auch im dritten Fernsehprogramm zu sehen waren.Bundesliga Süd: SV Wacker Burghausen – SV Johannis 07 23:14, SV Hallbergmoos – KSV Aalen 19:19, ASV Nendingen – SV Triberg 24:7, TuS Adelhausen – Germania Weingarten 19:18.

1. ASV Nendingen 94:466:2

2. Germania Weingarten 87:566:2

3. SV Wacker Burghausen 76:676:2

4. KSV Aalen 77:685:3

5. SV Triberg 76:694:4

6. TuS Adelhausen 73:704:4

7. SV Hallbergmoos 56:901:7

8. SV Johannis 07 36:1090:8

Kampfverlauf, bis 55kg (Fr.): Schmitt (J) 3:0-PS (1:0, 3:3, 1:0) über Knipli (B) – Stand: 0:3; bis 120kg (gr.): Tounousidis (B) 3:0-PS (1:0, 1:0, 3:0) über Vanek (J) – Stand: 3:3; bis 60kg (gr.): Menekse (J) 3:0-PS (4:0, 4:0, 1:0) über A. Maier (B) – Stand: 3:6; bis 96kg (Fr.): Sredkov (J) 3:2-PS (1:0, 0:3, 0:2, 1:1, 4:1) über Kiss (B) – Stand: 5:9; bis 66kgA (Fr.): Iliev (J) 3:2-PS (2:1, 2:3, 1:4, 3:0, 4:0) über M. Maier (B) – Stand: 7:12; bis 84kgB (gr.): Ponomartschuk (B) 3:0-PS (1:0, 1:0, 3:0) über M. Baumeister (J) – Stand: 10:12; bis 66kg B (gr.): Maasch (B) 3:0-PS (1:0, 3:0, 1:0) über S. Dürmeier (J) – Stand: 13:12; bis 84kgA (Fr.): Bentinidis (B) SS nach 1:20 (7:0) über F. Besold (J) – Stand: 17:12; bis 74kgA (Fr.): Kurtev (B) 3:0-PS (3:0, 4:0, 1:0) über M. Besold (J) – Stand: 20:12; bis 74kgB (gr.): Lukas (B) 3:2-PS (0:2, 1:0, 3:0, 0:1, 3:0) über Fochtler (J) – Endstand: 23:14 – Kampfrichter: Sauer (TSV Westendorf) / Zuschauer: 600.  

Hermann Hempel

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