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Kießling mit dem Dreierpack, Club mit dem Nachsehen

1. FC Nürnberg steht auf der Abschlusstabelle nun auf dem 10. Platz - 05.05.2012 17:15 Uhr

Nürnberg   - Das Saisonfinale endet für den Club bitter: Mit einer 1:4-Niederlage gegen Leverkusen endet die aktuelle Spielzeit für die Franken. "Das frühe Tor hat uns ein wenig aus dem Rhythmus gebracht", sagte Dieter Hecking nach der Partie.

Mak holte sich den Ball, doch sein Lauf endet mit einem harmlosen Einwurf für den Club.
Mak holte sich den Ball, doch sein Lauf endet mit einem harmlosen Einwurf für den Club.
Foto: dapd
Mak holte sich den Ball, doch sein Lauf endet mit einem harmlosen Einwurf für den Club.
Mak holte sich den Ball, doch sein Lauf endet mit einem harmlosen Einwurf für den Club.
Foto: dapd

Bundesligist Bayer Leverkusen läuft in der kommenden Saison in der Europa League auf. Die Werkself gewann am letzten Spieltag beim 1. FC Nürnberg mit 4:1 (2:0) und sicherte sich damit als Fünfter die direkte Qualifikation für das europäische Fußball-Unterhaus. Nationalstürmer Stefan Kießling mit seinen Saisontreffern 14, 15 und 16 (6. Minute/32./89.) sowie André Schürrle (77.) sorgten für die Tore für die Rheinländer, bei denen Michael Ballack bei seinem Abschied in den ersten 51 Minuten zum Einsatz kam. Für die enttäuschenden Franken traf Robert Mak (58.).

Vor dem Anpfiff wurde Ballack von Nürnbergs Sport-Vorstand Martin Bader mit Blumen und fränkischem Bocksbeutel geehrt, und auch im Spiel verteilten die Franken wenig später Geschenke.

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Wieder einmal sorgte die schlechte Chancenverwertung beim Club dafür, dass am Ende keine Punkte auf das Konto der Franken gingen. Die 1:4-Niederlage gegen Leverkusen machte auch allen Träumen von der Europa League ein Ende.

Zwar sorgte «Club»-Linksverteidiger Javier Pinola nach gerade einmal 43 Sekunden mit einem Schuss nur knapp über das Gäste-Tor für den ersten Warnschuss, doch Zählbares sprang wenig später auf der anderen Seite heraus.

Kein guter Tag für Wollscheid

Gegen die sich noch im Tiefschlaf befindende Abwehr der Hausherren hatte der frühere «Club»-Profi Kießling nach Zuspiel von Stefan Reinartz keine Mühe, zur Führung einzuschieben. Nur drei Minuten später (9.) brannte es urplötzlich erneut vor dem Tor der Hausherren, als Nationalspieler Schürrle den Ball so vor das Gehäuse brachte, dass Abwehrspieler Pinola beinahe ein Eigentor fabriziert hätte.

Nach rund 15 Minuten bemühte sich das Heimteam von Trainer Dieter Hecking, das auf den Gelb-gesperrten Timothy Chandler verzichten musste, Druck auf das von Bernd Leno gehütete Tor auszuüben. Doch zu echten Torchancen kamen die Franken, bei denen diesmal auch Daniel Didavi blass blieb, nicht. Besser machten es die Gäste: Mit einem genauen Zuspiel hebelte Schürrle die gesamte «Club»-Abwehr aus, bei denen auch der künftige Leverkusener Philipp Wollscheid keinen guten Tag erwischt hatte. Kießling musste nur noch vollstrecken.

Chance verpasst

Nach dem Wechsel agierten die Hausherren endlich beherzter. Kurz nachdem Ballack unter dem anerkennenden Beifall der 48.548 Zuschauer seine lange Bundesliga-Karriere beendet hatte, war Mak nach Zuspiel des eingewechselten Albert Bunjaku zur Stelle und schob zum Anschlusstreffer ein.

Zwar drängte der «Club» auf den Ausgleich, doch erneut waren die Gäste abgeklärter. Schürrle und erneut Kießling machten alles klar. Leverkusen beendete die schwierige Saison mit einem Erfolgserlebnis. Nürnberg verpasste die Chance, auch diese Spielzeit auf einem einstelligen Tabellenplatz abzuschließen.

  

dpa/bb


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Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

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