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Kleeblatt-Chaos! Maloca analysiert den Albtraum gegen Aue

0:5! Der Innenverteidiger der SpVgg betreibt Ursachenforschung - 10.12.2018 12:37 Uhr

Schlusspunkt des Fürther Fehlerfestivals: Hier grätscht Mario Maloca Aues Jan Hochscheidt gnadenlos um. © Sportfoto Zink


Aus seinem Blick sprach die pure Ratlosigkeit, noch nie in seinem ganzen Leben hatte er vor eigenem Publikum eine 0:5-Klatsche quittieren müssen. "Eine Katastrophe", befand er ohne Umschweife, und mit diesem Halbsatz schien er noch einmal die grausamen 90 Minuten durchleben zu müssen. Von Malocas Bein sprang der Ball beim 0:1 weg, eine neue Spielsituation beschrieb Schiedsrichter Martin Petersen hernach eine sehr spezielle Sicht der Dinge. Auch am 0:2 war Maloca beteiligt, als er den plötzlich freien Pascal Testroet als Feuerwehrmann der Abwehr noch am Kopfball hindern wollte, aber doch einen Schritt zu spät kam.

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"Vielleicht wollte es der Gegner mehr", begab sich Fürths Abwehrchef in die Analyse, obwohl es auch ihm schwer fiel, "die richtigen Worte zu finden". Der samstägliche Sonntagsschuss Jan Hochscheidts aus spitzem Winkel in den rechten Giebel des Fürther Tores war nicht zu erklären, die laxe Gegenwehr beim 0:4 durch Emmanuel Iyoha und Malocas unbeholfen wirkende und zum Foulelfmeter führende Abwehraktion gegen Hochscheidt dagegen schon.

Fürths Verhalten gegen den Ball, der Druck auf den Gegner, der Fehler verursachen soll, war in dieser Phase längst nicht mehr vorhanden. Der Elan der schwungvollen Startphase passé, die Fehler im Aufbau wie in der Rückwärtsbewegung eklatant. "Zu Beginn der Saison waren wir in der Defensive deutlich stabiler", erinnerte sich Maloca und bestätigte, gerade in diesem Verhalten einen der Gründe der Talfahrt zu sehen. In den zurückliegenden Partien sei die Abwehrarbeit "phasenweise katastrophal" gewesen, urteilte Maloca mit finsterer Miene: "Ich bin Verteidiger und weiß, dass es nicht gut ist."

"Jetzt treten wir nicht mehr als Team auf" 

Von fehlender Form einzelner Akteure wollte der 29-Jährige nichts wissen. "Jung oder Alt - das macht keinen Unterschied", betonte der Innenverteidiger, "das liegt nicht an der Erfahrung. Sonst würde ich nicht solche Fehler wie gegen Aue machen." Seine Ursachenforschung ging in eine andere Richtung. Eine Richtung, die dem ein oder anderen nicht gefallen wird. Aber unbequem ist Maloca nicht nur auf dem Platz. "Wir hatten mehr Hunger in den ersten Spielen und haben immer mit allen elf Spielern verteidigt", sagte der eisenharte Verteidiger: "Jetzt treten wir nicht mehr als Team auf." 

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Florian Pöhlmann

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