Sonntag, 18.11.2018

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LAC Quelle: Wedels "saugeiles Rennen" in Nürnberg

Leichtathletik-DM: das Resümee von LAC und TSV Zirndorf - 25.07.2018 12:23 Uhr

In nur wenigen Disziplinen geht es so knapp zu wie beim 100-Meter-Sprint. Das musste am Samstag Amelie-Sophie Lederer erfahren: In ihrem Vorlauf hatte sie sich als Dritte mit Saisonbestleistung noch sicher für den Zwischenlauf qualifiziert und auch hier war sie mit dem vierten Platz ganz gut unterwegs. Am Ende aber fehlte "Ame" genau eine Hundertstelsekunde, um das Finale zu erreichen. "Sie hat alles richtig gemacht, nur das Quäntchen Glück, das man im Sprint manchmal braucht, hat gefehlt", tröstete LAC-Sportvorstand Julia Hiller sie.

Strahlende Augen dagegen bei Patrick Schneider. Er hatte seinen Vorlauf über 400 Meter in einer Zeit von 46,81 Sekunden gewonnen und sich erwartungsgemäß für das Finale qualifiziert. Obwohl er dort mit 45,82 s eine persönliche Bestleistung auf die Bahn legte, reichte es am Ende "nur" zum zweiten Platz hinter Johannes Trefz. "Ich bin super happy, super erleichtert", freute sich der Sprinter über die Silbermedaille. "Es war ein Wahnsinnslauf. Mutig angegangen und dafür belohnt worden."

Damit hat er wohl auch ein weiteres Ziel erreicht: Da er die Norm um 19 Hundertstel unterboten hat, dürfte einer Nominierung für die Europameisterschaft in Berlin nichts im Wege stehen. "Dass ich die EM-Norm vor heimischem Publikum knacken konnte, war sagenhaft", freute sich Schneider.

Gute Stimmung im Team

Im traditionellen Abschlusswettkampf gelang es ihm zudem, als Schlussläufer mit der 4x400-Meter-Staffel in 3:14,17 min noch einmal eine Saisonbestleistung aufzustellen.

Das gelang auch der 4x100-Meter-Staffel der Frauen, deren elfter Platz in 46,71 s für gute Stimmung im Team sorgte. Bei den U 20-Juniorinnen ging es von vorneherein nur darum, Erfahrung zu sammeln und das Erlebnis der Heimkulisse mitzunehmen: Die Nachwuchssprinterinnen Smaniche Ram, Jacqueline Nun und Corinna Bittel liefen die 3x800 Meter in 7:40,19 min.

U 23-Läufer Jamie Williamson unterstrich über 1500 m erneut seine gute Form. Der Engländer qualifizierte sich als Zweiter im Vorlauf für das Finale und belegte dort in einem sehr engen Rennen einen guten sechsten Platz. Am Ende ging er mit seinen 3:54,83 nicht einmal 1,5 s nach dem Sieger über die Linie.

Eine persönliche Bestleistung gelang Gesa Bohn über die 5000 Meter, die sie in 16:46,61 min absolvierte. Das reichte in der Endabrechnung für Rang zwölf. Die ebenfalls qualifizierte Domenika Mayer hatte auf ihren Start nach einer Verletzung verzichten müssen.

Hindernisläufer Konstantin Wedel hatte über die 3000-Meter-Strecke ein "saugeiles Rennen" hingelegt: Mit 8:43,04 min unterbot er seine bisherige Bestzeit um drei Sekunden und verpasste das Siegertreppchen nur um einen Platz. Davon beflügelt, startete er tags darauf auch noch über die 5000 m, wo der Boxdorfer noch einmal einen für ihn guten zehnten Platz belegte.

Das Ziel, zumindest in den Endkampf einzuziehen, hatte Dreispringerin Stefanie Aeschlimann, was ihr auch gelang. Am Ende belegte die 21-Jährige mit einer Weite von 12,11 m den achten Platz. "Das war eine gute Meisterschaft für uns und wir sind rundum zufrieden", bilanzierte Julia Hiller die beiden Wettkampftage aus Sicht des LAC Quelle Fürth. "Alle unsere Athleten haben ihre Leistungen bestätigt oder sogar verbessert und das, obwohl das Wetter nicht unbedingt für Bestleistungen gemacht war."

Pröger hadert

Das Highlight war für sie Patrick Schneiders Erreichen der EM-Norm, der sich seine Nominierung "redlich verdient" hätte. Die Entscheidung, ob der Sprinter in Berlin starten darf, wird in den kommenden Tagen fallen, wenn der Deutsche Leichtathletik-Verband seine Nominierungen bekannt gibt.

Ihr Ziel, die Top-8 zu erreichen, verpasste Tina Pröger vom TSV Zirndorf. Im Weitsprung landete sie bei 6,01 m, war damit für den Endkampf um vier Zentimeter zu kurz gesprungen. Auch wenn sie mit Rang neun zufrieden war, haderte Pröger dennoch mit ihrer Leistung: "Ich habe bei keinem meiner Versuche das Brett getroffen und so 20 bis 30 Zentimeter verschenkt, was mich definitiv die Endkampfteilnahme gekostet hat." 

ANDREAS GOLDMANN

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