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Ladehemmung beim Kleeblatt: Keita-Ruel bleibt optimistisch

Fürths Stürmer blickt nur nach vorne - 19.12.2018 12:15 Uhr

Fürths Angreifer Daniel Keita-Ruel lässt sich von der aktuellen Ladehemmung nicht aus der Ruhe bringen. © Sportfoto Zink / WoZi


Wenn ein Torjäger mehrmals nicht ins Schwarze trifft, gerät er ins Grübeln und sucht nach den Ursachen. Daniel Keita-Ruel, der erfolgreiche Stürmer der SpVgg Greuther Fürth, gehört nicht zu der Gruppe der Zweifler. "Mach aus einer negativen Situation immer eine positive", ist sein Leitspruch. Auch in der Tristesse nach den letzten bitteren Niederlagen. So fand er trotz des 0:2 beim FC St. Pauli erfreuliche Ansätze für die erhoffte Wende: "Unsere Leistung war besser als zuletzt." Das nicht zu widerlegende Manko: Auf der einen Seite fehlten Tore – und auf der anderen wurde durch krasse Abwehrfehler dem Gegner der Dreier geschenkt.

Für Tore zuständig ist er natürlich, der 29-Jährige, der im Sommer nach einer starken Saison mit 15 Treffern vom Drittligisten Fortuna Köln zum Kleeblatt gestoßen ist und dort bis 2020 unter Vertrag steht. Seine bislang erzielten acht Tore haben nicht nur Jubel, sondern auch ein Problem im Schlepptau. "Früher hing nur ein Gegenspieler an mir", schildert er, "aber inzwischen sind es zwei." Seine Vorgehensweise vor dem gegnerischen Gehäuse werde zudem durch TV-Aufnahmen und Videos deutlich vor Augen geführt: "Die Vereine sind ja nicht doof."

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Aber Resignation ist für den gebürtigen Wuppertaler ein Fremdwort. Würde er lieber mit einem Partner im Angriff agieren, weil er dadurch mehr Freiräume hätte? Tendenziell ja, doch er schränkt bei näherer Betrachtung ein: "Ich bin Spieler und kein Trainer oder Co-Trainer, der das entscheidet. Aber ich werde auch als einzige Spitze wieder treffen." Am besten möglichst beim Rückrundenauftakt in Sandhausen. Als Mutmacher könnte dabei die Partie im Ronhof dienen: Am 3:1-Sieg war Keita-Ruel mit zwei Toren maßgeblich beteiligt.

Teamgeist trotzt der Kritik

Als überzeugter Optimist sieht er nicht schwarz in die Zukunft, sondern geht davon aus, dass in Sandhausen die Niederlagenserie abgehakt werden kann. "Wir geraten nicht in Panik", sagt er mit Entschlossenheit und erinnert an die starke Anfangsphase in der laufenden Saison: "Wir haben doch gezeigt, dass wir einen guten Fußball spielen können. Dies hatten uns doch viele Leute gar nicht zugetraut."

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Energisch widerspricht der Torjäger der Ansicht, dass der Mannschaftsgeist durch die zuletzt wenig erbaulichen Auftritte gelitten habe. Davon könne überhaupt keine Rede sein, betont er und erinnert an die im Fußball übliche Redewendung: "Wir gewinnen als Mannschaft und verlieren auch als solche zusammen." Es gibt also im Ronhof keine Schuldzuweisungen für Schnitzer der Abwehr oder aber vergebene klare Chancen durch die Offensivkräfte wie den derzeit erfolglosen Torjäger Keita-Ruel. Vielleicht sollte sich der eine oder andere seiner Kollegen von dieser optimistischen Einstellung anstecken lassen, damit durch einen Sieg in Sandhausen weihnachtlicher Friede im Ronhof einkehren kann. 

Dieter Bracke

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