Montag, 20.11. - 01:07 Uhr

|

zum Thema

Kleeblatt-Geflüster: "Gassi" ist zu Gast in Fürth

Nico Gießelmann besuchte die Ex-Kollegen auf dem Trainingsgelände - 10.11.2017 06:53 Uhr

Niko Gießelmann ließ sich bei den Ex-Kollegen auf dem Trainingsplatz blicken. © Martin Schano


Was wird vermisst? Ein Testspiel. Während der nächste Gegner VfL Bochum gegen Borussia Dortmund (2:4, Tore: VfL: Hinterseer, Wurtz; BVB: Philipp, Aubameyang, 2 x Schürrle) und den Bochumer B-Ligisten Sportfreunde Westenfeld (18:0) Spielzüge getestet hat, will Kleeblatt-Coach Damir Buric lieber intern üben. In einem Trainingsspiel gegen eine Auswahl aus U23- und U19-Spielern sollen die Sparringspartner das Verhalten des VfL Bochum simulieren. Buric erklärt diese Maßnahme: "Ich will kein Testspiel machen, nur um ein Testspiel zu machen. Es muss Sinn ergeben." Und einer fremden Mannschaft könne er nicht befehlen, sich so zu verhalten wie Bochum. Klingt logisch.

Zitat der Woche: "Dann erwartense halt immer viel", erklärte Philipp Hofmann mit seinem sauerländischen Akzent sein Befinden nach einer Einwechslung. Er weiß, dass er zunächst über diese Joker-Minuten Eigenwerbung betreiben muss, doch das ist manchmal ein Ding der Unmöglichkeit. Gegen Braunschweig, ruft er in Erinnerung, kam er beim Stand von 0:3 (Endstand 0:3), im Pokal gegen Ingolstadt stand er beim Stand von 1:2 schon zur Einwechslung bereit, als das 1:3 fiel.

Mitarbeiter der Woche: Niko Gießelmann. Denn nach dem Motto "so ganz geht man ja nie" war der Linksverteidiger des Tabellenführers Düsseldorf am Donnerstag Zaungast beim Training seiner Ex-Kollegen. Er nutzte zwei freie Tage, um seinen alten Kumpel Sascha Burchert zu besuchen und übernachtete bei ihm. Am Abend ging es zurück in den Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel, nach vier Jahren Fürth seine neue Heimat. Läuft bei Gassi.

Bilderstrecke zum Thema

Social Day: Die Fürth-Profis arbeiten für die gute Sache

Küchenjobs, Gartenarbeit und Fahrrad-Schraubereien: Die Kleeblatt-Profis zeigten beim "Social Day" nicht nur in diesen Bereichen, dass sie jede Menge drauf haben. Mit dieser Einsatzbereitschaft - so darf man hoffen - wird es auch auf dem Platz schon bald wieder klappen. Starke Sache, Spielvereinigung!


Nervensäge der Woche: Rachid Azzouzi. Dabei kann er ja gar nichts dafür, dass ihn gut informierte Medien (wie dieses) als Nachfolger von Profifußball-Direktor Ramazan Yildirim gehandelt haben. Schuld war ein privater Besuch im Ronhof und eine folgende, kurze Unterhaltung von Präsident Helmut Hack mit seinem ehemaligen Schützling. Hack dementierte etwaige Gedankenspiele auf Nachfrage. Und Azzouzi? Der ist telefonisch gerade nicht erreichbar. Zumindest für gut informierte Medien (wie dieses).

Wenn das letzte Spiel ein Film gewesen wäre: Ich habe die Serie "Homeland" für mich entdeckt und kann nicht mehr aufhören damit. Dabei ist eine Folge schlimmer als die andere und als ich in meiner Naivität dachte, jetzt schnappen sie endlich den Bösewicht, wurde es nur noch schlimmer und verzwickter. So geht es bestimmt auch den Fans auf der Nordtribüne mit ihrem Verein. Aber jede Serie geht einmal zu Ende. Zumindest in Hollywood.

Lügt die Tabelle? In der Länderspielpause schaut doch kein Mensch auf die Tabelle. Auch in Fürth nicht, denn ohne eine Serie lohnt der Blick bis zur Winterpause nicht.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Was soll besser werden? Die Auswärtsbilanz. Nur ein Punkt in der Fremde, zuletzt in Regensburg wieder drei Gegentore (insgesamt sieben Mal klingelte es diese Saison dreimal). Mit 26 Gegentoren insgesamt sind das die meisten der Liga. 

Und sonst so? Social Days sind eine sehr sinnvolle Erfindung. Die SpVgg rief in dieser Woche wieder in Erinnerung, dass ihr gewisse Werte wichtig sind. Das haben manche Fans im Internet als Whitewashing oder Ablenkungsmanöver von den eigentlichen Problemen empfunden in der aktuellen Situation. Man sollte aber sagen: Es ist gut, dass ihr überhaupt was für soziale Einrichtungen tut. Außerdem wissen wir nun, dass Athletik-Trainer Michael Schleinkofer ein sehr geschickter Fahrradmechaniker ist. Serdar Dursun kann sich sogar vorstellen, öfter mal vorbeizuschauen in der Werkstatt der Kinderarche. Das wäre ein nachhaltiges Zeichen, das absolut niemand mehr missverstehen kann. 

Martin Schano

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport