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Köllners Bayern-Plan: So will der Club in München punkten

Der Club-Trainer hofft beim FC Bayern auf ein Glücksspiel - 06.12.2018 17:11 Uhr

Fäuste Ballen auch nach München? FCN-Coach Michael Köllner reist ohne Ehrfurcht zum Rekordmeister. © Sportfoto Zink / DaMa


"Galaxien", findet Köllner, lägen zwischen Franken und Bayern, "realistisch betrachtet" habe Nürnberg wohl "keine Chance – aber oft liegt darin die Chance". Das Spiel möglichst "lange offen halten", so lautet Köllners Idee, "Mut auf den Platz bringen" und natürlich hoffen, "einen Gegner zu erwischen, der sein Spiel nicht auf den Platz bringt", dann müsse noch "Spielglück" dazukommen. Das ist ziemlich viel auf einmal, und den Münchnern, vermutet Köllner, müssten gegen Nürnberg "auch ein paar Prozent weniger" zum Sieg reichen. Aber natürlich gilt es trotzdem, alles zu versuchen – wie zuletzt Mitaufsteiger Fortuna Düsseldorf, der vor 14 Tagen ein 3:3 in München erreichte, zuvor hatten Augsburg und Freiburg je einen Punkt aus der Fröttmaninger Arena mitgenommen.

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Dummerweise aber ziehen die Bayern seit jenem 3:3 gegen die Fortuna wieder mächtig an. Trainer Niko Kovac – der in den Relegationsspielen 2016 mit Eintracht Frankfurt auf den 1.FC Nürnberg traf und gewann – stärkte seine Position mit Siegen gegen Benfica Lissabon und bei Werder Bremen, bis Weihnachten wollen sie sich keine Blöße mehr geben. Und die Statistik spricht auch eine deutliche Sprache. Im Münchner Olympiastadion gewann der 1.FC Nürnberg ein einziges Spiel (1992 mit 3:1), in der neuen Arena war ein 0:0 im Sommer 2006 der einzige Punktgewinn. Das bisher letzte Nürnberger Tor in München erzielte Eric-Maxim Choupo-Moting vor neun Jahren bei einer 1:2-Niederlage.

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Wer macht das Mittelfeld dicht?

Fehlen wird dem Club nach Enrico Valentini, Eduard Löwen und Christian Mathenia auch noch Kapitän Hanno Behrens wegen einer Bauchmuskelzerrung, "ein schmerzlicher Verlust" sei das, findet Trainer Köllner, sagt aber tapfer: "So hart es klingt, jeder Spieler muss ersetzbar sein." Immerhin, beim 1:1 gegen Leverkusen haben sich Rechtsverteidiger Kevin Goden und Mittelfeldspieler Patrick Erras empfohlen, beide könnten auch am Samstag spielen, Köllner will "die nächsten Trainingeinheiten abwarten". Ein defensives Mittelfeld mit Ondrej Petrak, Patrick Erras und Simon Rhein wäre zwar denkbar, Köllner allerdings hält Petrak und Erras für zu ähnliche Spieler. So oder so: Für die Mannschaftsaufstellung wird es elf Richtige brauchen. 

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Hans Böller Sportchef der Nürnberger Nachrichten E-Mail

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