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Lächeln nach dem Neustart: Gündogan ist wieder glücklich

Beim Spiel gegen Frankreich gab's Beifall und kaum Pfiffe - 08.09.2018 18:59 Uhr

Zeigte nach seiner Einwechslung gegen Frankreich, dass er wertvoll für das DFB-Team ist: Ilkay Gündogan. © dpa


Leon Goretzka gab noch mal Gas, als er in der 66. Minute ausgewechselt wurde, begab sich eilenden Schrittes zur Außenlinie. Er wollte den Moment verkürzen, "weil ich auch nicht wusste, wie das Publikum reagieren würde". Nicht etwa auf seine Leistung, sondern auf jenen Spieler, der ihn ablösen sollte: Ilkay Gündogan.

Im Juni, kurz vor der WM in Russland und kurz nach der Geschichte mit den Erdogan-Bildern, hatte es in Leverkusen beim Test gegen Saudi-Arabien ein gellendes Pfeifkonzert gegeben, als der frühere Club-Spieler eingewechselt worden war. Am Donnerstagabend in München waren zwar auch ein paar schrille Zwischentöne zu hören, doch es gab überwiegende Beifall von den 67.485 Zuschauern für den 27-jährigen Mittelfeldspieler mit den türkischen Wurzeln. "Das hat mich gefreut. Ich habe zurück applaudiert und mich dann auf das Spiel konzentriert", sagte Gündogan, der das Stadion schließlich "mit einem Lächeln" verließ. Auch für ihn persönlich war die Partie gegen Weltmeister Frankreich ein echter Neustart, ein Schritt zurück zur Normalität.

Im Vorfeld seines 28. Länderspiels hatte sich der Profi von Manchester City noch einmal eingehend mit Reinhardt Grindel ausgetauscht. Der DFB-Präsident habe ihm noch einmal versichert, dass er froh darüber sei, "dass ich weitermache und dass ich Teil der Gruppe bin", so Gündogan, der sich im Gegensatz zu Mesut Özil schon vor der WM zu Erdogan-Affäre geäußert und zu den Werten des DFB bekannt hatte.

Am Sonntag in der Startelf?

Für seine Mitspieler ist Gündogan ohnehin "genauso ein Mitglied unserer Mannschaft wie jeder andere", wie Thomas Müller betonte. In der knappen halben Stunde gegen Frankreich deutete er seinen Wert durchaus an, setzte Impulse in der Offensive. Durchaus möglich, dass der England-Legionär am Sonntag gegen Peru von Beginn an auflaufen wird. 

H. B.

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