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Junge Oberfranken wandeln auf Teucherts Spuren

Talente aus der Region: Engelhardt und Krauß dürfen sich beim FCN beweisen - 05.01.2018 05:25 Uhr

Ein Schuss, ein Tor, der Engelhardt war's: Der Enchenreuther ist jedoch nicht der einzige Oberfranken-Bubi im anstehenden Club-Trainingslager. © Sportfoto Zink / WoZi


Die Belohnung für starke Leistungen ist verständlich: Mit Torhüter Johannes Kreidl, Simon Rhein, Jonas Hofmann, Erik Engelhardt und Maximilian Krauß reisen am Samstag (Live-Blog auf nordbayern.de) gleich fünf Spieler der erfolgreichen U 21-Mannschaft des FCN mit den Profis ins Trainingslager nach Valencia.

Schnelligkeit und Strafraum-Skills 

Trainer Michael Köllner demonstriert damit sein Interesse für Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Im Fokus stehen vor allem die beiden Stürmer Engelhardt und Krauß, denn es gilt, die durch den Abgang von Cedric Teuchert entstandene Lücke zu schließen. Sie haben Qualität, wie der Trainer feststellt. Während Krauß eine unwahrscheinliche Schnelligkeit als Trumpfkarte besitzt, hat Engelhardt seine Stärken im gegnerischen Strafraum. Ihre Bilanz mit je sieben Treffern und zahlreichen Vorlagen kann sich durchaus sehen lassen.

Beide haben weitere Gemeinsamkeiten, wie der aus dem oberfränkischen Enchenreuth stammende Engelhardt (19) erzählt: "Maxi und ich haben gemeinsam das Gymnasium in Münchberg besucht und schon in der Schulmannschaft zusammen gespielt." Man kenne sich sehr gut, wie Krauß (21) ergänzt.

Während er das Abitur bereits in der Tasche hat, will es Freund Erik in diesem Jahr an der Bertolt-Brecht-Schule ablegen. Auf diese Zweigleisigkeit legt er Wert, trotz der passablen Chancen, sich im Profifußball durchsetzen zu können.

Als er am 2. Januar erfuhr, dass er mit den Profis ins Trainingslager reisen würde, fiel er aus allen Wolken: "Das war eine Riesenüberraschung, mit der ich nicht mehr gerechnet hatte." Krauß dagegen hatte diesen Moment der Freude schon Mitte Dezember erlebt.

"Ich möchte zeigen, dass ich mithalten kann"

Was erwartet das Duo von den Tagen in spanischen Gefilden? "Ich möchte zeigen, dass ich mithalten kann", sagt Engelhardt. Eine Aussage, die für Selbstvertrauen spricht und keineswegs auf Selbstüberschätzung schließen lässt. "Dass ich dabei sein kann", wirft Krauß ein, "ist für mich eine Herausforderung und ein Geschenk zugleich." Dass sie durchaus Kandidaten für die Teuchert-Nachfolge sein können, ist für sie derzeit aber noch kein Thema. Auch nicht die Zukunft beim FCN, bei dem sie sich wohl fühlen und bei dem sie bleiben wollen.

Während Engelhardt bis 2019 vertraglich gebunden ist, läuft der Kontrakt seines Freundes in diesem Jahr aus. "Irgendwann im März oder Aprill wird es Gespräche geben", macht sich "Maxi" keine großen Gedanken um seine Zukunft am Valznerweiher.

Beide wissen, wem sie viel zu verdanken haben. U 21-Trainer Reiner Geyer habe großen Anteil an ihrer Entwicklung und am Aufschwung der Regionalliga-Truppe.

Nüssings Anschubhilfe 

Krauß erwähnt auch Dieter Nüssing, der als sein Entdecker gilt und ihm viel geholfen hat. "Er hat mir manchmal auch in den Hintern getreten, wenn es erforderlich war", fügt er verschmitzt grinsend hinzu. Für Nüssing besitzen die beiden fränkischen Stürmer durchaus die Qualität, sich im Profigeschehen durchzusetzen. Und vielleicht ist ja der Name Teuchert bald vergessen. 

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Rot-Schwarzer Restart: Der Regenbogen-Club trainiert wieder

Nach einer mehr als erfolgreichen Hinserie mit Platz drei, hat der 1. FC Nürnberg am Mittwoch das Training nach der Winterpause wieder aufgenommen. Das Team legte ohne Cedric Teuchert los, der nach seinem Wechsel zu Schalke 04 direkt ins Trainingslager der Knappen flog.


  

Dieter Bracke

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