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Keine Gegentore, bitte! Mit Bredlow soll's besser werden

Heimschwäche ade! Der Club-Keeper möchte gegen Sandhausen die Null festhalten - 30.11.2017 11:06 Uhr

"Ein Torwart wird an Zu-Null-Spielen gemessen", weiß Franken-Fänger Fabian Bredlow. Gegen Sandhausen will er damit anfangen. © Sportfoto Zink / DaMa


Mit Menschenmengen, sagt Fabian Bredlow, hat er es nicht so. Er ist da gerade gefragt worden, ob er einer sei, der auch mal über den Christkindlesmarkt schlendert. Mal sehen, sagt Bredlow, vielleicht ergibt es sich ja doch, "ich denke, dass ich irgendwann schon einmal vorbeischauen werde." Manchmal muss man sich nur ein bisschen überwinden, was Bredlow und dem 1. FC Nürnberg auch am Samstag gut täte. Da spielen sie wieder Fußball im Max-Morlock-Stadion, wahrscheinlich vor einer größeren Menschenmenge - und besonders haben sie es damit in dieser Saison nicht so. 

Ekelhafte Heimmalaise 

Achtmal hat der 1. FC Nürnberg in dieser Saison vor eigenem Publikum gespielt, nur dreimal haben sie dabei gewonnen, was nicht so recht passt zu den Ansprüchen einer Spitzenmannschaft. Als die weist sie die Gesamttabelle der 2. Bundesliga ja durchaus aus, noch mehr allerdings die Auswärtstabelle, in der der Club die Konkurrenz sogar anführt: Sieben Spiele, fünf Siege - so gut spielt keiner der Konkurrenten in der Fremde.

Woran es liegt? Man müsste, sagt Bredlow, "eher einen Psychologen fragen". Wenn man allerdings gerade keinen Psychologen zur Hand hat, kann man sich beim 1. FC Nürnberg immer auch an den Trainer wenden. Michael Köllner ist nun eher nicht der Typ, der sich vor Menschenmengen fürchtet, dass er sich auf den Christkindlesmarkt freut, hat er gerade erst wieder ausdrücklich betont.

Keine Erklärung? 

Also, Herr Köllner, eine Erklärung für die ordentlich mittelmäßige Bilanz im eigenen Stadion? "Keine Erklärung", sagt Köllner, der dann immerhin zwei Erklärungsansätze liefert. Zum einen, sagt er, waren "ein paar unglückliche Spiele" dabei. Er zählt dann auf: Bielefeld, St. Pauli, Kiel. Spiele also, die der 1. FC Nürnberg meist dominant gestaltet hat, ohne sie rechtzeitig entscheiden zu können, weshalb dann am Ende die anderen immer etwas mehr Freude hatten als der Club. Zum anderen glaubt Köllner, dass seine Mannschaft im eigenen Stadion bislang immer gegen die "stärkeren Mannschaften" spielen musste als auswärts: "der Tabellenführer, der punktgleiche Dritte". Als er damit fertig ist, gibt Köllner dann noch den Psychologen: "Für uns ist das kein Thema, dass wir im eigenen Stadion ein Problem hätten."

Thema beendet also? Zumindest bis zum Samstag, wenn der SV Sandhausen vorbeischaut, der in der vergangenen Saison im Max-Morlock-Stadion einen 3:1-Erfolg feiern durfte, aber das macht man jetzt besser nicht zum Thema, weil am Samstag sowieso alles noch besser werden soll, noch besser wird. 

Wie es vor den eigenen Zuschauern besser werden kann, das immerhin ahnt Fabian Bredlow nämlich schon: "Wir müssen mit einer ähnlichen Einstellung spielen wie zuletzt in Braunschweig, sehr dominant, sehr zweikampfstark." Das wird dann vielleicht auch belohnt. Wo im Heimspiel gegen Kiel in den Schlussminuten noch der Ausgleich fiel, da haben sie ihn in Braunschweig verhindert - mit etwas Glück und harter Arbeit.

"Mit aller Macht das Tor verhindern" 

"Wir haben da 90 Minuten richtig gefightet, vor allem in der 90. Minute, als wir mit aller Macht das Tor verhindert haben", sagt Bredlow, dem es bislang noch nicht gelungen ist, eines seiner vier Startelfspiele ohne Gegentor zu beenden. Das soll sich am Samstag möglichst auch noch ändern, sagt Bredlow, "ein Torwart wird an Zu-Null-Spielen gemessen." 

Fadi Keblawi

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