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Kleeblatt-Routine: Hilbert geht väterlich voran

Fürths Führungsspieler verrät seinen Spitznamen und mehr - 10.01.2018 19:27 Uhr

Man nennt ihn "Baba". Gemeint ist Roberto Hilbert und nicht ein Ex-Fürther und möglicherweise Bald-Wieder-Schalker. Das türkische Wort für "Vater" nimmt Bezug auf die Führungsqualitäten des Forchheimers. © Sportfoto Zink / WoZi


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- Für Roberto Hilbert (33) ist es die erste komplette Vorbereitung, die er seit seiner Rückkehr zu seinem Ausbildungsverein SpVgg Greuther Fürth mit der Mannschaft durchziehen kann.

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Geburtstagsgrüße und ein Schock: Der Kleeblatt-Mittwoch

Happy Birthday! Die Spielvereinigung gratulierte Günter Dorn, Kleeblatt-Papa und Edelfan auf Neunhof, ausgiebig zum Ehrentag. Es hätte ein arbeitsreicher, aber auch schöner Mittwoch werden können in Jerez. Wäre Mathis Bolly bei einem Trainingsspiel nicht alleine auf Sascha Burchert zugelaufen...


- Am Mittwoch ereignete sich der traurigste Unfall bis dato im Trainingslager: Mathis Bolly brach sich bei einem Allerweltszweikampf das linke Wadenbein. Noch am Dienstag planschte er mit den Kollegen ausgelassen im Schwimmbad. Wie Bademode-Models zeigten sie dem Sportfotografen Wolfgang Zink ihre Tattoos und durchtrainierten Körper. Eine durchaus zulässige Interpretation von Damir Burics Forderung: "Gerade Leistungsträger sollen sich tagtäglich präsentieren."

Batman und der Leitwolf

- Apropos Tattoos: Ein wandelndes Bilderbuch ist der Körper von Roberto Hilbert. Er selbst spricht von "Suchtpotenzial". Auf den Ringfinger etwa ist die Fledermaus von Batman geritzt, "einfach weil Batman cool ist", auf dem Arm erinnert ein Adler an das Wappentier von Besiktas Istanbul. In diesem Winter kam ein tellergroßer Kopf eines Wolfs zwischen den Schulterblättern hinzu. "Der Wolf ist ein starkes Tier, das Bild hat einen Hintergrund, der aber sehr persönlich ist", weshalb es sein Geheimnis bleibt, woran er ihn erinnert.

- Vielleicht daran, dass er jetzt mit seinem leicht ergrauten Haar zu den Leitwölfen in dem Verein zählt, den er 2006 als Jungspund verlassen hat. Gemeinsam mit Kapitän Marco Caligiuri bildet er das Duo der beiden ältesten Spieler im Kader. "Der Trainer kriegt das gut hin, unsere Erfahrung zu nutzen", findet Hilbert. Die Ansage, dass er vorangehen soll, braucht niemand noch einmal extra zu formulieren. Auf dem Feld gelang ihm das bei seiner Premiere beinahe mit einem Treffer: "Im ersten Spiel gegen Aue habe ich den Hammer ausgepackt, worüber ich selbst überrascht war." Das Geschoss verfehlte das Tor knapp.

"Der war schon damals alt"

Trotzdem hat er schon gemerkt, dass sich in den elf Jahren, in denen er der zweiten Liga den Rücken zugekehrt hat, einiges verändert hat – Erfahrung allein reicht nicht mehr, um etwas zu reißen. "Das kann man aber auch über den Fußball generell sagen." In seiner ersten Zeit in Fürth habe er noch mit einer Achse aus "alten Haudegen" wie Olivier Caillas, Marcus Feinbier und Thommy Kleine ("der war damals schon alt") zusammengespielt – heutzutage eine Seltenheit.

Die Liga ist jünger geworden, der Kleeblatt-Kader auch, das merke er auch an der Musikauswahl in der Kabine. Die dafür zuständigen DJs sind meist Jurgen Gjasula und Julian Green, die ihre mobile Anlage aufstellen und ihre Vorliebe für Hip Hop und R‘n‘B ausleben. Das ist nicht unbedingt das Ding von Hilbert, der von sich sagt: "Ich brauche eigentlich gar keine Musik zum Heißmachen vor dem Spiel." Aber wenn es nach ihm ginge, liefe eher Soul und Blues, Ray Charles mag er sehr. Er ist halt ein wenig der alte Herr im Team; nicht zuletzt deshalb hat ihn Stürmer Eren Derdiyok (Leverkusen, Hoffenheim, Galatasaray Istanbul) auch "Baba" getauft, das türkische Wort für Vater. 

Martin Schano

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