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Die geplante internationale Spielplanreform, die ab November 2017 greift, soll die Nationalteams mehr in den Mittelpunkt der Sportart rücken und so auch deren Vermarktungschancen erhöhen. Werden die Pflichtspiele bislang „nur“ im Spätsommer ausgetragen, soll es in Zukunft bei Qualifikationsspielen für Europa- und Weltmeisterschaften vier rund zweiwöchige Zeitfenster im November, Februar, Juni und September geben. Angesichts des ohnehin schon straffen Zeitplans während einer Saison zeigt sich Beko BBL-Geschäftsführer Jan Pommer entsetzt über die Entscheidung. Die Clubs drohen sogar erstmals damit, keine Nationalspieler mehr zu den Länderspielen abzustellen.
Nicht nur die Clubs in Deutschland und Europa stehen im Fokus, betroffen ist auch die US-amerikanische NBA. Da es für die Verbände meistens schon im Sommer schwierig ist, die Teambesitzer in den USA vom Einsatz der europäischen Profis, wie Dirk Nowitzki (Deutschland), Pau und Marc Gasol (beide Spanien) oder Tony Parker (Frankreich) zu überzeugen, dürfte es während des laufenden Spielbetriebs nahezu unmöglich sein. Apropos Spielbetrieb: Schaut man sich allein in Deutschland den Spielplan der Teams an, die auch international in Euroleague oder EuroCup antreten, dürfte allen klar sein, dass eine Unterbrechung der Liga-Spielbetriebe mehr als schwer umzusetzen ist – von der extremen Belastung der Spieler einmal abgesehen.
Am Beispiel „Fußball“ gemessen ist es das Ziel des Weltverbandes FIBA, die Nationalteams als „Zugpferd“ der Sportart Basketball besser zu etablieren, um sich auch gegen andere Sportarten auf dem Sponsorenmarkt behaupten zu können. Doch aufgrund dieses Konfliktes gerät nun auch der Grundlagenvertrag über die Abstellung von Nationalspielern zwischen Liga und Verband ins Wanken. Das für den Geschäftsführer der BBL, Jan Pommer, extrem wichtige Dokument wäre nach aktuellem Stand noch bis ins Jahr 2022 gültig.
Do. 16.05.13
Mi. 15.05.13
Mi. 15.05.13
Di. 14.05.13
So. 12.05.13